Nazis machen lassen? Nö!

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Kerstin findet die Nachricht:

Mit einer fast drei Kilometer langen Menschenkette in der Dresdner Altstadt haben am vergangenen Samstag bis zu 15.000 Menschen an die Bombennacht vom 13. Februar 1945 und ihre Opfer erinnert. Zeitgleich verhinderten auf der anderen Elbeseite über 10.000 Menschen eine Demonstration von Rechtsextremisten im Stadtteil Neustadt.

Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) zeigte sich «überwältigt» von der Beteiligung an der Menschenkette. Dresden habe damit ein «deutliches Zeichen gegen Rechts gesetzt». Der evangelische Landesbischof Jochen Bohl würdigte die friedlichen Gedenkveranstaltungen in der Altstadt als großen Erfolg. «Wir haben dem Aufmarsch der neuen Nazis eine eindrückliche Antwort erteilt», sagte Bohl.

Vor der Frauenkirche erinnerte der frühere Bundesinnenminister Gerhard Baum (FDP) an die Bombenangriffe vor 65 Jahren, die er als Zwölfjähriger in Dresden erlebt hatte. Von der Stadt müsse «immer wieder ein Signal für Frieden und Völkerverständigung, für Demokratie und Menschenrechte in die Welt» gesendet werden, forderte der 77-Jährige. Seine Rede wurde lautstark von mutmaßlichen Linksautonomen gestört.

Im Rahmen der Gedenkveranstaltungen wurde am Sonntag der erste Dresdner Friedenspreis an den früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow verliehen. Initiiert hat den mit 25.000 Euro dotierten Preis der Verein «Friends of Dresden Germany», der damit nach eigenen Angaben Menschen auszeichnen will, die sich besonders um die Verhütung von Konflikten hervorgetan haben.

Seit Jahren nutzen Rechtsextremisten den Jahrestag der Bombardierung Dresdens für Demonstrationen. Bei den alliierten Luftangriffen zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 wurde fast das komplette historische Stadtzentrum zerstört. Aktuellen Schätzungen zufolge kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben.

An der Menschenkette am Samstag beteiligten sich auch der katholische Bischof Joachim Reinelt, Landesrabbiner Salomon Almekias-Siegl und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Begonnen hatten die Gedenkveranstaltungen mit der traditionellen Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof und mit Friedensgebeten an mehreren Stationen in der Altstadt, an denen sich rund 1.000 Menschen beteiligten. In einem ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche wurde am Abend ebenfalls der Opfer der Bombennacht gedacht. Traditionell läuteten zum Zeitpunkt des Fliegeralarms am 13. Februar 1945 um 21.45 Uhr die Dresdner Kirchenglocken.

Quelle: Social Times
Linktipp: www.dresden-nazifrei.com

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