Die Glücksbehörde in Bhutan

7 Kommentare

Kerstin findet die Nachricht:

bhutan

Ich habe es ja gestern angekündigt, die taz hat mir wundervolle gute Nachrichten auf den Sonntags-Tisch gelegt, die euch nicht vorenthalten möchte. Besonders inspirierend und positiv fand ich einen Bericht über eine Art „Glücksbehörde in Bhutan“. Das Land, das so groß ist wie die Schweiz und noch von einem König geführt wird, macht etwas, das für die kapitalistisch westliche Welt eigentlich unvorstellbar ist. In Bhutan soll das Bruttosozialglück benannt, errechnet und vor allen Dingen erreicht werden. Dazu wurden Tausende von Fragebögen verteilt, die auf über 150 (!) Seiten nach Indikatoren fürs Glücklich-sein und Glücklich-fühlen fragen. Wahnsinn. Um die Berge voller Fragebögen zu bewältigen, wurde nun ein Büro eingerichtet, das sich mit nicht anderem beschäftigt, als das Glück der Bhutaner Bevölkerung zu definieren. Die Ergebnisse sollen Einfluss auf künftige politische Entscheidungen treffen.

Als ich das gelesen habe, habe ich gedacht: Wahnsinn. Wie genial! Auf sowas können nur Buddhisten kommen. Wirklich. Und wisst ihr, was Glück für die Menschen in Bhutan ist? Glück ist Zeit, etwas zu Essen und Mitmenschen! Faszinierend und ein Denkanstoß für unser aller politischer Entscheidungsträger. Da bekomme ich große Lust, auszuwandern und mich bei der Glücksbehörde in Bhutan anzumelden…

Bitte lest diesen Artikel: taz.de

Bildquelle: www.pixelio.de

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7 Gedanken zu „Die Glücksbehörde in Bhutan

  1. Vielleicht gründet Buthan eine Glücksbehörde, damit alle an Glück denken und nicht an die Menschenrechtsverletzungen des Regimes? Nehme mal an, dass die politischen Gefangenen keine Fragebögen bekommen haben.
    Man darf sp positive Repräsentationen von Staaten nicht einfach unhinterfragt lassen.

  2. Na, der Demokratisierungsprozess schreitet in Bhutan immer weiter voran. Das Königreich ist um Transparenz bemüht und hat 2004 die Todesstrafe (die nie angwannt wurde) abgeschafft. Jedes Land und jedes Volk hat seine Vergangenheit. Aber wenn man immer an der negativen Vergangenheit haftet, können positive Impulse ja nie Früchte tragen. Dann hätten die Deutschen ja nie wieder im Leben was zu lachen 🙂

  3. Dem positiven teil Deiner Nachricht stimme ich auch zu. Es ist schon eine nette Idee/Ansatz. Aber trotzdem denke ich, darf man die Kehrseiten nicht vergessen. Und solche Aktionen können u.a. dazu genutzt werde, über anderes hinwegzutäuschen.

  4. Natürlich, da hast du recht. Es geht ja auch nicht um Schönfärberei oder so – ich denke, wenn sie es ernst meinen, dass die Bürger nach ihren Glückskriterien befragt werden, dann ist das eine gute Sache und ein Schritt in die richtige Richtung.

    • Da stimme ich Dir völlig zu und auch dass sowas ruhig in anderen Ländern getan werden sollte.
      Allerdings auch kritisch-korrekt. Es gab ja mal diese Untersuchung nach der die Menschen in Bangladesh die glücklichsten der Welt sein sollten.

  5. Ich finde es toll, das ein Land so klein, so abseits von uns hier in Deutschland uns aufweckt, uns wach rüttelt. Ja, es gibt mehr als immer nur Wachstum – es gibt den Sinn, mit dem was man hat gut, besser umzugehen, wertzuschätzen, und seinen Mitmenschen gut, freundlich und hilfsbereit zu begegnen – wir haben genug um uns herum was uns allen nicht gut tut – zusammen können wir Glück neu definieren und wiederentdecken – neu empfinden – ich freue mich darauf 🙂

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