Lernen kann DOCH Spaß machen! Das Projekt „Myrtel & Bo“

7 Kommentare

Kerstin findet die Nachricht:

Multisensuelles Lernen bringt endlich Schule & Spaß zusammen

Ich bin durch Reporter Stefan auf ein Schulkonzept aufmerksam geworden, dass so grandios ist, dass man eine gute Nachricht daraus machen muss: „Myrtel“ aus Hamburg.

„Myrtel und Bo” startete 2003 mit einer behördlich genehmigten Pilotphase in zehn Hamburger Grundschulklassen. Aufgrund des außerordentlichen Erfolges arbeiten inzwischen Schülerinnen und Schüler in vielen Bundesländern mit dem Leistungssystem „Myrtel und Bo”. Innerhalb einer Rahmenhandlung bietet „Myrtel und Bo” ein ganzheitliches Lernkonzept, das alle Bereiche des Deutschunterrichtes fächerübergreifend abdeckt und somit ein Fundament für eine erfolgreiche Schullaufbahn bildet.

Die Vielfalt der verwendeten Mittel und Methoden wird den individuellen Bedürfnissen der Kinder angepasst. Das System ist so angelegt, dass auch offen mit dem Wochenplan oder jahrgangsübergreifend gearbeitet werden kann. Das Lehrwerk „Myrtel und Bo” für die Grundschule von der ersten bis zur vierten Klasse wurde aus der Praxis für die Praxis – also von Lehrern für Lehrern ehrenamtlich konzipiert und eignet sich besonders auch für Berufseinsteiger und fachfremd unterrichtende Lehrkräfte.

Musik und Elemente der Bewegungstherapie haben in diesem Lehrwerk einen besonderen Stellenwert. Die Lernprozesse und ihre Verankerung werden durch Bewegungsspiele nachhaltig unterstützt. Eigens für „Myrtel und Bo” komponierte Lieder stehen in thematischer Verbindung.

Ich bin keine Pädagogin oder Lehrerin Aber ich weiß, dass wir schon viele Schul-Nachrichten hier hatten, die positiv sind. Die meisten erzählten von dem Engagement im Lehrerkreis oder von zündenden Ideen bei Direktoren. Ich finde es toll, dass sich im Projekt „Myrtel“ im Raum Hamburg mehr als 20 Pädagogen seit Jahren ehrenamtlich zusammentun um ein völlig neues Lernsystem zu entwickeln. Sollte ich einmal Mutter werden – ich wünsche meinem Kind solch ein Lernsystem, dass Kindgerecht und nicht Historisch-Verstaubt ist.

Wie immer gilt: Weitersagen. Weiterleiten. Unterstützen.

Linktipp: www.myrtel.de

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7 Gedanken zu „Lernen kann DOCH Spaß machen! Das Projekt „Myrtel & Bo“

  1. Dieser Eintag kann wieder nur von einem Myrtelvertreter kommen…. das erkennt ein Insider schon an den Schlagwörtern.

    Fakt ist: Myrtel ist in Hamburg absolut umstritten, so stehen/standen z.B. Schulen als Myrtelschulen im Netz, obwohl dort offiziell gar nicht mit dem System gearbeitet wurde.
    Die behördliche Genehmigung sagt gar nichts aus, Fakt ist: Das LI in Hamburg mit den Deutschvertretern steht Myrtel kritisch gegenüber, und aus vielerlei Gründen stand es in den letzten Jahren nicht auf der Empfehlungsliste.

    Soviel dazu!

  2. Ich fänd´s schön, wenn hier ein netterer Ton herrscht. Ich habe den Text geschrieben, weil ich auf myrtel aufmerksam geworden bin und weil ich jeden reformpöädagogischen Ansatz, egal aus welchem Bundesland oder unter welcher Kritik er steht, lobens- und unterstützenswert finde. Dass Schule nicht mehr so weitergehen kann wie bisher, steht außer Frage. Hut ab also für jeden, der sich überhaupt Gedanken um eine alternative Zukunft im Bildungssystem macht.

