Gemeinsam sind wir stark

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Die Bürger von Resse haben sich gestern selbst gefeiert, und das aus gutem Grund: In dem Dorf vor den Toren der Landeshauptstadt Hannover öffnete an diesem Tag wieder ein Tante-Emma-Laden mit einem Angebot im Supermarkt-Format. Doch nicht irgendeiner, sondern der Markt der Dorfbewohner – finanziert von mehr als 100 Bürgern. Jeder zahlte mindestens 3000 Euro in die eigens gegründete Genossenschaft ein. Mit dem Geld wurde genau das Haus gekauft, in dem zuvor der letzte Dorfladen aufgegeben hatte. Das Gebäude wurde renoviert und ein moderner Laden hergerichtet. Für den fand sich ein neuer Betreiber.

Ralf Würtz, Vorstand der Genossenschaft, erinnert sich, wie alles angefangen hat. In der Gaststätte hatten sie sich gemeinsam über den Verlust des Ladens geärgert: „Im Prinzip ist die Idee am Stammtisch entstanden.“

Das Modell einer Genossenschaft kommt nach Angaben des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes immer mehr in Mode, wenn Bürger gemeinsam etwas auf die Beine stellen. So wurde beispielsweise auch das Hallenbad in Nörten-Hardenberg von Bürgern gerettet, die sich zu einer Genossenschaft zusammenschlossen. Auch das Bioenergiedorf Jühnde bei Göttingen ist eine Genossenschaft, es ist das erste Dorf, das seinen Energiebedarf komplett aus regenerativen Energien herstellt.

Thorsten Bullerdiek vom Städte- und Gemeindebund in Hannover sagt: „Wir versuchen zurzeit dieses Modell der Genossenschaft weiterzuentwickeln und in den Gemeinden bekannter zu machen.“ Denn die Probleme, die der 2500-Seelen-Ort Resse in der Wedemark hatte, kennen auch viele andere Dörfer: Die Infrastruktur verschwindet mehr und mehr. „Bei uns ging das 2006 los, da hat die Ärztin angekündigt, dass sie altersbedingt aufhören wird“, erzählt Ralf Würtz. Früher hatte das Dorf einmal drei Kaufmannsläden, doch dann schloss auch die Sparkasse, und der letzte kleine Supermarkt im Ort musste ebenfalls aufgeben. „Wir haben darüber am Stammtisch diskutiert, und dann haben wir das getan, was man in einem Dorf eben tut: Wir haben einen Verein gegründet“, berichtet Würtz (…)

Mit kleinen aber sicheren und kraftvollen Schritten werden wir den Machtverhältnissen ein neues und ausgewogenes Bild und Ansehen geben. Gemeinsam, Hand in Hand, auf Augenhöhe. Jede Krise und Herausforderung bringt immer ihre leuchtenden Helden mit sich! Und das sind in den seltensten Fällen die Weißen Ritter auf den hohen Rössern, sondern die einfachen und bescheidenen Menschen wie Du und Ich. Diese Menschen weben den Stoff, aus den neue bessere Welten entstehen.

Quelle: Hamburger Abendblatt

Bildquelle: www.pixelio.de

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