Blog-Parade „Gute Nachrichten“ – die Teilnehmer-Beiträge (Teil 4)

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Verschiedene Bloggerinnen und Blogger haben an der Blog-Parade „Gute Nachrichten 2009“ teilgenommen. Diese Woche stellen wir die Teilnehmer-Beiträge vor.

Teil 4:

http://www.lichttexte.de/index.php?option=com_content&view=article&id=61:lichttext-februar-2009&catid=35:news

blog-parade-teil-41

Gute Nachrichten zu verbreiten, schrieb ich mir im letzten Jahr als Journalistin auf die Fahnen. Positive Berichte, die Mut machen, die von Vorbildern erzählen, die mich und andere motivieren, unsere Leben zu verbessern, damit wir uns wohler fühlen. Dieses Wohlbefinden strahlen wir aus, geben es an andere weiter und so setzt sich die gute Stimmung wie eine Welle fort. So stellte ich mir das vor.

Schon immer waren mir die Katastrophenmeldungen zuwider. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich krank machen und begann eines Tages nur noch die „harmlosen“ Meldungen zu lesen. Keine Bombenangriffe mehr, dafür Kulturförderung, keine Arbeitslosenquoten, dafür Heilmethoden, keine Folter, dafür Tierschutz. Es ging mir besser. Ich suchte weiter nach Büchern, Sendungen, Zeitschriften, die nicht mit meinen Ängsten spielten, mich nicht als machtlos darstellten, sondern die mir Lösungen anboten, mich dabei unterstützten, mir selbst und dem Guten in der Welt mehr zu vertrauen.

Schon immer waren mir die Katastrophenmeldungen zuwider. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich krank machen und begann eines Tages nur noch die „harmlosen“ Meldungen zu lesen. Keine Bombenangriffe mehr, dafür Kulturförderung, keine Arbeitslosenquoten, dafür Heilmethoden, keine Folter, dafür Tierschutz. Es ging mir besser. Ich suchte weiter nach Büchern, Sendungen, Zeitschriften, die nicht mit meinen Ängsten spielten, mich nicht als machtlos darstellten, sondern die mir Lösungen anboten, mich dabei unterstützten, mir selbst und dem Guten in der Welt mehr zu vertrauen.

Gute Nachrichten im Ausland

„Hoffnung statt Angst“ ist das Prinzip, auf das auch der neue US-Präsident Barack Obama setzt. Es ist ein Konzept mit Zukunft, wie seine große Anhängerschar beweist. Doch leider ist es in unseren Medien noch nicht sehr verbreitet. Einige europäische Politiker wollten im letzten Jahr nachhelfen.

Spiegel online berichtete am 09.07.08: „Das aus 143 Senatoren bestehende rumänische Oberhaus hatte im vergangenen Monat einstimmig beschlossen, Radio und Fernsehen müssten künftig gleich viele gute wie schlechte Nachrichten verbreiten. Es war damit der Initiative zweier Senatoren gefolgt, die die ‚unumkehrbare Wirkung‘ schlechter Nachrichten auf das Leben und die Gesundheit der Leute’ beklagt hatten. Die Initiatoren wollten mit ihrem Gesetz ‚das allgemeine Klima verbessern‘ und der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu einer ‚emotional und mental ausgeglichenen Sicht auf das tägliche Leben‘ geben.“ Das Gesetz wurde gekippt, denn sofort wetterten die Journalisten, es sei ein massiver Eingriff in die Pressefreiheit. Das stimmt wohl, aber verpassen die Medien damit nicht auch die Chance, den Menschen ein neues Weltbild und eine optimistischere Grundhaltung mit auf den Weg zu geben?

Nur wenige Monate später, am 21.11.08, schrieb die Financial Times Deutschland: „Silvio Berlusconi (…) ist dabei, schlechte Nachrichten einfach abzuschaffen. (…) Auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel rief er dazu auf, positiv zu berichten. (…) Berlusconis Medienkonzern Mediaset stellt sich bereits der Verantwortung. Negativthemen wird seit Mai kein Sendeplatz mehr gegeben.“ So rigoros re(a)giert man in Italien.

