Der Kuchen für Zwei!

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Melanie hat uns diese kleine Geschichte geschickt: Als ich gestern von der Arbeit kam lief ich durch die Stadt mit leckerem Zwetschgenkuchen durch die Stadt. Den Kuchen hatte von Chefin des Bioladens erhalten, in welchem ich arbeite,als kleine Aufmerksamkeit bekommen. Glücklich lief ich damit durch die Stadt. Dann kam ein Mensch ohne zu Hause zu mir und wollte mir seine Zeitschrift verkaufen. Als er lächelte zeigte er mir sein lückenvolles Lächeln. Da ich ein minimalist bin in Sachen Shopping lehnte ich ab. Der Mann ging weiter. Nach ein paar Sekunden drehte ich mich um und rief dem Mann hinterher, ob er Hunger habe. Wir liefen aufeinander zu und ich schenkte ihm den Kuchen. Ein kleiner Gruß und wir gingen wieder unserer Wege. Obwohl ich den leckeren Kuchen nicht Essen konnte, ging ich beschwingter durchs Leben. Den wer gibt, der bekommt auch immer wieder etwas zurück. Auch wenn man selber nicht viel hat, kann man immer jemanden eine kleine Freude machen. Du willst auch eine Geschichte erzählen oder eine gute Nachricht loswerden? Hier lang!

+++ Eilmeldung +++ Die Welt ist besser, als ihr Ruf

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Bildquelle: Kerstin Müller, Downloaden, Ausdrucken, Aufhängen, Weiterschicken ist ausdrücklich erlaubt :-)

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Ui ui ui, es ist ziemlich lange her, dass hier etwas passiert ist. Mai, Juni, nun ist es Juli und an der Zeit, diesem Blog mal wieder etwas „Leben“ einzuhauchen. Seit Januar 2008 habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, gute Nachrichten zu sammeln. Ich bin ehrlich, als ich an den Start ging, dachte ich: Es gibt doch 1000 gute Nachrichten, die man bringen könnte. Und nach fünfeinhalb Jahren habe ich, mit Hilfe vieler anderer „Reporter positiver Nachrichten“ noch nicht einmal die Hälfte gefunden. Aber das macht nichts. Es scheint mir eher ein Zeugnis der gesellschaftlichen Lage zu sein, dass wir so wenige gute Nachrichten bewusst sehen, hören, lesen oder auch einfach persönlich wahrnehmen.

Wann immer ich beispielsweise auf Spiegel Online schaue, lese ich die Worte „Krieg“, „Krise“, „Terror“, „Gefahr“, „Affäre“, „Wut“, „Kampf“ – manchmal jeden Tag, manchmal in den Überschriften der ersten 5 Nachrichten hintereinander weg. Uff. Das tut weh. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Die Sprachwahl tut weh – weil sie rein negativ behaftet ist, die Themensortierung tut weh, da sie suggeriert, dass die wichtigsten Dinge alle schlecht sind und es tut irgendwie auch ganz persönlich weh, weil ein Bild entsteht von einer Welt, in der man/frau – nein, ich bleibe persönlich, in der ICH – so auch gar nicht leben möchte, weil ich gerne ein Veto einlegen will: Die Welt ist doch gar nicht so, wie sie mir die Medien jeden Tag präsentieren! Genau genommen betreiben die Massenmedien eine schludrige, einseitige und darüber hinaus schlichtweg miserable Imagearbeit für unsere Welt…

Meine Augen und Ohren sehen und lesen nicht nur Krieg, Terror, Kampf und Wut. Meine Augen sehen ganz oft schöne Dinge. Dinge, die für mich persönlich von viel größerer Bedeutung sind, als eine Situation in einem Land oder in einem Themengebiet, auf das ich sowieso keinen Einfluss habe. Das hat nichts mit „Schönfärberei“ oder „Gleichgültigkeit“ zu tun, diesen Vorwurf höre ich sehr häufig, das ist einfach eine menschliche Wahrnehmung, die dadurch gestärkt wird, dass ich mich intuitiv doch viel lieber mit Dingen beschäftige, die in meinem Umfeld passieren, auf die ich einen Einfluss habe und auf die ich nicht mit Ohnmacht reagiere.

Stellt euch mal folgendes vor: Ein Wesen von einem anderen Planeten betritt unsere Erde. Es möchte wissen, wie die Menschen bei uns leben, wie sie sprechen, wie sie miteinander umgehen, wofür sie einstehen, was ihnen Freude macht und worüber sie traurig sind, was sie Gutes tun und wo es hapert. Das Wesen guckt sich um, und fragt zunächst einen ganz normalen Bürger. Und dann schaut es Nachrichten.

