Jugendliche retten voll erwachsenen Mann aus Gleisbett

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In München fiel ein betrunkener 61jähriger auf ein U-Bahn Gleis.  Er wurde von zwei Schülern im Alter von 15 Jahren von den Schienen gezerrt:

„Wie die Polizei mitteilte, sprangen sie sofort ins Gleisbett, um den 61-Jährigen auf den Bahnsteig zurück zu holen.“ (Quelle: http://sz.de/1.1907054)

Der beherzte Einsatz der Schüler (einer der Jugendlichen soll „südländisch“ aussehen) rettete dem stark alkoholisierten Mann das Leben. Er kam mit einer Platzwunde davon.

Dieser Vorfall stimmt nachdenklich.

Soll eine Neuregelung es Alkoholverkaufs an über 60jährige Männer diskutiert werden? Mit dieser Gruppe (Ü60 Männer) soll es im Verlauf der letzten Jahrhunderte vermehrt Probleme gegeben haben. Auch in ländlichen Gebieten ist das Phänomen der Erwachsenentrunkenheit mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Wirtin Kornelia F. berichtet: „Nicht selten kommt es zu sexistischen oder rassistischen Äußerungen in der Gruppe der alkoholisierten Erwachsenen. Doch die Polizei schaut weg, wenn sie einen Schnurrbart sieht. Diskussionen helfen oft nicht mehr. Der Vorfall in München sollte uns allen eine Warnung sein. Vielleicht sollte man über eine Begrenzung des Alkoholausschanks für die Ü60er nachdenken.“

Auch zu ihrem eigenen Schutz, wie München zeigt. Gott sei Dank waren Jugendliche in der Nähe, die rechtzeitig eingreifen konnten!

Foto: http://www.flickr.com/photos/ingolfbln/

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Du schaffst das! Denn DU hast ein Talent!

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Kerstin findet diese Nachricht:

Vor ein paar Tagen bin ich in der ARD Mediathek über eine Doku gestossen, die mich tief berührt, persönlich angesprochen und positiv inspiriert hat, darüber hier zu schreiben und selbst aktiv zu werden…

In „Du schaffst das!“ geht es um einen Talentscout an einer Gelsenkirchener Hochschule, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, schon vor dem Abitur an den Schulen in der Region auf die Suche nach begabten Schülerinnen und Schülern zu gehen, die Talent haben – es selbst aber vielleicht gar nicht wissen bzw. von ihren Familien nicht unterstützt werden.  Die Doku porträtiert 3 Gymnasiasten aus „Arbeiterfamilien“, die es trotz einer großen Begabung schwer haben, einen Weg an eine Uni zu finden, weil ihre Eltern keine Ahnung von Bafög, Bewerbungsfristen und Stipendien haben. Genau hier setzt der Talentscout an. Die Doku verfolgt ein Jahr lang den Weg der 3 Abiturienten und gibt sehr persönliche Einblicke in die Gedanken, Hoffnungen und Sorgen der „Arbeiterkinder“ und porträtiert die intensive Zusammenarbeit des Talentförderers mit den Jugendlichen.

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/17375014_die-story-im-ersten-du-schaffst-das-

Ich habe diese Doku gesehen und das erste, was ich gedacht habe, war: WOW! Es gibt so viele fantastische junge Menschen, die einfach nur einen Wegbegleiter brauchen, der sie in ihren beruflichen Ideen und Begabungen ernst nimmt und da Hilfe anbietet, wo es die eigene Familie nicht leisten kann. Das Ergebnis von so einer eigentlich einfach zu leistenden kleinen Unterstützung ist ein so großer Erfolg: Viele Jugendlichen spüren ihre Begabungen und schlagen Wege ein, die sie sonst nicht verfolgt hätten!

Gleich im Anschluss an die Doku habe ich nach „Talentförderung“ und „Arbeiterkinder“ gegoogelt und bin dabei auf die Initiative „Arbeiterkind.de“ gestossen. Ich habe mich dort gemeldet und mache nun in Berlin als Mentorin mit. Kein großer Aufwand – aber eine wichtige Hilfe für den einen oder die andere.Ich komme selbst aus einer Arbeiterfamilie und bin froh, dass ich den Weg an eine Universität gefunden habe.  Zeit also, etwas von den Erfahrungen weiterzugeben.

Wer auch Mentor werden möchte: www.arbeiterkind.de

Hier geht zu der Doku in der ARD Mediathek

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Petra findet die Nachricht:

Kurz vor Weihnachten bin ich in einem Zeitschriftenladen im Hamburger Levantehaus zum ersten Mal auf einen Kartenständer von FairMail gestoßen. Ich hatte schon fast meine gesamte Weihnachtspost verschickt, aber sofort war mir klar, dass alle noch offenen Adressen die stimmungsvollen Fotos der Jugendlichen aus Peru und Indien bekommen. Ihre Bilder haben mich beeindruckt, aber fast noch schöner fand ich den Hinweis auf der Rückseite, welcher Junge oder welches Mädchen das jeweilige Foto geschossen hat und dass 50 Prozent vom Gewinn direkt in seine/ihre Hände fließen.

