Ein Schuss, elf Mann, ein Tor: Berliner Fans bauen Stadion für Ihren Club um!

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Ron findet die Nachricht:

Historisches geschieht derzeit in unserem Verein. Unglaubliches! Sensationelles!! Der Eindruck könnte sich aufdrängen, dass das den meisten noch gar nicht so richtig klar ist. Zumindest war das in den ersten Tagen und Wochen so, seit zwei, drei Wochen sind ja so nach und nach auch Presse, Funk und Fernsehen aufmerksam geworden. Aber auch in unseren eigenen Reihen scheint sich so manchem die Dimension der Ereignisse noch gar nicht so richtig erschlossen zu haben. Fans von FC Union Berlin bauen sich ihr eigenes Stadion. Selber, freiwillig, ohne Bezahlung, teilweise in ihrem Jahresurlaub.

Auch das Vereinsheim der BSG Chemie Grünau (heute Frankonia Wernsdorf) wurde von den eigenen Spielern in ihrer Freizeit errichtet und ähnliche Sachen passierten und passieren sicher bei jedem dritten Sportverein in Deutschland oder anderswo. – Aber nee, nee – so was ist nicht gemeint! Wer sprechen hier von einem kompletten Stadionumbau! Keine Aufhübschung unschöner Stellen (die wird, weil ja gerad genug Leute und Werkzeug vor Ort sind, gleich mal schnell mitgemacht: neue und neugestrichene Ballfangzäune und Begrenzungsgeländer auf den Nebenplätzen, komplette Sanierung der Kassenhäuschen, Betonierung des Kopfballpendel-Untergrunds, Umwandlung der bislang grün-weißen Toiletten- und Klocontainer in Rot-Weiß u.a.m. sind nur einige Beispiele), keine Sanierung vorhandener Substanz, kein Neubau eines bestimmten Bereiches, nein! Hier wird gerade der Komplett-Umbau eines gesamten Stadions durch die Fans vorgenommen!

Und zwar nicht nur durch die Bauenden selbst. Die sind Unioner, klar (oder Sympathisanten und Interessierte wie Otto aus Leipzig, der davon gehört hatte, anreiste und über eine Woche tatkräftig mithalf, weil er diese ungewöhnliche Aktion so cool fand, oder der ’11Freunde‘-Readakteur, der das alles real miterleben wollte – zu Recherchezwecken sicher, aber ein paar Tropfen Unioner-Blut werden inzwischen auch durch die Adern dieser beiden fließen), aber auch die vielfältige Unterstützung der dort Arbeitenden organisieren Fans vor Ort:

Die Logistik (eine gewaltige Herausfordeung, die nicht einfach zu bewerkstelligen ist!), die Baustellen-Betreung, sämtliche Organisation (zu der Dinge gehören, die Unbeteiligten gar nicht so klar sind) – alles wird von Unionern durchgeführt!

Natürlich sind´s nicht die Arbeiter allein, die Eisen biegen, Schalungen an- und abbauen, Beton einfüllen und begradigen u.s.w., es sind auch richtige Baufirmen am Start, die den professionellen Gesamtrahmen absichern mit viel Material und modernem Baugerät. Wer die Werbebanden unseres Stadions oder die Aufstellung der Union-Sponsoren und -partner in unserem kleinen Heftchen mal näher studiert hat, weiß: in diesem Bereich sind wir zum Glück mit Union-Verrückten mit entsprechenden Firmen reich gesegnet. Und wenn natürlich auch Fremdfirmen mit dabei sind (viele von denen aber auch mit latenter oder neu gewonnener Union-Sympathie), besteht das Gros aus denen, die später auch wieder regelmäßig auf ihren selbstgebauten Traversen stehen werden.

Ist es irgendwo auf der Welt schon mal vorgekommen, dass sich Fans und Mitglieder eines Fußballvereins in Eigeninitiative und eigener Regie ihr Stadion selbst entwerfen und bauen bzw. grundsanieren?So lange keiner das Gegenteil beweisen kann, trägt diese unvergleichliche Aktion “Kiek an – wir bauen!” den Untertitel “WELTWEIT EINZIGARTIG!” im Namen!

Linktipp: Baustellen Tagebuch des 1. FC Union

Linktipp: Artikel in der Welt

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