Ein Garten für Groß und Klein

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Im Tagesspiegel vom Sonntag habe ich einen Artikel gefunden, der mein Herz erwärmt hat… In Berlin gibt es den ersten „Generationengarten“, in dem Senioren und Kindergartenkinder gemeinsam Pflanzen einsetzen, pflegen und für eine grüne Stelle mitten in Kreuzberg sorgen. Ein tolles Projekt.
Hier ein Auszug aus dem Artikel im Tagesspiegel vom 10.05.2009:

„Schau mal, da bewegt sich was!“ Eigentlich wollte die kleine Najet einen Margeritenstock einpflanzen. Jetzt liegt das seltsame Ding da auf ihrer Hand: blassrosa und nur wenige Zentimeter lang. Zuerst hat sie sich geekelt, ihn dann aber doch in die Hand genommen: „Ein Regenwurm!“ ruft sie, rennt zu ihren Freunden und zeigt ihnen den Fund. Rentnerin Gerda Roll schaut den Mädchen eine Weile freudig zu, dann unterbricht sie das Schauspiel: „Den müsst ihr wieder in die Erde setzen. An der Luft kann er nicht überleben.“ Das leuchtet den Mädchen ein und sie setzen das Tier zurück ins Beet. „Jetzt ist er wieder zu Hause!“

In der Kreuzberger Seniorenfreizeitstätte Falckensteinstraße ist Gartentag. Denn was auf den ersten Blick wirkt wie ein groß angelegtes Treffen von Großeltern und Enkeln, ist Berlins erster Generationengarten. Einmal pro Woche kommen 13 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren aus einer benachbarten Kindertagesstätte hierher ins Seniorenzentrum, um mit den älteren Damen und Herren zu pflanzen, zu säen und zu ernten. Ein Generationengarten soll das leisten, was schon lange nicht mehr selbstverständlich ist – dass ältere und jüngere Menschen miteinander reden und in der Natur sind.

Gerda Roll, die selbst keine Enkel hat, sagt, dass sie froh ist, den Kindern etwas beibringen zu können, „zum Beispiel, dass Regenwürmer nützlich sind und man sie nicht kaputtmachen darf“. Außerdem würden die Kleinen hier erst Liebe zur Natur entwickeln „die sie ja zu Hause oft nicht mehr kennenlernen“. Gemeinsam mit Rentner Harald Hemmel erinnert sie sich: „Weißt du noch, wie sie vor einem Jahr über die Blumen gestaunt haben?“ Der 68-Jährige erzählt, dass manche Kinder am Anfang etwas schüchtern gewesen seien und mit der Gartenarbeit wenig anfangen konnten: „Wenn man sie aber ein bisschen anleitet, dann geht das schon.“

Entstanden ist das Konzept des Generationengartens in Kreuzberg, im Landschaftsarchitekturbüro „planwerkstatt“. „Wir haben lange Zeit Spielplätze entworfen und für Senioren dann Bänke eingeplant“, sagt Architektin Andrea Haas- Wohlfarth. Irgendwann habe sie gedacht, „dass es albern ist, wenn jede Generation einen abgetrennten Bereich hat.“ Damit es künftig mehr dieser Gärten gibt, fördert die Jugend- und Familienstiftung des Landes ein berlinweites Beratungsangebot für Nachbarschaftshäuser und Begegnungsstätten. Das Gärtnern dort soll zwei Generationen zusammenbringen, die oft nichts mehr miteinander zu tun haben, erklärt Haas-Wohlfarth: „Die Kinder werden für die Natur sensibilisiert, und die Senioren können ihr Wissen weitergeben.“ (…)

Ich finde es einfach schön, dass Jung und Alt so zueinanderfinden und kleine Kinder liebevoll an die Natur herangeführt werden. Und das in einer Großstadt… toll!

Quelle: „Berliner Pflanzen unter sich“ / Tagesspiegel vom 10.05.2009

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Ein Gedanke zu „Ein Garten für Groß und Klein

  1. hey – das find‘ ich ja auf der stelle wirklich super!

    ist ja eigentlich naheliegend sowas zu machen. alle haben was davon, sozusagen eine win-win situation.
    schön, dass man im generationengarten generationenübergreifend in der erde wühlt!

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