Brandenburger aufgepasst: Keine neuen Tagebaue!

Hinterlasse einen Kommentar

Kerstin findet die Nachricht:

null

Dem Energiekonzern Vattenfall stehen in der Lausitz in bereits genehmigten Tagebauen noch rund 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle zur Verfügung. Dies reicht in jedem Fall, um die Kraftwerke dort noch bis in die 30er Jahre mit Brennstoff zu versorgen. Im brandenburgischen Teil der Lausitz will der Konzern nun jedoch 900 Millionen Tonnen Braunkohle zusätzlich fördern. Er hat dazu die Abbaugenehmigung für die Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd (Teilfeld II) gestellt. Zudem will der Konzern die drei neuen Tagebaue Jänschwalde-Nord, Spremberg-Ost und Bagenz-Ost aufschließen. Geben die Landesbehörden grünes Licht, würden die vier Lausitzer Orte Proschim, Atterwasch, Kerkwitz, Grabko und Teile von Welzow abgebaggert, müssten nahezu 2000 Menschen umgesiedelt werden.

Nun zum positiven:

Bis zum 9. Februar 2009 haben alle Brandenburger und Brandenburgerinnen die einmalige Chance, in einem Volksbegehren bei ihrem Meldeamt gegen die Ausweitung des Braunkohleabbaues zu unterschreiben. Die Initiative „“Keine neuen Tagebaue“ möchte verhindern, dass eine ganze Region mit vielen Dörfern und einmaligen Naturschutzgebieten unwiederbringlich den Baggern zum Opfer fällt und nichts als eine Wüstenlandschaft übrig bleibt. Die Verbrennung von Braunkohle zerstört das Klima und setzt so viel CO2 frei, dass schon heute ein Brandenburger pro Kopf mehr Treibhausgase produziert als jeder Amerikaner.

Dem Volksbegehren muss eine erfolgreiche Volksinitiative (VI) vorausgehen. Im Fall Lausitz war das die Volksinitiative „Keine neuen Tagebaue ‐ für eine zukunftsfähige Energiepolitik“, für die über 26.000 Unterschriften gesammelt werden konnten. Da der Landtag der Volksinitiative nicht zugestimmt hat, konnte ein Volksbegehren auf den Weg gebracht werden.

Die Unterstützung des Volksbegehrens erfolgt bei den Abstimmungsbehörden (den Ämtern und amtfreien Gemeinden) durch die Eintragung in Eintragungslisten. Die Abstimmungsbehörden müssen den Gegenstand des verlangten Volksbegehrens, die Fristen und den Ort sowie die Öffnungszeiten öffentlich bekannt zu machen. Am Volksbegehren können sich alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger beteiligen, die seit mindestens einem Monat ihren ständigen Wohnsitz im Land Brandenburg haben.
Ein Volksbegehren ist zustande gekommen, wenn mindestens 80.000 Eintragungsberechtigte innerhalb von vier Monaten das Volksbegehren durch ihre Eintragung in die amtlichen Eintragungslisten unterstützt haben.

Bürgerinitiativen leben wieder auf. In diesem Jahr haben wir über einige hier berichtet und es erfüllt mich mit Freude, dass nun auch im wunderschönen Brandenburg Menschen aktiv werden, um Politik und Wirtschaft etwas entgegenzusetzen. Besonders schön finde ich die Intensität, mit der die Initiative PR und Werbung für Ihr Anliegen betreibt und mit welchem Wissen sie an den Start gehen. Wer auch immer hier mitliest und aus Brandenburg kommt oder Bekannte in Brandenburg hat: Helft dieser Initaitive, erfolgreich zu sein und gebt eure Stimme gegen Kohleabbau und für eine grüne Energie der Zukunft ab. Weiter so in Brandenburg!

Link: www.keine-neuen-tagebaue.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s