„Garten der Sinne“ – Natur fühlen, riechen, schmecken

1 Kommentar

Lars findet die Nachricht:

Der „Förderverein Haus-Pfälzer-Weg e.V.“ unterstützt in Bremen Menschen mit Behinderungen und schafft Zugang zu neuen Lebensräumen. Er ist eine Vereinigung von Eltern, Mitarbeitern der Spastikerhilfe und Mitgliedern, die sich durch ihre tätige Hilfe und ihre Spenden für spastisch behinderte Menschen einsetzen. Die Ziele des Vereins sind vielschichtig und immer auf die Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner des Wohnpflegeheims „Haus-Pfälzer-Weg“ in Bremen-Osterholz, das 25 Menschen mit Schwerst- u. Mehrfachbehinderungen ein Zuhause bietet, ausgerichtet. Das beinhaltet die Steigerung der Lebens- und Wohnqualität der Menschen im Heim und Stärkung des Zusammenhalts sowie des Gemeinschaftsbewusstseins, die Beschaffung von Mitteln zur finanziellen Unterstützung der Einrichtung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Gestaltung des Wohnumfelds.

Das aktuelle Projekt des Fördervereins ist die Errichtung und Fertigstellung eines „therapeutischen Sinnesgartens“ auf dem Grundstück des Wohnpflegeheims. Auf Ihrer Homepage lautet es wie folgt:

Wir wollen die dem Garten innewohnenden Potentiale auf heilende und wohltuende Weise unseren schwer- mehrfachbehinderten Bewohnern erschließen. Das Erleben einer klar geordneten Landschaft, aber auch die lebendige Anregung über die Sinne (Sehen, Fühlen, Schmecken, Riechen, Hören), sollen das Wahrnehmungsvermögen verbessern. In der Gartenanlage wird ein Erfahrungsraum geschaffen, der zu Erkundungsspaziergängen einlädt. Die Außengestaltung ist voll und ganz auf die Erlebnisfähigkeit der Bewohner zugeschnitten. Auf rollstuhlgerechten Wegen und in kleinen Ruhezonen werden die unterschiedlichen Farben, Formen, Geräusche und Gerüche eines Gartens erlebbar.

Es geht bei diesem Projekt also darum, Natur „begreifbar“ zu machen. Dazu wurden von einer Gartendesignerin viele Hochbeete angelegt, in denen unter anderem essbare Kräuter wie Küchensalbei, Lavendel und Rosmarin wachsen. Ebenso gibt es spezielle Blumenkästen auf Rollen, damit die Pflanzen auch zu den Menschen kommen, die nicht mehr in den Garten gehen können. Auch Nutzpflanzen, wie Paprika, Petersilie, Tomaten und Erdbeeren werden in Behältern gezogen. Für viele Heimbewohner ist es ein besonderes Erleben, wenn sie sehen, dass die Pflanzen wachsen, wenn man sie pflegt und regelmäßig gießt.

Für mich ist das auf zweierlei Weise eine positive Nachricht. Zum einen finde ich es großartig, wenn Menschen etwas für Menschen tun, die auf Hilfe anderer angewiesen sind, wie z. B. Kinder, Senioren oder wie in diesem Fall Behinderte. Hin und wieder gewinne ich den Eindruck, in der heutigen Zeit sei es einfacher, ein Autobahnkreuz oder einen Baumarkt zu bauen! Zum anderen habe ich mir beim Lesen der Nachricht gefragt, wie ich die Natur erlebe oder „begreife“: Ist sie noch etwas Besonderes, worüber ich mich freuen kann? Oder freue ich mich mehr über gelungene Seiten im Internet? An dieser Stelle kann ich noch viel von den sogenannten „Behinderten“ lernen.

Schließen möchte ich mit einem Zitat, auf das ich bei der intensiveren Beschäftigung mit dem „Sinnensgarten“ gestoßen bin. Möglicherweise regt es Euch ebenso zum Nachdenken an wie mich:

Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen……

Quelle: Weser-Kurier vom 21.08.08

Weiterführender Link:
http://www.foerderverein-hpw.de/index.htm

Advertisements

Ein Gedanke zu „„Garten der Sinne“ – Natur fühlen, riechen, schmecken

  1. Liebe RPNs,

    Ulrike Sennhenn hat mich heute hierher gelotst.
    Es ist eine sehr schöne Idee von Euch, einen Blog mit dieser Idee zu gestalten. Die gute Nachricht von Lars erinnert mich an einen ähnlichen Fall, von dem ich berichten könnte.

    Und dann würde ich Euch noch anbieten, meinen gestigen Blogbeitrag über über NITYA SEVA hier bei Euch zu posten. Dass das bitte nicht falsch ankommt: Dieser Comment ist kein Werbebeitrag für meinen Blog.

    Deshalb zurück zu Lars‘ Artikel: Ich finde es wunderbar, dass man das sowieso vorhandene Gelände aus dem Blickwinkel z.B. von Rollstuhlfahrern umgestaltet und dass sogar die „Pflanzen zu den Menschen“ kommen.

    Liebe Grüße,
    Ulf

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s