Puh: Ganz normale Vorbilder!

1 Kommentar

Kerstin findet die Nachricht:

Jugendliche Gewinner

Wer sind die Vorbilder des Alltags? step21, eine bundesweite Initiative für Toleranz und Verantwortung, hat Schüler im Rahmen eines Kreativ-Wettbewerbs danach gefragt und jede Menge Antworten erhalten.

Über 300 Beiträge nahmen am Wettbewerb teil, darunter zahlreiche Einsendungen von Schulklassen und aus europäischen Nachbarländern. Den ersten Preis in der Kategorie Kinder gewann Jana (12) aus Xanten mit einer Biographie ihres Vaters: Mein Vater hat mir gezeigt, dass man alles erreichen kann! In der Kategorie Jugendliche wurde Tanja (17) aus Schortens mit dem Hauptpreis ausgezeichnet: Mein Vorbild ist mein Großvater, weil er jeden Tag mit einem Lächeln begonnen hat.

Wer sind die [Vorbilder des Alltags] ??

Die Vorbilder der heutigen Jugend sind nicht nur Medien- oder Popstars. Dies dokumentierte die multimediale Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge. Es sind vielmehr Eltern und Freunde, 1 Euro-Jobber oder Altenpfleger – Menschen des Alltags. So individuell die gewählten Vorbilder der Kinder und Jugendlichen, ihre vorbildlichen Eigenschaften ähnelten sich sehr: Vorbilder sind offen, tolerant und für andere da. Und: Jeder kann durch eigenes Handeln zum Vorbild werden. Hier ein Auszug aus einem Gewinner-Beitrag:

[… aus einem Video]

Manchmal ist es schwer:
anders zu sein,
seine Gefühle zu zeigen,
für andere offen zu sein,
ich selbst zu sein,
zu sagen was ich will,
für andere einzutreten,
das richtige zu tun,
verstanden zu werden,
neues anzunehmen.
Manchmal ist es schwer,
dann brauche ich jemanden, der:
zu mir hält,
der gegen den Strom schwimmt,
meine Hand hält,
mich so annimmt wie ich bin,
für mich einsteht,
mit mir geht,
mir Mut macht,
mir alle Farben des Lebens zeigt,
mich verteidigt,
mich auffängt.
Bist du ein Vorbild? Dann zeig es doch!

Auf der Webseite von step21 gibt es ein 10-seitiges PDF mit den Beiträgen der Gewinner. Schaut euch das mal an. Da kann man wunderbar mal ein paar Minuten bei entspannen und – ja – glücklich sein. Wenn für viele Kinder und Jugendliche noch die eigenen Eltern, Großeltern oder Nachbarn Vorbilder sind, dann ist der Einfluss unser aller heiß geliebten Popstars wohl noch nicht ganz so groß. Ein toller Wettbewerb mit einer tollen Idee. Gute Nachricht!


Linktipp: step21

Lesetipp: Gewinner „Vorbilder des Alltags“

Advertisements

Ein Gedanke zu „Puh: Ganz normale Vorbilder!

  1. Ja, bei Vorbildern muss ich etas altes Weib sofort etwa hinufügen! Ich hab seit August auch endlich ein Vorbild und dieses Vorbild ist etwas nach mir geboren, haben wir festgestellt …

    Ende Juli fand ich im Internet „Tiramisu“ und wollte mich endlich ein Mal informieren, denn eine Bekannte schwärmt davon und ich weiß eigentlich nur, dass man das isst und davon rund werden kann. Brauch ich nicht, bin schon rund, aber wissen will ich`s!

    Was steht da?!

    „Tiramisu“ (ital.: „Zieh-Mich-Hoch“)

    Geschichten erfolgreich gelöster Konflikte. Zum Mut-machen, wenn Sie mal das Gefühl haben, dass „alles nichts nützt“. Oder als Gegengewicht zu den Misserfolgsgeschichten, die wir täglich in den Zeitungen lesen.

    Hier könnte Ihre Geschichte stehen!!

    Bitte denken Sie daran: Ihre Erfahrungen mit der Bearbeitung von Konflikten sind interessant für Andere!

    Tiramisu ist gedacht als ein Fundus an Geschichten, die uns allen Mut und gute Laune machen sollen. Zum Nachlesen für Zeiten, in denen uns die konstruktive Konfliktbearbeitung vielleicht gerade schwierig erscheint.
    Siehe Newsletter 1 und 2!

    Also: aufschreiben, wenn Ihnen eine Mediation besonders gut gelungen ist, unter ungewöhnlichen Umständen stattgefunden hat, lustig war oder besonders berührend. Und an mich schicken!