  3. Hallo, meine Tochter hat das große Glück mit Myrtel zu lernen. Sie geht nach den Sommerferien in die zweite Klasse und hat in der ersten Klassen so leicht und voller Freude mit Myrtel die Zauberwelt der Sprache und des Schreibens betreten. Sie schreibt selber Geschichten, die Bewohner des Zauberwaldes sind immer irgendwie mit dabei….sind ihre Mit-Abenteurer. Schade, dass meine ältere Tochter nicht schon mit Myrtel lesen lernte. Im Vergleich mit dem damaligen Lernprogramm ist Myrtel viel spielerischer, virtuoser und faszinierender. Auch sind die Leistungsunterschiede unter den Kinder viel geringer, Myrtel nimmt sie alle mit, jeder hat immer wieder Chancen. Das Ergebnis ist überwältigend: Kinder die fröhlich mit Worten umgehen, schnell Sätze und eigene Geschichten formulieren und auf die kommenden Schuljahre gespannt sind, denn Myrtel ist immer dabei. DANKE und Konmpliment an die Erfinder und Praktizierer von Myrtel.

  4. Ich versuche mich also im konstruktiven Ton:

    Ich finde die Art der Vermittlung, die Themen und insbesondere die seltsame Rahmengeschichte von Myrtel und Bo nicht gut!

    Leider wussten wir vor der Einschulung unserer Tochter noch nichts von „M.&B.“, ansonsten hätten wir mit Sicherheit eingegriffen. Auch das Argument mit dem höheren Lernfortschritt und den geringeren Unterschieden kann ich aus unserer Sicht nicht nachvollziehen; die Parallelklasse, die mit konventionellen Lehrmitteln lernt, ist weiter und hat keinen schlechteren Notendurchschnitt als die Klasse meiner Tochter. Übrigens tun die wenigen Jungs in der Klasse meiner Tochter mir sehr leid, die armen Kerls wirken auf mich dauerhaft gelangweilt und genervt. Vor dem Einschulen unseres Sohnes haben wir in der Schule glücklicherweise in Erfahrung gebracht, daß er nicht von „M.&B.“-Lehrern unterrichtet werden wird!

    Zu dem „so konnte es ja nicht weitergehen“: warum eigentlich nicht, sind wir Älteren auf Grund unserer damaligen Bildung denn alle im Leben gescheitert oder beherrschen wir in weiten Teilen nicht die dt. Sprache in Wort und Schrift?!? Dieses Phänomen scheint mir doch eher in jüngerer Zeit vermehrt aufzutreten.

    Tatsächlich bin ich bis heute meiner damaligen Deutschlehrerin dankbar, wir waren ihre letzte Klasse vor der Pension!

  5. Wir sind total enttäuscht von Myrtel und Bo.
    Die Texte sind eine totale Überforderung für einen 1.Klässler!
    In der Klasse( 1. und 2. Klasse zusammen) meiner Tochter sind mittlerweile 4 Wiederholer. Unsere Tochter hat überhaupt keine Motivation lesen zu lernen.( z.B.: Fiorella besucht das ungeheurliche Ungeheuer, die Seeschlange. Das Pferd Pfiffikuss liegt unter einem Apfelbaum. Die Petersilie und der Schnittlauch werden gewaschen und geschnitten.)

    Seit Ostern mussten wir als Eltern eingreifen, damit unser Kind überhaupt lesen lernt.
    Wir haben uns von Jansen, Streit und Fuchs das Lernbuch „Lesen und Rechtschreiben lernen“ zugelegt.
    Leider wussten wir vor der Einschulung unserer Tochter noch nichts von „M.&B.“, ansonsten hätten wir mit Sicherheit eingegriffen.

    Mit diesem neuen IntraActPlus-Konzept hat unsere Tochter endlich wieder Spaß am lernen und ist wieder motiviert.