Weil bislang jedoch die wenigsten Medien vom alten Journalisten-Motto „only bad news are good news“ abzubringen sind oder sich nur in seltenen Sonderausgaben den positiven Nachrichten widmen (wie die Bild-Zeitung alljährlich zum Heiligen Abend), übernehmen die unzufriedenen Leser diesen Part nun selbst: Die Künstlergruppe „The Yes Men“ fälschte am 12.11.08 die „New York Times“ und verteilte das Blatt in einer Auflage von 1,2 Millionen gratis in den USA – als Ausblick auf eine bessere Zukunft. Hauptschlagzeile: „Ende des Irak-Kriegs“. Rund 30 Autoren schrieben ausschließlich Nachrichten, „die hoffentlich einmal gedruckt werden“ – vom weltweiten Verbot aller Massenvernichtungswaffen bis zur Einführung einer Krankenversicherung für alle Amerikaner – und stillten damit für einen Tag die Sehnsucht vieler Medienmacher und -nutzer, endlich die positiven Meldungen in den Vordergrund zu rücken.

Die Balance finden

Wie in allen Bereichen des Lebens geht es darum, eine Balance zu schaffen. Natürlich können und sollen wir nicht mit einer rosaroten Brille durchs Leben laufen, alles nur schönreden, die Dramen verdrängen. Auch Negativnachrichten sind wichtig. Sie decken Missstände auf und rütteln Menschen wach. Doch wenn sie benutzt werden, um die Bevölkerung einzuschüchtern, sind sie schädlich. Durch die im Moment überwiegend niederdrückenden Meldungen entsteht ein verzerrtes Bild. Es gibt nicht nur zerstörerische Terroristen auf der Welt, sondern weitaus mehr Ökobauern, Wissenschaftler und Mediziner, die sich für den Erhalt unserer Artenvielfalt einsetzen.

Die Medien haben mit ihren Worten und Bildern einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft. Wir dagegen haben den freien Willen, uns die Beiträge auszusuchen, die uns gefallen, die uns stärken und fördern. Jeder kann es an sich selbst ausprobieren. Sehen Sie sich einen Kriegsfilm an oder eine Doku über Delfine. Wie fühlen Sie sich jeweils? Und wie gehen Sie danach auf Ihre Mitmenschen zu? Vertrauensvoll? Aggressiv? Fröhlich? Es macht einen großen Unterschied, mit welchen Informationen wir unser Gehirn füttern.

Die Macht der Gedanken

Unsere Gedanken, beeinflussen erstens unsere Gefühle und zweitens, bei ständiger Wiederholung, sogar unsere Erlebnisse. Wenn uns jemand Tag für Tag erzählt, wie schlecht die Welt ist, glauben wir es irgendwann und fühlen uns mit jeder neuen Meldung bestätigt. Wenn wir dagegen hören, wie gut alles läuft, glauben wir auch das. Die positive (Rück-)Meldung motiviert uns, wir sind stolz, dass unsere Leistung anerkannt wird, wir verstärken unsere besten Eigenschaften und fühlen uns gut.

Diesen Ansatz findet man überall wieder, egal ob in der Religion, Psychologie, Esoterik oder neuerdings auch in der Quantenphysik. Wahrscheinlich kennt jeder diese Stichwörter:

* Positives Denken
* Visualisierung
* Affirmationen
* Macht der Gedanken
* Self-fulfilling prophecy
* Der Glaube versetzt Berge
* Gesetz der Anziehung

Jedes für sich weist darauf hin, wie sehr die Bilder und Gedanken, die wir ständig in unserem Kopf hin- und herschieben, unser Leben und unser Wohlbefinden beeinflussen. Aber wie schon gesagt, wir haben die Wahl, ob wir uns den positiven Gedanken und Nachrichten zuwenden oder den negativen. Meine Entscheidung steht bereits fest.


Danke Petra aus Bönningstedt für den Beitrag und viel Erfolg beim Gewinnspiel!

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