Tanzen, bis das Licht angeht!

1 Kommentar

Kerstin findet die Nachricht:

In Rotterdam hat die erste „Öko-Disco“ der Welt eröffnet. Als ich das gelesen habe, musste ich schmunzeln und lachen. Also, passt auf, das funktioniert so, wie die Süddeutsche Zeitung beschreibt:

Um zu verstehen, was es mit der Tanzfläche auf sich hat, macht man am besten einen Schritt vor die Tür. „We want your energy“ prangt in schwarzen Großbuchstaben auf den Stellenangeboten, die draußen an der verdreckten Fensterscheibe hängen. Damit sind nicht nur die gesuchten Barkeeper und Türsteher gemeint, sondern auch die Gäste. Sie sollen dem Clubnamen alle Ehre machen: Fünf bis zehn Watt soll jeder Gast ertanzen.

Je wilder die Party, desto besser. Denn die kleinen Platten, aus denen die Fläche besteht, geben bei jedem Schritt leicht nach. Die freigewordene Energie wird in Strom umgewandelt – bei 2000 Gästen genug, um die Tanzfläche zu beleuchten und das DJ-Pult mit Strom zu versorgen. Wie gut ihre Performance ist, können Tanzende an den Lichtern in der Tanzfläche erkennen: Wer schneller tanzt oder höher springt, lässt die Lämpchen heller strahlen.

Das sieht nicht nur schön aus, sondern birgt auch einen erzieherischen Aspekt: „Die Leute sollen ein Bewusstsein für den Strom bekommen“, sagt Henk Döll. Sein Architekturbüro in Rotterdam hat das Konzept des „Sustainable Danceclub“, der nachhaltigen Disco, zusammen mit der Umweltorganisation Enviu und den Technischen Universitäten Eindhoven und Delft entwickelt.

„Den meisten jungen Leuten ist gar nicht bewusst, dass gerade beim Feiern besonders viel Energie verbraucht wird“, sagt Döll. Eine mittelgroße Disco, die jede Woche an drei Abenden geöffnet hat, verbraucht im Jahr 30 Mal so viel Wasser und immerhin 150 Mal so viel Strom wie eine sechsköpfige Familie. Teure Zeiten also für Clubbesitzer.

Der Energieverbrauch des Watt soll 30 Prozent unter dem eines normalen Clubs liegen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Erfinder, noch bevor der erste Öko-Club eröffnet hat, bereits Anfragen von Clubs aus Sydney, Tokio oder London erhalten. Auch Fitnessstudios haben ihr Interesse schon bekundet. Doch die niedrigeren Stromkosten sind nur ein Grund. Viel wichtiger ist: Strom wird plötzlich emotional. Kann es eine schönere Alternativenergie geben als tanzende Menschen?

Ich schließe mich dem an. Mal wieder eine positive Idee, die gute Laune macht… und Lust… da mal ordentlich abzuzappeln. Nämlich, bis das Licht angeht 🙂

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Advertisements

Ein Gedanke zu „Tanzen, bis das Licht angeht!

  1. Pingback: 13.9.08 Tanzen, bis das Licht angeht! « Für eine bessere Welt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s