  6. Auch wenn die meisten von uns das Lesen und Schreiben ohne große Schwierigkeiten auch mit steinzeitlichen Methoden erlernt haben, muss man doch nach einem gründlichen Blick auf unsere Gesellschaft sagen, dass wir durchaus und unbedingt Erneuerungen im Bildungssystem brauchen. Ich finde nicht, dass wir es ohne Weiteres hinnehmen können, dass Jugendliche ohne Schulabschluss aus dem Schulsystem entlassen werden. Oft haben diese Kinder die Freunde am Lernen bereits in der Grundschule verloren und empfanden ihre gesamte Schulzeit als Tortour.

    Natürlich ist es auch bei der Arbeit mit einem didaktisch sowie fachlich exzellenten Lehrwerk nicht auszuschliessen, dass einzelne Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten haben, das Lesen zu erlernen (was wohl besonders der Fall sein wird, wenn das Elternhaus das Lehrwerk und seine Protagonisten ablehnen). Dazu sollten Eltern doch nicht nur fragen, wie weit eine Lerngruppe im „Stoff“ ist, sondern auch, wie weit die Kinder Thematiken tiefgehend verstanden haben, kreative Texte schreiben können und ob sie Freude am Lernen haben! Freude am Lernen führt nachweislich zu einem höheren Lernerfolg.

    Ich habe mit Myrtel und Bo unterrichtet und bin von der Qualität der Materialien überzeugt, da meine Schüler sehr gut und sehr gerne mit Myrtel und ihren Freunden gelernt haben. Ich war überaus überrascht von der positiven Rolle, die die kleine Raupe nach kürzester Zeit im Schulleben der Kinder einnahm. Natürlich liegt der Lernerfolg aber wie bei jedem Lehrwerk auch mit der Lehrperson, den Kindern und allen Erziehenden zusammen.

    • Ich sehe allerdings nicht, daß „M.&B.“ nun so motivierend sind, daß damit Schulabbrüche reduziert werden können.

      Unbedingt Erneuerungen im Bildungssystem: aha, wir sind also mit einem effektiven Schulsystem und der anschließenden guten Ausbildung u./o. Studium zu einer prosperierenden Wirtschaftsnation geworden … und deshalb müssen wir also das Bewährte und Erfolgreiche kippen?

      Ich empfinde es durchaus als verletzend, mit welcher Selbstverständlichkeit von dem Lehren und Lernen vor reformpädagogischen Ansätzen als „Steinzeit“ gesprochen wird, das disqualifiziert in harter Weise den Einsatz älterer Lehrergenerationen!

      Freude am Lernen: sicher erhöht das den Lernerfolg, allerdings war das auch den Lehrern bekannt, die mich vor Jahrzehnten unterrichtet haben und denen ich heute noch dankbar bin!

      Einige Kinder mögen von „M.&B.“ angetan sein. Ich erfuhr allerdings, daß etliche Mädchen und insbesondere alle Jungs die „Heiteitei – Tütelüt“-Geschichte nur mit Groll ertrugen und kann das von Herzen verstehen, bei mir wäre es nicht anders.

      Da damals unsere Tochter nun mal mit „M.&B.“ unterrichtet wurde, versuchten wir uns in konstruktiver Unterstützung und natürlich Motivation … allerdings waren dem bei mir irgendwann deutliche Grenzen gesetzt; nach einer bestimmten Zeit verspürte ich stets den unbändigen Drang, draußen Holz zu hacken!

      Daß es auch anders geht, sehen wir derzeit bei unserem Sohn, er wird mit „Toby“ unterrichtet. Er lernt erfrischend gutwillig, hat einen nachvollziehbaren Erfolg … und diese ganze ermüdende Strukturdebatte (wie viele Kisten sind notwendig, wer hat die aktuelle Karteikarte und kann ich eine Kopie bekommen, ist das jetzt Wochenplan oder Hausaufgabe, und, und, und) gibt es nicht mehr.

      Und selbstverständlich lernen wir mit ihm zusammen und versuchen ihn zu motivieren und zu unterstützen!

      Für unseren „Nr. 3“ werden wir auf jeden Fall eines Tages vor der Einschulung in Erfahrung bringen, welches Lernkonzept unterrichtet werden soll … „M.&B.“ ist ein Ausschlusskriterium, glücklicherweise gibt es hier mehr als eine Grundschule in normaler Reichweite!

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