Was würde ein Mensch diesem Wesen wohl über unseren Planeten erzählen? Vielleicht so etwas: „Die Menschen auf unserem Planeten leben in Hütten oder Häusern, Iglus oder unter freiem Himmel. Sie haben viel Platz für sich alleine oder teilen sich mit 80 Leuten ein Gebäude. Die Menschen bei uns sprechen verschiedene Sprachen, aber sie verstehen sich zur Not auch mit Händen und Füßen. Im Großen und Ganzen sind die Menschen friedlich zueinander und lieben es, in einer Gemeinschaft zu sein. Einige fühlen sich wegen bestimmten Dingen benachteiligt und greifen andere Gemeinschaften an. Das ist aber zum Glück nur ein kleiner Teil der Menschen. Viele Menschen stehen für Frieden, Gleichheit und Gleichberechtigung ein, im Grunde lieben sie ihre Freunde und Familie. Sicherheit und Gesundheit ist ihnen besonders wichtig, Angst macht ihnen der Verlust von Wohlstand und die Gefahr von Krieg. Die meisten Menschen auf unserem Planeten sind sehr solidarisch, helfen Schwächeren und führen ein friedliches, ruhiges Leben. Die meisten engagieren sich in Vereinen und spenden etwas, wenn es anderen nicht so gut geht. Woran es noch hapert sind Ideen und Konzepte, wie sie mit gesellschaftlichen Ungleichheiten, dem schnellen Wandel und technischen Fortschritten umgehen können, aber im Grunde ist dieser Planet ein echtes Paradies mit unglaublich viel Natur, Tieren, Wasser, Erde und Freiheit.“ 

Als nächstes schaut das Wesen vom fremden Planeten in die Presse. Es schaut Spiegel Online, Tagesschau und das RTL Nachtjournal und ist danach ziemlich entsetzt. Ich stelle mir vor, wie es dem Menschen, der ihm so viele Sachen erzählt hat, antwortet: „Überall auf eurer Welt schießen sie mit Panzern, überall ist Terror, überall gibt es Probleme mit dem Geld und überall haben die Menschen Affären und Probleme.“ Lotto und das Spiel 77 hat das Wesen überhaupt nicht verstanden und warum Sport und Wetter so wichtig sind,  leuchtet ihm auch nicht ein.

Ich habe keine Ahnung, was das Wesen vom fremden Planeten abschließend denken würde und welches Fazit es schließt – aber ich wage zu bezweifeln, dass es nach den Medienberichten Lust hätte, hier zu bleiben. „Ein Planet voller Gefahren und Ängste.“ Ja, du fremdes Wesen, so erzählt es uns zumindest den ganzen Tag die Presse – und deren Meinung ist doch richtig…

Hoppla. Ich wollte gar nicht so weit ausholen. Zeit für ein Fazit. Wofür ich mit diesem Blog gerne weiterhin einstehen möchte, ist die Sensibilisierung für die Freiheit von uns allen, die Dinge, die auf unserer Welt passieren, selbst zu reflektieren und neben der subjektiven Auswahl von Nachrichtenagenturen und Redaktionen auch selbst als Reporter durch unsere eigene Welt zu gehen.

Ich schließe mit einem kleinen Beispiel grade vom heutigen Tag. Als ich heute morgen überlegte, wo ich ein Kleid für eine bevorstehende Hochzeit shoppen möchte, musste ich mich entscheiden zwischen dem Kurfürstendamm in Charlottenburg und dem Eastgate Center in Berlin-Hellersdorf. Hellersdorf, darüber habe ich heute morgen noch in der Berliner Zeitung gelesen, dass da so viele Nazis sind, die gegen ein Flüchtlingsheim sind. Hellersdorf – da sind die vielen Platten und irgendwie noch ein Hauch von DDR. Aber Hellersdorf ist näher als Charlottenburg, also fahre ich dahin. Im Esprit-Store, und dafür mache ich nun gerne Werbung, wurde ich von einem unfassbar netten Verkäufer so persönlich bedient, dass ich mir ein Kleid gekauft habe, das ich mir nie zugetraut hätte. Er hat mir zugehört, mich ermutigt und mich ernstgenommen. Er hat seinen Job mit Leidenschaft gemacht. Danach, bei Peek & Cloppenburg, auch diesen Namen möchte ich nennen, hat mir eine Verkäuferin voller Ruhe und Aufrichtigkeit bei der Suche nach einem weiteren, zu mir und meiner Person passenden, Kleidungsstück geholfen. Zum Schluss, bei Tamaris, wollte eine Verkäuferin wissen, warum ich am Fuß eine Schiene trage und wir sind, trotz vollem Laden, sehr nett ins Gespräch gekommen. In jedem Laden gab es lächelnde und vor allem freundliche Menschen. So freundliche Menschen, wie ich sie schon lange nicht mehr in Berlin erlebt habe.

