Friedensorchester

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Verena findet die Nachricht:

Letztens entdeckte ich eine gute Nachricht in der Zeitschrift Galore, wo es ein Interview mit den Musikern Reham Fayed und Asaf Maoz zu lesen gibt.

divan orchestra

divan orchestra

Die Flötistin Reham ist 28 und kommt aus Ägypten , der 29jährige Asaf kommt aus Israel und spielt Violine. Kennen dürften sich die beiden eigentlich nicht – Kontakte zwischen Arabern und Israelis sind von beiden Seiten unerwünscht.

Doch die beiden kennen sich sehr gut und machen bereits seit über 8 Jahren gemeinsam Musik im West-Eastern Divan Orchestra. Dieses Orchester wurde 1999 von dem israelischen Dirigenten Daniel Barenboim und dem in Palästina geborenen amerikanischen Literaturwissenschafter Edward Said in Weimar gegründet. Deren Vision eines friedlichen Zusammenlebens im Nahen Osten haben sie mit diesem Orchester ein Stück weit verwirklicht – dem Ensemble gehören junge Musiker aus Israel, Palästina, Ägypten, Syrien, dem Libanon, Jordanien und Andalusien an.

Damit ist kein Konflikt gelöst, sagt Asaf Maoz, doch „völlige Harmonie kann es gar nicht geben. Aber wir lernen viele Dinge und geben das Gelernte weiter.“

Barenboim sieht darin kein politisches Projekt, er sieht darin eher ein Forum, in dem sich junge Menschen aus Arabien und Israel künstlerisch ausdrücken können. Und so trafen sich Rahel und Asaf doch.

Für mich eine gute Nachricht, weil diese Begegnung im Orchester die Musikerinnen und Musiker verändert. „Ich glaube, eines der größten Probleme zwischen Israelis und Palästinensern ist, dass beide in ihrer eigenen Welt leben und nichts von dem anderen wissen.“ sagte ein Mitglied Ensembles. Dirigent und Orchester hegen die Hoffnung, das ihre neues Denken Schule machen wird.

„Das eigentliche Ziel wird erst erreicht, wenn das Orchester in allen jenen Ländern auftreten kann, aus denen die jungen Musiker stammen,“ sagt Barenboim.

Dieses Ziel konnten Asaf und Rahem noch nicht ganz verwirklichen. Aber vielleicht irgendwann?

Quelle: Galore und ZDF.de

1) Das West-Eastern Orchester spielt am 16.08. in der Kölner Philharmonie und am 23.08. auf der Berliner Waldbühne.

2) Daniel Barenboim im Gespräch mit Thea Dorn zu seinem neuen Buch „Klang ist Leben“: Am 26. August im jüdischen Museeum in Berlin im Rahmen der SWR-Sendung »Literatur im Foyer«. Die Sendung wird am 31. August in 3sat und am 19. September im SWR ausgestrahlt. (e-politik.de)

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3 Gedanken zu „Friedensorchester

  1. Ich bin in diesem Jahr zufälig in die „falsche“ Richtung gerannt, weil ich mich an der Rückseite eines Flyers orientierte…
    So kam ich nicht bei Eistenzgründern an, sondern landete auf einem Fest der Menschen, die gehörlos genannt werden. Da gab es eine Umfrage, wie diese Menschen sich das Jahr 2020 vorstellen; es wurden Zettel verteilt. Ich bekam keinen ab. Als nach den Zetteln gefragt wurde,un dkeiner zur Bühne gebracht wurde, riss ich ein Blatt aus meinem Kalender und schrieb schnell: „Im Jahr 2020 werden alle Menschen der Welt die Gebärdensprache „sprechen“, damit JEDER JEDEN versteht!“

    So viel stummen Applaus hab ich noch nie im Leben bekommen!
    Wie wäre es, wenn wir damit beginnen würden?

  2. Gehörlos genannte Menschen halten die Hände hoch in die Luft und applaudieren, indem sie die Hände schütteln.
    Inwischen weiß ich, zu meinem Leid, dass es unterschiedliche Gebärdensprachen gibt; wir müssen also da beginnen; sie international zu gestalten.

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