Anstehen im Supermarkt… ein Ort der Begegnung

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Danke Axel für das Zuschicken dieser kleinen positiven Geschichte…

Ein alter Mann stand in einer Schlange des Informationsschalters eines Großsupermarktes. Sein Auto sprang nicht mehr an und er benötigte die Telefonnummer seiner Werkstatt.

Bildquelle: Joujou  / pixelio.de

Bildquelle: Joujou / pixelio.de

Als er schließlich an der Reihe war, knallte ihm die Angestellte wortlos ein Telefonbuch vor die Nase. Wer Telefonbücher kennt, weiß, wie klein das Schriftbild darin gehalten ist, um alle „Mitmenschen“ des Großraums Koblenz dort unterzubringen. Ich bemerkte sofort, dass der betagte Herr große Probleme hatte, überhaupt irgendeine Nummer zu finden. Also verließ ich „meinen Platz“ in der Schlange, um ihm zu helfen. In kurzer Zeit war die Nummer gefunden und ich konnte sogar einen Kontakt herstellen, sodass im Verlauf der alte Herr und sein Auto abgeschleppt werden konnte.

Jetzt wollte ich noch schnell meine DVD´s am Schalter abholen. Die Dame hinter mir bestand aber auf die Reihenfolge und verwies mich wieder auf meinen Platz ganz hinten in der Reihe, wo ich vor der Hilfsaktion mit dem älteren Herren stand. Da ich nicht auf den Mund gefallen bin, sagte ich schnell: „Ach ja! Der Herr hier hat vergessen, seine Filme abzuholen. Die Autopanne kam ja dazwischen…“ Ich bekam meine Filme und drehte mich grinsend um.

Beim Weggehen sagte ich zu „Frau Ich-bin-an-der-Reihe“, dass Sie hoffen sollte, nie alt zu werden, da es kaum noch aufmerksame Menschen gäbe, die Senioren zur Hand gingen. Vielleicht konnte ich ihr ja für einen kurzen Moment doch ein Vorbild sein…

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Einmal um die Welt, bitte!

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Kerstin findet über Dirk diese gute Nachricht:

Herrlich – bei einem Abendessen mit Freunden habe ich die Geschichte von Berlins bekanntester Ex-Rennfahrerin Heidi Hetzer kennengelernt…

Bildschirmfoto 2014-08-17 um 21.54.09Die mittlerweile 77-Jährige hat zwei ihrer Autohäuser verkauft und sich letzten Monat in einem Oldtimer auf eine 2-jährige Reise um die Welt gemacht. Ich finde das großartig. Auf ihrem Blog nimmt sie einen mit auf diese Reise, schreibt, meldet sich zu Wort, lädt einen irgendwie ein, virtuell mitfahren. Natürlich ist diese ganze Reise durchgeplant, wird von Sponsoren und Medien begleitet – aber ich musste trotzdem sehr schmunzeln. Ich finde es super, dass Heidi Hetzer sich diesen Traum zutraut, ihn lebt und damit bestimmt ganz vielen Menschen Mut macht, einfach auch mal Dinge zu tun, die noch so verrückt scheinen – sie sind es, die das Leben letztlich ausmachen. Und ich nehme mir gerne eine Beispiel dran. Wie heisst es so schön: Willst du normal sein oder glücklich? 🙂

Gute Reise, Heidi Hetzer! Ich hab den Blog abonniert und freu mich einmal gefühlt im Oldi um die Welt zu tuckern 🙂

Heidis Blog: http://heidi-um-die-welt.com

Geige, Flöte, Bass – das erste Strassen-Symphonie-Orchester Zentralafrikas

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Kerstin findet diese gute Nachricht:

Es gibt sie noch, die kleinen Perlen im deutschen Fernsehen, die sich abheben von allem Mainstream, die Geschichten hinter den Geschichten erzählen und die uns Einblicke in Leben und Gesellschaften gewähren, die uns sonst verborgen blieben. Gestern Abend lief so eine Perle auf Phoenix: Die Dokumentation „Kinshasa Symphony“.

Eine simple und anrührende Geschichte: Kongo in Zentralafrika. Ein Land im Dauer-Ausnahmezustand zwischen Diktatur, Armut, Ausbeute. Und mittendrin Armand Diangienda – früher Pilot, seit 15 Jahren Orchester-Dirigent. Er hatte den Traum, europäische Musik in sein Land und Kultur in die Slums zu bringen. Entstanden ist Zentralafrikas einziges Symphonieorchester mit Elektrikern, die Posaune spielen, Verkäuferinnen, die sich Querflöte beigebracht haben und Friseure, die Pauke spielen. Die Doku „Kinshasa Symphony“ nimmt einen mit zu diesen Menschen, stellt sie uns vor und bietet uns Geschichten, die auf der anderen Seite des Lebens passieren – so wahnsinnig weit weg von uns und doch mittendrin in diesem gleichen Leben, das wir alle hier tausende Kilometer entfernt auf dem gleichen Planeten führen. Hier eine kleine Zusammenfassung der Doku:

