Baden, lernen, schwimmen, lernen, proben, lernen… Lernen? Im Sommer? Ja!

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Rosi findet im Tagesspiegel diese Nachricht:

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40 Berliner Hauptschüler verbringen einen Teil der Ferien im Lerncamp in Brandenburg. Sie wollen ihre Berufschancen verbessern.

Es ist ein Mittwoch Ende Juli, und es ist heiß. Die Jugendlichen baden und toben im Ruppiner See. Aber der Eindruck täuscht. Die 40 Kinder sind nicht nur ins Jugenddorf in Gnewikow in der Nähe von Neuruppin gekommen, um Spaß zu haben. Sie haben gerade die siebte Klasse an Berliner Hauptschulen absolviert und nehmen in den Sommerferien freiwillig an einem „Bildungscamp“ teil (…)

Es geht darum, die eigenen Stärken und Schwächen kennenzulernen und herauszufinden, welche Berufe dazu passen könnten. Um 7.30 Uhr geht es los, um 23 Uhr ist Nachtruhe. Dazwischen stehen Kreativworkshops auf dem Programm, Berufspraktika und Projektarbeit, aber auch Zeit, in den See zu springen. Am besten kommen die Kreativkurse an. Hier können die Jugendlichen zwischen Tanzen, Theater und Gestalten auswählen (…)

Die Kinder- und Jugendstiftung veranstaltet das Sommercamp „FutOUR“ zum vierten Mal. Auf die insgesamt 80 Plätze hatten sich über hundert Schüler beworben. Eine Jury wählt aus, wer in eines der zwei Ferienlager kommen darf. 40 Schüler reisten nach Gnewikow, weitere 40 nach Naumburg an der Saale. Neben einem Bewerbungsbogen, den die Schüler selbst ausfüllen, müssen auch Lehrer und Eltern einen Fragebogen beantworten. Schlechte Noten oder schwieriges Sozialverhalten sind kein Ausschlusskriterium. „Wir wollen ja nicht die ausschließen, die die Hilfe am nötigsten haben“, sagt Matthias Krahe von der Kinder- und Jugendstiftung. Aber die Mischung der Gruppe müsse stimmen. Man achte aber auf jeden Fall darauf, dass gerade Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen eine Chance bekommen.

(…) Dass es genügend unverplante Zeit gebe, sei auch wichtig, sagt Matthias Krahe, schließlich würden die Kinder hierher kommen, während ihre Klassenkameraden ins Schwimmbad gehen. Außerdem lernen die Campteilnehmer in Gnewikow auch in der Freizeit, nämlich ohne Computer und Fernseher auszukommen. „Viele wissen gar nicht, was sie mit ihrer freien Zeit in der ungewohnten Umgebung anfangen sollen.“ Deshalb wird abends zusammen gegrillt und gekocht, „Germanys Next Top Model“ nachgespielt oder eine Diskothek auf dem Gelände organisiert.“

An den kommenden zwei Tagen werden Berivan und die anderen Campteilnehmer für einige Stunden oder Tage in Betrieben Praktika machen. Dafür konnten sie sich zwischen den Berufsfeldern „Soziales“, „Dienstleistung“, „Kreatives“ und „Handwerkliches“ entscheiden. Schon die Siebtklässler sollen einen realistischen Einblick ins Berufsleben bekommen, sagt Campleiter Frank Prinz-Schubert. Es gehe auch darum, den Jugendlichen klarzumachen, dass berufliche Pläne auch eine bestimmte Schullaufbahn voraussetzen, erklärt Matthias Krahe von der Kinder- und Jugendstiftung. Wer zum Beispiel Tierärztin werden will – ein häufig geäußerter Berufswunsch – muss das Abitur schaffen….

Mich fasziniert die gute Idee, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, das Lernen auch Spaß machen kann, das es mehr im Leben als Fernsehen, Computer, Nintendo usw. gibt. Ich bin sehr froh, dass hier in Berlin formal erst einmal die Hauptschule abgeschafft wird und das Stigmar mit dem Besuch dieser Schulform“du bist dumm und chancenlos“ damit weg ist…

Quelle: Tagesspiegel vom 4.8.2009, Text: Florian Ernst

Bildquelle: www.pixelio.de

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Ein Gedanke zu „Baden, lernen, schwimmen, lernen, proben, lernen… Lernen? Im Sommer? Ja!

  1. Das ist wirklich ein tolles Projekt! Hoffentlich schaffen es viele Teilnehmer, etwas sie weiter Bringendes daraus mitzunehmen.

    Ich versuche mich als Projektleiter eines EU-geförderten Projektes an etwas geistig verwandtem, indem ich Menschen – zunächst in Moabit-West – auf dem Weg von einer ersten Idee zum Geld helfe. Wer sich über den mikroBPW (BPW steht für Business Plan Wettbewerb) informieren mag, ist herzllich auf die Seite eingeladen.

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