Jan tanzt aus der Reihe!

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Kerstin findet diese positive Nachricht:

Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich ein großer Fan von Reportagen und Dokumentationen bin. Sie erzählen oft die kleinen und doch so tiefen Geschichten, die das Leben bereithät, verschwinden leider nur viel zu oft auf späten Sendeplätzen. Letzte Woche lief mal wieder so eine schöne Geschichte bei WDR – Menschen hautnah: „Jan tanzt aus der Reihe“ erzählt die Geschichte von zwei jungen Menschen mit Behinderung, die in einem Altenheim die Chance auf eine Ausbildung bekommen.

Mich hat die Doku sehr berührt, zum Schmunzeln und Freuen gebracht. Sie zeigt, wie toll es gelingen kann, wenn wir jeden Menschen nach seinen Stärken und Talenten bewerten und nicht nach seinen Defiziten. Jan ist ein echter Gewinn für die Bewohner im Altenhein und auch für ihn ergibt sich durch seine Ausbildung ein neuer Sinn im Leben. Er wird gebraucht, geschätzt und hat eine Aufgabe. Toll und mehr als Nachahmenswert, wenn wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der Inklusion nicht nur ein Wort, sondern eine alltägliche und eben auch berufliche Selbstverständlichkeit sein soll.

Unbedingter Anschau-Tipp 🙂

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Klar machen wir das Zuhause! Pflegende Angehörige gründen Lobby

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Kerstin findet die Nachricht:

Pflegende Angehörige aus Bremen und Hamburg haben die nach ihren Angaben erste bundesweite Interessenvertretung für ihre Gruppe gegründet. Der Verein „Wir pflegen“ wolle als Ansprechpartner für die Politik pflegenden Angehörigen zu mehr Wertschätzung und Mitspracherechten verhelfen, sagte Vorstandsmitglied Reinhard Leopold dem epd.

Zwar gebe es in Dutschland vielfältige Unterstützung auf lokaler Ebene. Eine bundesweite Lobby habe aber bisher gefehlt. „Sieben von zehn pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause von Angehörigen oder Freunden gepflegt“, erläuterte Leopold. Viele der Pflegenden fühlten sich allein gelassen, seien schlecht informiert über Hilfsmöglichkeiten und mit der Pflege überfordert. In dieser Situation sei das Risiko, selbst zu erkranken, deutlich erhöht. „Zudem können Pflege und Erwerbstätigkeit häufig schlecht vereinbart werden“, ergänzte Leopold.

Die Pflegereform sei weitgehend ohne eine Beteiligung pflegender Angehöriger diskutiert und geplant worden, kritisierte die Medizinsoziologin Hanneli Döhner. In einigen europäischen Ländern wie etwa in Finnland oder den Niederlanden, in denen schon länger Lobbyorganisationen aktiv seien, stünden die Belange pflegender Angehöriger höher auf der politischen Tagesordnung als in Deutschland. Döhner leitet am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf den Arbeitsschwerpunkt Sozialgerontologie.

Ich finde das ein unterstützenswertes Engagement dieses frisch gegründeten Vereins. Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Und Alt werden gehört wie die Geburt zum Kreis des Lebens. Toll, wenn es Familienangehörigen endlich leichter gemacht wird, ihre Eltern oder Großeltern im liebevollen Zuhause zu pflegen, als in überfüllte und personell katastrophal aufgestellte Pflegeheime abzuschieben. Schade, dass erst wieder ein Verein auf Missstände aufmerksam machen muss, aber schön, dass das Thema Pflege endlich mal in den Mittelpunkt der Politik gerückt werden soll.

Quelle: Social Times
Linktipp: www.wir-pflegen.net