Sag, Nachbar – wer bist du eigentlich??

1 Kommentar

Kerstin findet die Nachricht:

In der Berliner Zeitung habe ich heute passend zum Samstags-Frühstück einen wundervollen Artikel gefunden, über ein Ehepaar, dass ein Buch über ihre Nachbarn verfasst hat. Hört sich simpel an – aber genau darin liegt ja der Charme. Hier mal ein Auszug aus dem Text:

„Das Haus Warthestraße 49 ist ein Mietshaus, wie es viele gibt in Berlin, ein Gründerzeitbau aus dem Jahre 1906, mit einem dreieckigem Treppenhaus. Der Hausflur ist hell, ein Glasdach lässt viel Tageslicht herein. Im Dachgeschoss stehen gut gewachsene Pflanzen vor der Wohnungstür. Dort wohnen Angelika-Benedicta Hirsch und Lothar Köster. Die beiden haben ein Buch geschrieben über ihre Nachbarn. „Woher kommst Du? Wohin gehst Du?“, haben sie die Mieter gefragt. Sie wollten wissen, welche Geschichten die Menschen erlebt haben, wie sie Mieter dieses Hauses wurden.

Seit zehn Jahren leben Angelika-Benedicta Hirsch und Lothar Köster in dem Haus. Sie arbeitet in einer Lebensberatungsstelle, er ist Publizist. Vor einigen Jahren, so erzählt Angelika-Benedicta Hirsch, sei sie eines Morgens zufällig neben einem Mann hergelaufen, im gleichen Tempo, in die selbe Richtung, auf dem Weg zur Arbeit. Die beiden kamen miteinander ins Gespräch und stellten fest, sie sind Nachbarn. „Von da an grüßten wir uns wie alte Bekannte“, sagt Hirsch. Und sie wollte mehr erfahren. Im Frühjahr schrieb sie einen Brief an die Nachbarn und steckte ihn in die 23 Briefkästen des Hauses. Zwei Tage später klingelte sie an den Wohnungstüren. In 19 Wohnungen wurde sie eingelassen und 31 Menschen erzählten Angelika-Benedicta Hirsch ihre Lebensgeschichten.

Eine tolle Idee. Und ich fühle mich ertappt. Ich wohne in einem Berliner Altbau. Vorderhaus. Hinterhaus. Rechter Seitenflügel. Linker Seitenflügel. Hier leben locker 40 Parteien. 60 bis 100 Menschen. Und ich kenne höchstens 4. Vom Sehen. Super, wenn man sich da die Mühe gibt und seine Nachbarn mal kennenlernt. Das kann das Wohn-Leben doch viel schöner, persönlicher und auch hilfreicher machen. Wie ist das bei euch? Kennt ihr eure Nachbarn?

Quelle: Berliner Zeitung
Linktipp: zum Buch

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Ein Gedanke zu „Sag, Nachbar – wer bist du eigentlich??

  1. schöne idee!

    ertappt fühle ich mich allerdings so überhaupt nicht, in meinem irrwitzigen wg-haus kenn‘ ich alle viel zu gut!

    aber in berlin tut’s sicher gut, ein paar bekannte gesichter grüßen zu können.
    macht die sache etwas heimeliger.
    und spätestens wenn die klospülung mal kaputt ist, wird man SEHR dankbar sein, mit seinen nachbarn schonmal ein paar worte gewechselt zu haben… 😉

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