    Sie sind herzlich eingeladen, uns eigene Erfahrungsberichte zuzusenden.

    Bisherige Tiramisu-Geschichten:

    Mediation in eigener Sache

    Straßenmediation

    Tja, das war ja ein Ding! Seit Februar versuchte ich erfolglos Zugang zu Mediatiosverbänden zu bekommen und nun das!

    Ich schickte den folgenden Text:

    Tja,
    da bin ich bei Leuten gelandet, denen Mediation sehr wichtig ist. Das tut meiner Seele gut, besonders nach dem allem, was ich in der MediatorInnenszene erlebt habe.

    Ich hab was für Tiramisu…
    Tiramisu hab ich angeklickt, weil eine Journalistin in der Schrei(b)gruppe, die ich seit zwei Jahren leite, immer wieder von Tiramisu redet und ich nicht weiß, was das ist {:-O}.

    Ich habe 14 lange Jahre meiner „Mieterbetreuerin“ und dem Stamm dahinter versucht zu erklären, dass es Konflikte gibt, im Wohnblock und dass wir die klären könne, allerdings nur, wenn wir mit einander und nicht wenn wir hinter einanderher reden.

    Nach 14 Jahren, in denen meine Freunde sagten, dass ich doch wohl bekloppt bin, ich soll ausziehen!, kam es zu einem Vorgang, den sie Mediation nannten, mit mir und dem direkten Obermieter. Ich dachte hinterher, wenn das Mediation sein soll, dann hab ich alle verschlungenen Bücher über Mediation – zuerst Marshall Rosenberg GfK u.a. – völlig falsch verstanden.
    Richtig, es war nichts geklärt worden, es gab keine Struktur, nichts. Es war nicht einmal ein schlecht geleiteter Gesprächsversuch. Ich schrieb weiterhin Briefe über das Chaos im Wohnblock, über die totale Hemmungslosigkeit einiger Mitmieter.
    Ein Jahr später kam ein PDS Genosse, der der leitende externe Mediator sein sollte. Er brachte eine Anwältin mit, deren Sprache „wie der Bayrische Wald klang“. Dort war ich 1989 als DDR Flüchtling, mit 5 jährigem Sohn an der Hand, gelandet, nachdem ich in Weißensee einen Pastor verklagt hatte…
    Gute Erinnerungen wurden wiederbelebt, als die Anwältin begann zu reden.

    Die Anwältin zeigte den Brief, in dem ihr mitgeteilt worden war, dass ich mit so vielen Mietern Probleme habe – u n d – wow! – sie fragte, wie ich die Sache sehe. „Oh, ich sehe das gaanz anders.“, meine Antwort.

    Ich wusste, dass diese Beiden viel Geld dafür bekommen, dass sie mit mir reden, während ich 14 Lebensjahre, tja, geopfert habe, um Konfliktbewusstsein zu schaffen…
    Die sollten sich mal so richtig Mühe mit mir geben!

    „Sagen Sie uns auch, wie Sie das sehen?“
    „Klar, darauf, dass ich einmal gefragt werde, habe ich 14 lange Jahre hingearbeitet. Ich freu mich riesig darüber, endlich auch einmal gehört zu werden. Ich habe nur mit Einem Probleme!“ „Sagen Sie uns auch, mit wem?“ „Ja, mit meinem Vermieter!“

    Sie griff die Zipfel des Kragens ihrer Businessjacke, zog sie fest an den Hals heran und sagte: „Oh, das ist unser Auftraggeber!“
    Tja, dachte ich das war`s ja wohl wieder, griff mit der linken Hand einen imaginären Teppich und fegte mit einem imaginären Handfeger alles drunter. Wir sahen uns dabei fest in die Augen. da kam von ihr ein: „Okay, packen wir`s!“ „Wow! Dass ich das noch erlebe! Das hätte ich mir nie träumen lassen! Wow!“

    Drei Einzelgespräche gab`s, mit mir. Ich sagte, dass das doch wieder nur ein Hintereinanderherreden ist, dass mich das ankotzt!
    Nach diesem dritten Termin war 7 Wochen lang Ruhe und ich lag in jeder freien Minute heulend Zuhause herum.

    Hatten doch die Recht, die immer sagten, zieh doch endlich aus? Ist es doch eine Krankheit, zu glauben, dass die Menschen endlich bereit sind, Konflikte nicht als Miese, sondern als Chancen zu begreifen? Im 3. Gespräch hatte die Anwältin beschlossen, dass sie nun weiß, dass es um meine Grenzen geht.