Und da schließt sich der Kreis. In dem Radius meiner eigenen Wirksamkeit habe ich heute ausschließlich positive Dinge erlebt: Ich habe einem Obdachlosen etwas gutes getan und ihm eine Zeitung ab-gekauft. Die 3 Verkäufer im Eastgate haben mein Selbstwertgefühl gesteigert und mir wunderschöne Kleidung ver-kauft. Einer Freundin habe ich was Gutes getan und ihr Fahrradtaschen aus-geliehen. Und gleich leiht mir mein Trommellehrer seine Trommel, damit ich darauf üben kann.

Wenn Ihr mich fragt: DAS ist das Leben und das hält, neben den schlimmen Dingen, die definitiv passieren, aber eben in der Tat auch 1000 ganz persönliche gute Nachrichten bereit. Wir müssen sie nur selbst sehen und hören, lesen und riechen, wahrnehmen und genießen.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Reporter-sein der eigenen guten Nachrichten und wer Lust hat, hier mitzumachen, der ist Herzlich Willkommen. Danke auch an alle, die dieses Projekt schon unterstützen und hier mitmachen!

Kerstin*

Die Zeit-Schenker: Krankenhaus Clowns

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Kerstin ist davon begeistert:

Seit einiger Zeit engagiere ich mich ehrenamtlich als Familienbegleiterin für ein Ambulantes Kinderhospiz in Berlin – das Berliner Herz. In den vergangenen 4 Wochen habe ich eine junge Frau mit ihrem Sohn – beide sind unheilbar krank – im Virchow-Klinikum Berlin besucht. Jedes Mal hatte ich Glück. Denn es war immer Dienstag. Und Dienstag kommen auf die Mukoviszidose-Station die „Roten Nasen“. Was ich vorher nur aus dem Fernsehen kannte, war auf einmal begreifbar für mich. Und es hat mich sehr berührt.

Zwei Menschen, die sich verkleiden, die ihr Herz öffnen, die über 3 Meter Entfernung spüren, wo der Schuh drückt, die lachen und zum Lachen bringen, sie singen und zum Singen bringen. Diese Clowns versprühen Momente der Sorgenfreiheit. Etwas, was auf diesen Stationen sonst nicht existiert. Die Tage sind bestimmt von Visiten, Untersuchungen, Tests und Gesprächen. Zeit zum Entspannen fehlt an allen Ecken und Kanten. Die Clowns bringen Zeit mit und halten die Uhr für einige Stunden an. Ich finde das wahnsinnig toll, dass es mittlerweile so viele Clowns gibt, die die Bühne gegen das Krankenhaus tauschen und da Freude verbreiten, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Auf den Stationen, auf denen es leider um Leben und Tod geht.

Heute ist wieder Dienstag. Meine Familie ist aus dem Krankenhaus raus und ich werde sie zu Hause besuchen. Aber ich weiß, dass heute zwei Clowns wieder ganz vielen Kinder und Eltern für ein paar Stunden die Sorgen nehmen und Freude bringen.Über den Cown Filou, dem ich im Virchow-Klinikum begegnet bin, habe ich einen wunderschönen 5-minütigen ZDF Beitrag gefunden. Zu finden in der ZDF Mediathek!

Linktipp: Rote Nasen
Linktipp: Clownsprechstunde
Linktipp: Reinhard Horstkotte alias Clown Filou
ZDF Beitrag über den Clown Filou

YOU … ARE … GREAT ! ! !

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Kerstin leitet weiter:

Ich danke Neu-Reporterin Gaga für einen Videotipp der ganz besonderen Art. Liebe Leute, nutzt die Mittagspause, die Frühstückspause, das Abendbrot oder den Feierabend und nehmt euch 15 Minuten Zeit, die euer Herz erwärmen. Der Film „Validation“ ist mit der schönste Kurzfilm, den ich je gesehen habe. Ein junger Mann der nur eine Passion hat: Die Menschen zum Lächeln zu bringen. Wow! Um es in den Worten des Filmprotagonisten zu sagen: It´s amazing!

Und, wie gefällt er euch??