Say hello with skateboarding

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Uff, Gänsehaut!

Seit Wochen kreisen die Medien um negative Ereignisse rund um Asylbewerber in Deutschland. Dieses Video zeigt, wie man sich ganz leicht begegnen und hallo sagen kann… Das sind Aktionen von Menschen, auf die unser Land verdammt stolz sein kann!, oder? Danke Franzi aus Runkel für das Finden dieser guten Nachricht!

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Fremden vertraut begegnen…

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Kerstin R. berichtet von diesem positiven Ereignis…

Bildquelle: Jerzy Sawluk  / pixelio.de

Bildquelle: Jerzy Sawluk / pixelio.de

Seit Oktober 2012 wohnen in Großostheim / Ringheim 26 Männer aus Pakistan. Sie leben dort in einer ehemaligen Saisonarbeiter / Monteursunterkunft. Sechs Ehrenamtliche aus den Ortsteilen unterrichten diese Männer in Deutsch. Ich bin eine davon.

Die Männer aus Pakistan leben nun hier. Sie möchten Deutsch lernen, sie möchten sich integrieren und tun auch sehr viel dafür. Sie versprühen trotz ihrem ungewissen Schicksal und trotz ihrer sicher nicht einfachen Reise hierher, eine ungeheure Lebensfreude. Und die kommt bei uns allen an. Bei jeder Gelegenheit wenden sie ihre neu erlernten Kenntnisse an und beweisen ihren Willen, Teil zu haben und AnTeil zu nehmen – an unserem Leben hier in Deutschland.

Der Deutschkurs ist ihr fester Bestandteil geworden im doch sehr eintönigen Tages- und Wochenablauf. Die Teilnehmer sind immer pünktlich, motiviert, gute gelaunt und lassen keinen Kurs aus. Es herrscht in jedem Kurs eine gebannte Aufmerksamkeit. Und: Wir haben alle gemeinsam Spaß.

Wir bieten drei Kurse an, in jedem Kurs sind zwischen 8 und 9 Teilnehmer. Jeder Kurs wird von einem Team, bestehend aus zwei Ehrenamtlichen, geleitet damit man sich auch gegenseitig vertreten kann. Es gibt zwei Kurse Vormittags und einen Nachmittags.

Wir sind der Meinung, dass diese Männer eine sehr große Bereicherung für den Ort sind und tun alles dafür, Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Und sie machen es einem sehr leicht mit ihrer großen Lust, möglichst viel über uns als Gastgeber zu lernen und mit uns in der selben Sprache zu kommunizieren.

Was nehme ich persönlich daraus mit? Es ist genau das Gegenteil von dem, was man täglich in den Medien hört. Integration findet immer auf zwei Seiten statt. Wir als Ehrenamtliche haben einen Weg gefunden, der beiden Seiten, den Flüchtlingen aus Pakistan und uns sehr viel gibt.

Gerne werde ich in den kommenden Monaten weiter darüber berichten, wie sich das Flüchtlings-Projekt entwickelt und was es für mich ganz persönlich an positiven Effekten freilegt…

Die Kraft der Worte…

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Kerstin findet diese Nachricht:

Über facebook bin ich auf diesen wundervollen Kurzfilm aufmerksam geworden. Hatte eine Gänsehaut, ein Lächeln im Gesicht und das positive Gefühl, dass wir alle auf einem Planeten leben, auf dem so viel Miteinander stattfinden kann – und stattfindet. Ich glaub an unsere Gesellschaft. Kleine Filme wie diese erinnern uns zart daran, was das Leben alles für uns bereit hält…

Making a difference…für den Frieden!

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Nadja findet die Nachricht:

Ich habe gestern im WDR eine Nachricht über das Projekt MAD for Peace entdeckt.

Die Gründerin setzt sich für den Frieden auf vielen Ebenen ein. Beeindruckend fand ich dass sie selbst beide Beine bei den U-Bahn-Anschlägen in London verlor und für sie aber jeder Tag ein Geschenk ist und eine unglaubliche Lebenkraft und -freude ausstrahlt. Sie war von Mitgefühl für die Täter geprägt und setzt sich seitdem für den Frieden und Projekte an Schulen etc. ein.

Vielleicht ein wunderbares Beispiel wie es möglich ist, die Spirale von Gewalt zu verlassen und aus einem Schicksal heraus neue Kraft aufzubauen.

Der Linktipp für euch: http://www.madforpeace.org/

Lernen, von denen, die nichts mehr haben…

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Zum ersten Mal seit 15 Monaten „1000 gute Nachrichten“ herrscht Ruhe. Keine guten Nachrichten trudeln ein. Keine Reporter schreiben etwas. Draußen lockt das gute Wetter, drinnen erschüttern die vielen schlechten Meldungen. Wir hängen fest – im Tal der schlechten Nachrichten. Sind wir starr geworden, weil alles grau und schwarz ist?

Ich möchte  die Stille brechen und etwas erzählen… Ein Filmjob hat mich vergangene Woche nach Stuttgart-Heslach geführt. Dort gibt es eine Kirchengemeinde, die einen „Montagstreff“ organisiert. Einen Tag in der Woche sind alle Menschen eingeladen, Gemeinschaft zu finden und Gemeinschaft zu erleben. Da kommen Wohnsitzlose, Menschen mit Alkoholproblemen, Arbeitssuchende, Menschen, auf der Suche nach sich selbst. Was einst als „Obdachlosen-Treff“ angefangen hat, ist zu einem „Menschentreff“ geworden. Vom Frühstück bis zum Abendbrot kann man sich einen Tag lang gehen lassen, ankommen, sein wie man ist und loslassen – Ängste, Sorgen, Nöte – alles einfach vergessen und mit anderen Menschen teilen. Nachbarn kommen vorbei und bringen Kuchen, Ehrenamtliche helfen zu kochen, ein Seelsorger bietet sich zum Gespräch an. An diesen Montagen geht es nicht um Statussymbole wie Autos, Häuser, Urlaube oder Handys – an diesem Tag geht es um das, was den Menschen bleibt, wenn ihnen sonst alles abhanden gekommen ist: Es geht ums Herz!

Mein Kameramann-Kollege und ich hatten das große Glück, ein paar Stunden mit den Menschen vom „Montagstreff“ in Stuttgart zu verbringen. Es hat mich tief berührt, diese Menschen zu erleben. Selten in meinem Leben – nein, eigentlich noch nie, wurde ich so herzlich empfangen und aufgenommen. Für ein paar Stunden waren wir Teil dieser Gruppe. Für ein paar Stunden haben wir gelebt, obwohl keiner im Raum etwas (materiell) wertvolles besitzt.

Mir hat es wieder einmal gezeigt: Die Hoffnung und das Positive liegen nur in uns selbst. Das schlimmste, was einem im Leben passieren kann, ist alleine zu sein! Alles andere überlebt man. Ich hoffe, es gibt noch viel mehr solcher Montagstreffs in unserem Land… denn das ist das wahre Leben!

Ich wünsche euch allen ein schönes Mai-Wochenende. Haltet die Augen auf – jeden Tag passieren 1000 gute Dinge!