The Return of „Tante Emma“! Dorfläden kommen wieder…

5 Kommentare

Georg findet die Nachricht:

In der Sendung WISO beimZDF gabs einen schönen Beitrag über Dorfläden. Die kleinen Läden wurden durch das Preisdumping und Marketing konsequent platt gemacht. Die Konsumenten trugen Ihren Teil bei, kauften nur noch bei den Ketten und Großmärkten, und so starben immer mehr „Tante Emma Läden“. Irgendwann merkten die Leute aber, dass so ein Krämerladen im Dorf oder Kiez eine ganz wichtige Funktion hat, denn er ist nicht nur der Ort an dem man die kleinen frischen Einkäufe erledigt, oder schnell mal hingeht, wenn zu Hause etwas fehlt. Die Läden sind ja auch Treffpunkt und Kommunikationsquelle und wichtig für das soziale Zusammenleben. Immer mehr Menschen scheinen das zu vermissen und wollen den Dorfladen zurück.

Der Beitrag zeigt einige Beispiel und das schöne dabei war, daß die Läden ganz ohne die Hilfe von Banken und deren Kredite in Betrieb gesetzt werden konnten. Die Banken haben nämlich nur gelacht oder den Kopf geschüttelt als die Initiatoern mit Ihrer Ladenidee vorsprachen. Man hat sich aber nicht entmutigen lassen und ging von Tür zu Tür und bot den Bürgern einfach Anteile am Laden an. Die Bürger erwarben Anteile von 250 Euro oder mehr und machten somit Ihren Laden möglich. Ohne die ignoranten Herren von der Bank. Was für ein Zeichen!! Das Kredo war von Anfang an, dass der Gewinn an der Investition nicht Rendite in Form von Geld sein soll, sondern einfach die Tatsache, daß man wieder einen Laden um die Ecke hat indem man einkaufen kann. Und das ist eben mehr Wert als Geld.

Ich finde das ein gutes Beispiel, wie man durch Eigeninitiative seine Welt und Lebensumstände verbessern kann, auch ohne die gnädige Kreditvergabe einer Bank. Auf ihr Bürger, ihr wollt die Welt verändern? Dann einfach Konzept aufstellen, von Tür zu Tür gehen und machen! Ihr werdet mehr Freunde und Gönner finden als ihr glaubt. Banken braucht kein Mensch! Jedenfalls nicht um einen Dorfladen aufzubauen.

Quelle: WISO im ZDF vom 28.04.2008

Linktipp: www.dorfladen.net

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5 Gedanken zu „The Return of „Tante Emma“! Dorfläden kommen wieder…

  1. Hey Georg, den Bericht haben wir auch gesehen. Wollte auch ne gute Nachricht draus machen. Es tickt echt regelrecht bei den Menschen… wenn man Dinge richtig satt hat, kann man so viel positive Energie aufbringen. Das ist toll. Und nachahmenswert! Wie Olaf so schön sagte: Die Revolution kommt von ganz unten… aber sie kommt!

  2. yep, jrossartich! nach meiner meinung bräuchten wir viel mehr privater und kleiner geschäfte. ich würde das auch unterstützen. stellt euch nurmal vor: an der ecke gäbe es einen bäcker, der wirklich echt backt und echtes brot aus echtem teig herstellt. herrlich 😀

  3. cooler beitrag.

    aber zu dem bäcker steffken, der echt noch selber backt muss ich sagen, die kenne ich dann doch noch. in einer großstadt zwar eher selten zu finden, aber auf dem land schon noch. 😀

    aber so ein toller tante emma laden, wo man vielleicht auch nicht unbedingt heute das bekommt was man braucht, sondern vl. erst morgen, hat doch wirklich eine andere lebensqualität. gibt es denn wirklich so viele wichtige dinge die man wirklich unbedingt jetzt und sofort braucht?
    ich kenne solche läden noch aus meiner kindheit und ich fand es auch immer klasse, dort einkaufen zu gehen, weils einfach eine art persönliche note hatte.

    stimme dir kerstin aber auch zu, dass man wirklich mit dagegen wirken, positives bewegen und unterstützen kann.

    netter beitrag, der zum nachdenken anregt.

  4. Ersteinmal Glückwunsch zur schönen Grundidee Eures Blogs!
    Was die kleinen Läden angeht, habe ich sowieso seit langem den Eindruck, dass die anhaltende Gigantomanie in vielen Bereichen für die Psyche der Menschen nicht gerade förderlich ist, denn je größer der Laden, in dem ich einkaufe oder die Firma, in der ich arbeite, desto kleiner und unbedeutender komme ich mir selbst vor. Und umso bedeutender kommen sich Leute in Führungspositionen vor, die machtbesoffen Entscheidungen ohne Rücksicht auf tausende Einzelschicksale treffen.
    Insofern ist die ein oder andere Rückbesinnung, z.B. in Form solcher Projekte wie hier beschrieben, bestimmt förderlich für unser soziales Gefüge und vielleicht ja sogar ein kleiner Zukunftstrend.

  5. erst gestern habe ich im radio gehört, dass die menschen von vor über hundert jahren, von ihren wesen und bewusstsein her und wohl überlegen waren. fortschritt hat eben doch manchmal einen bitteren beigeschmack. also zurück zur guten alten zeit *schwärm*

    😀

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