Ja, ja…noch ein Portal. Aber betterplace.org ist wirklich gut!

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Kerstin findet die Nachricht:

Heute mache ich es mir mal etwas leichter. Ich kopiere einen „Über uns“ Text. Aber: Den hätten die meisten von euch wahrscheinlich nie gefunden. Deswegen also hier und jetzt mal wieder eine fantastische Geschichte hinter einem Netzwerk voller „Macher“…

betterplace

Berlin 2006. Zur gleichen Zeit und am gleichen Ort – aber völlig unabhängig voneinander – hatten einige Menschen die gleiche Idee. Nach längerem Afrikaaufenthalt kam Till Behnke zurück nach Deutschland und arbeitete für den Automobilhersteller DaimlerChrysler. Eine erfolgreiche Zeit, die er Mitte 2006 beendete. Denn Till verspürte mehr und mehr den Wunsch, sein Wissen aus dem Studium der Wirtschaftsinformatik, sein Verständnis komplexer Zusammenhänge als Ergebnis einer Berufslaufbahn als Projektmanager und sein persönliches, ambivalentes Erlebnis des afrikanischen Kontinents miteinander zu kombinieren – um Erfahrung für sinnvolleres zu nutzen, als für den Aufstieg in einem Großkonzern. Für besseres. In Berlin traf er mit Line Hadsjsberg auf eine ideale Partnerin. Line war nicht nur studierte Anthropologin, sondern hatte zusätzlich schon auf allen Ebenen der Entwicklungshilfe gearbeitet – ob für Amnesty International vor Ort in Indien oder als Mitarbeiterin im Kabinett des europäischen Entwicklungshilfe-Kommissars in Brüssel. Beide führten intensive Diskussionen und konkretisierten dann ein Konzept, wie man das verbindende, transparente Element des Mediums Internet nutzbar machen könnte, um das Leben bedürftiger Menschen weltweit zu verbessern. Till und Line versammelten ein hoch motiviertes, interdisziplinäres Team, bestehend aus Philip Baier, Moritz Eckert, Georg Friedrich, Axel Kuzmik und Bodo Sieber um sich und entwarfen betterplace.org. Eine globale Plattform als Brücke zwischen Bedarf und neuen, unzähligen Möglichkeiten.

Vor einem Jahr machten Joana und Stephan Breidenbach mit ihren Kindern Lilian und Vico eine fünfmonatige Reise um die Welt. Die Kulturanthropologin und der Rechtswissenschaftler, Mediator und Unternehmer trafen dabei auf besondere Menschen, die versuchen, ihre Lebenswelt ein Stück zu verändern. Viele dieser Menschen wussten genau, was sie für ihre Familien oder Gemeinschaften brauchen, doch oft fehlten ihnen selbst die einfachsten Mittel oder Expertise. Da sie auf ihre eigene Initiative angewiesen sind und zugleich unterhalb des Radars der traditionellen Entwicklungshilfe laufen, haben sie zu deren Förderungsmitteln keinen Zugang. Und die reisende Familie konnte sehen, mit welchen geringen Mitteln man einen sinnvollen, konkreten Unterschied machen kann – mit einer kostengünstigen und ökologisch angepassten Bewässerungstechnologie, einer einfachen, aber wirksamen medizinischen Hilfe gegen Flussblindheit oder einer neuen Heimat für Aidswaisen. Nach ihrer Rückkehr konzipierten die Breidenbachs mit einem Team von Software-Architekten, Sozialwissenschaftlern, Entwicklungs- und Organisationsexperten Die Plattform.org – um Menschen die Chance zu geben, sich und ihre Bedürfnisse einer weltweiten Öffentlichkeit zu präsentieren und auf Menschen zu treffen, die sehen wollen, welchen konkreten Unterschied ihre Unterstützung macht: Eins zu Eins und weltweit.

Im Juni 2007 erfuhren beide voneinander — natürlich übers Internet. Nach wenigen Treffen war klar, dass sie nicht nur genau die gleichen Ziele verfolgten, sondern zum Teil auch verblüffend ähnliche Wege eingeschlagen hatten, um sie zu verwirklichen. Nichts lag näher, als sich mit beiden Teams unter einem gemeinsamen Namen — betterplace — zu verbinden, um die Wirkungskraft für eine gemeinsame Vision zu vergrößern.

Betterplace war schon einmal Gegenstand einer guten Nachricht (Link) aber damals ging es um die Existenz der Seite. Heute schreibe ich diese gute Nachicht, da es wieder einmal die Geschichte dahinter ist, die Mut macht, die positiv stimmt, die Aufbruchstimmung erzeugt und die so einfach nachahmbar klingt. Deutschland – was hast du für aktive positive Menschen? Warum bekommen wir im TV nur halbhirnige Trottel und Sternchen zu sehen? Das wahre Leben passiert in der zweiten Reihe. Wie gut, das wir all diese Menschen und Geschichten rauskramen.

Und jetzt los… schauen, schnuppern, und den Glühwein-Euro spenden!

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