Alter schützt vor Rebellion…zum Glück nicht!

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Kerstin findet die Nachricht:

Heute morgen musste ich sehr schmunzeln, als ich auf Seite 3 der Berliner Zeitung einen herrlichen Artikel über Hausbesetzer in Berlin-Pankow gelesen habe. Es ging nicht um junge Links-Alternative, die in Graffiti besprühten Häusern ihre Szene aufbauen, nein, es ging um eine Gruppe Rentner, die eine schnieke Villa besetzen. In der ist nämlich ihr Seniorenclub. Und der  soll samt Villa geschlossen werden, da der Bezirk die Sanierungskosten nicht tragen kann. Das lassen sich die rüstigen Rentner nicht gefallen und so sind sie in die Villa eingezogen und harren der Dinge.

Ich finde diese Aktion sehr sehr sehr sehr sehr seeeeehr positiv, da sie mir mal wieder 3 Sachen vor Augen führt. Erstens: Älter sein, heisst nicht gleich Pflegeheim. Auch, und besonders im Alter, suchen wir Gemeinschaft und Hobbys. Zweitens: Protest hat schon so manchen Beschluss ins Wanken gebracht, daher lohnt es sich immer, es auszuprobieren. Und Drittens: Von den Älteren können wir Jüngeren diesbezüglich ne ganze Menge lernen – ganz besonders: Man darf sich einfach nicht alles gefallen lassen !

Hier ein kleiner YoutTube-Beitrag von NTV über die Senioren. Und hier geht’s zum Artikel in der Berliner Zeitung.

Ich drücke den Rentnern aus Pankow auf jeden Fall ganz doll die Daumen, dass sie in der Villa bleiben dürfen, und das der Bezirk auch mal Gelder locker macht für diejenigen, die ihren Dienst an der Solidargemeinschaft schon erfüllt haben…

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Erinnerung an Helden des Alltags: Anne Frank als Wachsfigur

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Nicole findet die Nachricht:

Quelle: Madame Tussauds BerlinSeit Freitag gibt es im „Madame Tussauds“ in Berlin eine Wachsfigur der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordeten Anne Frank. Besucher können ab jetzt also nicht nur Eindrücke vom Leben prominenter Menschen erlangen, sondern auch in das nachgeformte „Gesicht“ einer Heldin des Alltags blicken. Die ersten Diskussionen um Würde und Nicht-Würde dieser Aktion gab es natürlich prompt im verkopften Deutschland. Ich persönlich finde das gut, da vor allem auch Jugendliche, die wild auf Promis sind, mit Teilen der Geschichten – und geschichtlich wirklich bedeutenden Menschen – vertraut gemacht werden, die sie ganz anders berühren und erinnern lassen, als es Prominente tun können. Schöne Aktion und Lob an Madame Tussauds in Berlin!

Links zur Debatte: Berliner Morgenpost

Links zur Debatte: B.Z.

Was haltet Ihr davon?

Gute Nachrichten TV (5): Wie zwei KiezGestalten ihren Kiez gestalten…

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Kerstin berichtet:

Nach einem Jahr Pause bei Gute Nachrichten TV haben Kamermann Stefan und ich die positive Fahrt wieder aufgenommen und  uns nach positiven Themen umgeschaut. Gestoßen sind wir auf das Projekt „Rettet die Knorrpromenade“ und den Verein KiezGestalten e.V. Zwei Berliner wollen eine historische Strasse in Berlin vor ihrem Verfall retten und geben all Ihr Herzblut und Engagement um ihren Kiez wieder „aufzupäppeln“.

Mich hat dieses Projekt so angesprochen, weil es von Berlin aus auf alle anderen Städte und Viertel übertragbar ist: Wenn Menschen sich zusammentun und gemeinsam an einer Sache arbeiten – ist so viel möglich. Und wenn wir wieder Lust auf Nachbarschaft, Gemeinschaft, Stadtgeschichte und Kiezkultur haben – dann reicht es manchmal eben nicht aus, Steuern zu zahlen – da ist jeder und jede von uns gefragt, sich mit einzubringen. Tolles Projekt und bitte: Mithelfen!

Linktipp: www.knorrpromenade.de

Gute Nachrichten TV (4): Was ist dein größter Lebenstraum?

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Diese Woche bei Gute Nachrichten TV:

„Was ist dein größter Lebenstraum?“ – diese Frage haben wir rund 50 Menschen vor dem Reichstag in Berlin gestellt. Die Antworten sind so abwechslungsreich und international wie das Leben – und sie machen Spaß. Danke allen, die uns geantwortet haben. Zeit, einfach mal über die eigenen Lebensträume nachzudenken…

Darum nun die Frage an euch da draußen – an euch alle:

Was ist euer größter Lebenstraum ???

Die Zeit-Schenker: Krankenhaus Clowns

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Kerstin ist davon begeistert:

Seit einiger Zeit engagiere ich mich ehrenamtlich als Familienbegleiterin für ein Ambulantes Kinderhospiz in Berlin – das Berliner Herz. In den vergangenen 4 Wochen habe ich eine junge Frau mit ihrem Sohn – beide sind unheilbar krank – im Virchow-Klinikum Berlin besucht. Jedes Mal hatte ich Glück. Denn es war immer Dienstag. Und Dienstag kommen auf die Mukoviszidose-Station die „Roten Nasen“. Was ich vorher nur aus dem Fernsehen kannte, war auf einmal begreifbar für mich. Und es hat mich sehr berührt.

Zwei Menschen, die sich verkleiden, die ihr Herz öffnen, die über 3 Meter Entfernung spüren, wo der Schuh drückt, die lachen und zum Lachen bringen, sie singen und zum Singen bringen. Diese Clowns versprühen Momente der Sorgenfreiheit. Etwas, was auf diesen Stationen sonst nicht existiert. Die Tage sind bestimmt von Visiten, Untersuchungen, Tests und Gesprächen. Zeit zum Entspannen fehlt an allen Ecken und Kanten. Die Clowns bringen Zeit mit und halten die Uhr für einige Stunden an. Ich finde das wahnsinnig toll, dass es mittlerweile so viele Clowns gibt, die die Bühne gegen das Krankenhaus tauschen und da Freude verbreiten, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Auf den Stationen, auf denen es leider um Leben und Tod geht.

Heute ist wieder Dienstag. Meine Familie ist aus dem Krankenhaus raus und ich werde sie zu Hause besuchen. Aber ich weiß, dass heute zwei Clowns wieder ganz vielen Kinder und Eltern für ein paar Stunden die Sorgen nehmen und Freude bringen.Über den Cown Filou, dem ich im Virchow-Klinikum begegnet bin, habe ich einen wunderschönen 5-minütigen ZDF Beitrag gefunden. Zu finden in der ZDF Mediathek!

Linktipp: Rote Nasen
Linktipp: Clownsprechstunde
Linktipp: Reinhard Horstkotte alias Clown Filou
ZDF Beitrag über den Clown Filou