    Jetzt sprenge ich alle Grenzen und versuche nicht mehr, den ach so externen Mediator, den ehemaligen Baustadtrat unseres Bezirkes – sehr extern… – zu kontaktieren. Jetzt suche ich sie mir im Internet heraus und wende mich an sie.

    Gesagt, getan. Ich frage, warum es denn nicht weitergeht.
    „Frau Lorenz, Sie kämpfen an so vielen Fronten!“ Ich antworte: „Was hat das Kinderhospiz, was hat die Knochenmarkspenderdatei, was hat Greenpeace mit der GESOBAU zu tun; doch überhaupt nichts, oder?!“ „Nein, die meine ich ja auch nicht.“ „Was denn dann?“, möchte ich wissen. Ihre Antwort: „Ich meine Ihre Mietschulden.“
    „Wieee bitte!? Ich hatte noch nie Mietschulden!

    Ich kann Ihnen die Belege schicken, ich hab lediglich im Januar und im Februar je 10% der Miete einbehalten, nachdem ich im vergangenen Jahr vier Mal fristen gesetzt habe, bis wann der Mangel der fehlenden Nachtruhe beseitigt sein soll. Es geschah – wie seit 14 Jahren – nichts! Als wir mit der Mediation begonnen haben, habe ich sofort wieder die volle Miete bezahlt, obwohl noch immer keine Nachtruhe eingehalten wird, weil die Mitglieder des Automobilclubs mich ganz gezielt schikanieren.“

    Sie schaltete sich ein, es kam zu einem 4. Termin. Zu diesem Termin schnitt ich 4 Profipassepartouts, um Mohammad Ali, am Park Inn, zwischen den Zacken des Fernsehturmes fotografiert, mit geballter Faust, gut in Szene zu setzen. Mohammad Ali sagt: „IMPOSSIBLE IS NOTHING“. Die Bilder 20x30cm groß kamen in rote Rahmen.

    Zuerst setzte ich mich mit dem Satz: „Damit Sie verstehen, dass ich FÜR Sie, für ein friedvolles Miteinander bin“, neben die Mieterbetreuerin, der ich ein Dorn im Auge bin. Zuletzt übergab ich jedem der drei TeilnehmerInnen einen gerahmten Ali.

    Rausgekommen ist bei der Mediation, dass die wichtige Kontaktperson meines Vermieters kapiert hat, dass ich ihr nichts Böses will. Seit der Medation fühlt sie meine Fragen nicht mehr als Angriffe gegen sich…
    Super.

    Für mich ist dabei herausgekommen, dass ich ein halbes Jahr später bei der Anwältin in der Ausbildung zur Mediatorin saß, inmitten von Juristen. Weil mein Sohn an mich glaubte und mir die Ausbildung schenkte, habe ich, die ich seit 1989 in die Schublade „Behinderte“ geschoben wurde, mich in diese Ausbildung getraut.

    Sehr viel geworden, ging nich kürzer; eigentlich gehört noch vielmehr hierher, was während und nach der Ausbildung geschah, aber das verkneif ich mir heute und hier.

    Ihre Karten find ich super, kann sie leider nicht bezahlen, ich „lebe“ seit der Wende von Sozialhilfesatz und Martin ist nat. ähnlich wie seine Mutter, er hilft für kein Geld in Ghana. Mein 15,7 Jahre altes Rexlein „lebt“ mit mir von Hartz IV und ich hab ein Buch für die Schrei(b)gruppe bestellt, mehr geht nicht, aber irgendwann.

    Herzliche Grüße von umme Ecke, aus Weißensee.
    Berthild Lorenz

    Die Antwort kam prompt:

    Liebe Frau Lorenz,

    das ist ja eine tolle Geschichte! Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen. Und herzlichen Glückwunsch: Sie sind die erste Person, die mir unaufgefordert eine Tiramisu-Geschichte schickt!!
    Ist nämlich garnicht so einfach, gute Geschichten aufzuschreiben, das macht kaum jemand einfach so. Und es sollte doch eine Sammlung zum Mut machen für andere sein! Na, vielleicht ist Ihre Geschichte der Anfang.
    Freut mich wirklich sehr, dass Sie nach so langer Zeit eine gute Entwicklung erlebt und das für uns aufgeschrieben haben! ….

    Für mein Vertrauen dankt sie mir! Was für eine Rarität! Ich war zutiefst gerührt und hab auch noch die negativen Erlebnisse in der Mediationsszene hinterher gesendet, Stück für Stück und sie hat mich aufgefangen!

    Die Karten, die ich super finde, die findest in drei unterschiedlichen Größen unter
    http://www.gefühlsmonster.de

    Viel Freude damit
    wünscht Berthild

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s