Rockkonzert hinter Gittern

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Lars findet die Nachricht:

Am 15. Februar berichtete der Bremer Weser-Kurier:

„(…) Es ist eine Premiere. Rockmusik hinter Gittern, das hat es in der Anstalt in Oslebshausen noch nicht gegeben. Erst tritt die 42-Jährige vor den inhaftierten Männern auf, dann vor den weiblichen Gefangenen und den Fans von draußen. Bevor Julia Neigel (früher Jule Neigel) die Bühne in Beschlag nimmt, hat die Sporthalle der Anstalt nichts von einer Konzertstätte. Statt Atmosphäre gibt es grelles Licht, etwa 60 Häftlinge verlieren sich in den Stuhlreihen. Die Außentüren sind abgeschlossen.

Was bringt eine Musikerin dazu, im Gefängnis aufzutreten? „Für mich persönlich geht es um den Gedanken: Musik kann Herzen öffnen“, sagt sie vor dem Gastspiel in Oslebshausen. Sie komme mit zwiespältigen Gefühlen in die Justizvollzugsanstalt. So sei es schon vor drei Jahren bei ihrem Konzert im Gefängnis in Lingen gewesen; so sei es auch dieses Mal in Bremen. Warum sind die Häftlinge in der Anstalt? Was haben sie verbrochen? Was haben sie ihren Opfern angetan? Natürlich frage sie sich das. (…)

„Ich weiß, da sitzen vielleicht Menschen, die haben Dinge getan, die ich absolut verabscheue.“ In Lingen habe sie im direkten Gespräch aber auch erlebt, dass Gefangene ihre Fehler einsehen, ihre Taten bereuen, sich ändern wollen. Sie versuche, mit ihrer Kunst dazu beizutragen. „Musik ist eine universelle Sprache. Sie berührt jeden.“

Für mich ist dies eine positive Nachricht, weil die Intention der Künstlerin darin liegt, „mit Musik Herzen zu öffnen“. Es geht nicht um Kommerz, Gesehen und Gesehen werden, nicht um die Befriedigung des eigenen Egos oder das der Sponsoren und Plattenfirmen. Es geht einfach darum, 60 Menschen unabhängig ihrer Herkunft, ihrer Taten und Einstellungen mit Musik etwas Positives zu tun.

Weiterführende Links:
JVA Bremen
Julia Neigel

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