Hier ein Video zu dem Projekt:

Linktipp: Fairmail

Linktipp: Ausführlicher Bericht von Petra zu dem Projekt

200.000 Schüler jobben für Afrika

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Kerstin findet die Nachricht:

Etwa 200.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland haben am Dienstag einen Tag lang zugunsten von Gleichaltrigen in Afrika gejobbt, statt in die Schule zu gehen. Mit den erwarteten Erlösen in Höhe von 1,2 Millionen Euro sollen Bildungsprojekte in den fünf afrikanischen Staaten Angola, Burundi, Ruanda, Südafrika und dem Sudan unterstützt werden, sagte Nora Weisbrod, geschäftsführende Vorsitzende des Hilfsvereins «Aktion Tagwerk» .

«Jede Schule konnte von der 1. bis zur 13. Klasse teilnehmen», sagte Weisbrod. Die Schüler hätten auf ganz unterschiedliche Art Geld zugunsten von afrikanischen Kindern verdient. Manche hätten Hilfsarbeiten in Büros geleistet oder Hausmeister unterstützt, an der Schule Benefiz-Flohmärkte organisiert oder in Lebensmittelläden ausgeholfen. In Frankfurt habe ein Musik-Leistungskurs für Passanten gesungen. «Da sind junge Leute am Werk, die sich ganz viel Mühe geben», sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), der die Schirmherrschaft für die Kampagne übernahm.

Allein in Rheinland-Pfalz, wo der Aktionstag im Jahr 2003 erstmals stattfand, beteiligten sich 48.000 Schüler. Der von Kindern und Jugendlichen aus der gesamten Bundesrepublik gespendete Tagesverdienst fließt an die Mainzer Hilfsorganisation «Human Help Network», die sich mit einer Vielzahl von Projekten in Afrika engagiert. So werden mit dem Geld Schulen gebaut, außerdem werden die Ausbildungskosten bedürftiger Schüler übernommen oder Schuluniformen von Kindern finanziert.

Ein großer Teil der Summe geht an Hilfsprojekte in Ruanda, das seit über 25 Jahren durch eine offizielle Partnerschaft mit Rheinland-Pfalz verbunden ist. Insbesondere Kinderfamilien, in denen Geschwister ohne Eltern aufwachsen müssen, würden von der Hilfe profitieren, sagte Weisbrod.

www.aktion-tagwerk.de

Jugendliches Engagement in Japan

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Jens findet die Nachricht:

Insgesamt 2.276.167 Jugendliche unterzeichneten eine Petition und sprachen sich für die Verabschiedung eines Atomwaffensperrvertrages aus, der die Abschaffung von Atomwaffen jeglicher Art vorsieht.

Am 11. Mai wurde diese Petition Botschafter Leslie B. Gatan, dem Berater des Vorsitzenden des UN-Treffens zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages (Non-Proliferation Treaty – NPT), und Sergio Duarte, dem UN-Hochkommissar für Abrüstungsfragen, im Kulturzentrum New York der buddhistischen Glaubensgemeinschaft SGI-USA vorgelegt.

Die Unterschriften wurden von Januar bis März 2010 unter jugendlichen Mitgliedern der Soka Gakkai in Japan gesammelt. Kenji Shiratsuchi, der Leiter des jugendlichen Friedenskomitees, präsentierte die Unterschriften und erklärte dabei Folgendes: ´Jede einzelne dieser Unterschriften verkörpert die Verpflichtung und das Engagement eines jungen Menschen. Wir bitten Sie mit Nachdruck darum, so schnell wie möglich einen Atomwaffensperrvertrag auszuarbeiten.´

In einer Mitteilung erklärte SGI-Präsident Daisaku Ikeda, dass die gesammelten Unterschriften die Grundlage für einen wertvollen Dialog zum Thema Frieden bilden würden und dass sie ausserdem symbolisch für die immense Kraft stünden, die oftmals von ganz normalen Menschen mobilisiert wird.

Botschafter Duarte brachte seine Wertschätzung für die massive Unterstützung von SGI für den ersten Teilbereich des Fünf-Punkte-Plans zur Abschaffung von Atomwaffen – nämlich Verhandlungen über einen Atomwaffensperrvertrag – von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum Ausdruck. Ausserdem erklärte er: ´Die umfassende Unterstützung aus der Zivilbevölkerung ist die wichtigste Grundlage für zukünftige Abrüstungsinitiativen.´

Die Ergebnisse einer von SGI in sechs verschiedenen Ländern durchgeführten Umfrage, in der 67 % der befragten Jugendlichen angaben, den Gebrauch von Atomwaffen ungeachtet der jeweiligen Umstände für absolut inakzeptabel zu halten, wurden der UN ebenfalls vorgelegt.

Mit 12 Millionen Mitgliedern aus 192 Ländern und Regionen der Welt ist die Soka Gakkai International eine der grossen buddhistischen Religionsgemeinschaften. Sie setzt sich seit 50 Jahren erfolgreich für die Abschaffung von Atomwaffen ein. Im Jahr 2007 rief die SGI die ´People´s Decade for Nuclear Abolition´ (Jahrzehnt der Menschen für die Abschaffung von Atomwaffen) aus.

Für mich war es interessant von einer solchen Aktion aus Japan zu erfahren. Der Jugend wird ja allgemien Oberflächlichkeit nachgesagt. Umso wertvoller ist die Aussage der über 2 Mio. Jugendlichen. Der Ruf nach einer Atomwaffenfreien Welt wird lauter.

Linktipp: http://www.sgi.org/

Bildquelle: Pixelio.de