Diese Doku hat mich sehr berührt, weil sie wieder einmal zeigt, wie viele Menschen so viel erreichen, weil sie einer Vision folgen. Einer Vision von einer Welt, in der sie selbst gerne leben möchte und für die sie bereit sind, Hebel in Bewegung zu setzen und Mut zu machen. Leider läuft diese Doku wohl so schnell nicht noch mal im Fernsehen – aber ich empfehle Kinshasa Symphony zu googlen, die DVD zu leihen oder zu kaufen. Es ist definitiv eine dieser 1000 guten Nachrichten, die es eben gibt – die man uns nur leider immer erst kurz vor Mitternacht im Nebensender erzählt. Danke den Filmemachern für diese Liebeserklärung ans Leben.

Webseite zum Film: http://www.kinshasa-symphony.com

Hilflose Touris? Einfach mal nett sein. Wirkt nach und steckt an…

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Kerstin möchte gerne das mal erzählen:

Es ist ein Jahr her, dass ich im Urlaub in San Francisco festgestellt habe: Die Menschen da sind unfassbar freundlich. Egal, wo ich stand und fragend durch die Luft guckte – immer kam jemand zu mir und bot mir seine Hilfe an. Völlig verzückt davon, kam ich zurück nach Berlin, beobachtete das deutsche Verhalten, war völlig fassungslos darüber, wie uninteressiert wir mit den Besuchern unserer Stadt umgehen und beschloss für mich: DAS, was mir selbst so gut gefallen hat, möchte ich gerne weitergeben. Und das macht richtig Spaß.

airport-384562_640-2Es ist egal, ob ich an der U-Bahn Station bin, auf einen Bus warte, über eine Straße laufe oder am Flughafen einchecke – in Metropolen wie Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf oder Stuttgart tummeln sich Touristen aus der ganzen Welt, die am Anfang ihrer Reise schlichtweg oft überfordert sind oder nicht wissen, was sie tun sollen.  Dann stehen sie da – vor einem Fahrscheinautomat, an einer Bahnsteigkante, vor einem Busplan oder mitten auf einer Kreuzung und wissen nicht, wie und wo sie hinsollen. Seit meinem USA-Urlaub habe ich mir angewöhnt, einfach stehenzubleiben, wenn ich diese Situation sehe. Ich warte nicht, ich gehe einfach auf die Leute zu und spreche sie direkt an „Ihr seht aus, als wenn Ihr Hilfe braucht“ – wahlweise auf Englisch – „You need some help?“. Und jedes Mal – wirklich jedes Mal – schauen die Leute verdutzt von ihrem Stadtplan oder Smartphone hoch, halten kurz inne und erzählen dann, wo sie hinwollen, was sie überlegen, worüber sie sich unklar sind oder was ihr Problem ist. Fast immer kann mal als „Einheimischer“ helfen und das dauert mal 30 Sekunden, mal eine Minute, wenn man in ein kurzes Gespräch kommt, auch mal 2-3 Minuten. Liegt ja an einem selbst. Das Gefühl ist aber immer das gleiche: Alle sind freundlich, dankbar und freuen sich, neben all den Reiseführern, Apps und Zetteln mal schnell und offline Hilfe bekommen zu haben.

Warum ist das für mich eine gute Nachricht?

Weil es mir jedes Mal zeigt, dass es die verdammt kleinen und selbstverständlichen Gesten sind, die unser Miteinander menschlich machen und die echt jederv on uns selbst leben kann. Was einen selbst freut, kann man auch selbst geben und es hinterlässt ein wohliges Gefühl von „das tut mir nicht weh und macht auch noch ein unheimlich schönes Echo“. 

Darum: „Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“

Motivierende Chefin verhilft Angestellten zu 32.000 Euro

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Jana findet diese gute Nachricht:

Heute in der Ostseezeitung gefunden:
Koch aus Mecklenburg-Vorpommern sahnt 32000 Euro bei „Wer wird Millionär“ ab

Der 33-jährige Koch aus der Mecklenburgischen Seenplatte hat ganz überraschend 32000 € bei Günther Jauch gewonnen. Seine Chefin hatte ihn heimlich bei der Show angemeldet. Als Gast im Studio wurde er dann für ihn ganz überraschend auf den Ratestuhl geholt und hat sich dann bis 32000 Euro durchgequizzt. Seine Chefin Barbara Karge ist es nicht das erste Mal, dass sie ihre Angestellten überrascht: eine Mitarbeiterin durfte schon mal zu Starfriseur Udo Walz, eine Küchenhilfe war bereits zu Gast bei Sat1-Frühstücksfernsehen, um sich vom Visagisten stylen zu lassen.

Für mich insgesamt eine gute Nachricht. Es ist doch schön zu sehen, dass sich eine Chefin so ins Zeug legt, um ihren Angestellten ein unvergessliches Erlebnis zu bescheren. Ich denke, da könnten sich einige Arbeitgeber sicherlich eine Scheibe von abschneiden.

Quelle: Ostseezeitung