Interkulturell & Interreligiös: Muslime und Juden beten gemeinsam in der Synagoge!

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Kerstin findet die Nachricht:

„Er wolle mehr über die Geschichte der Juden im Rheinland erfahren und wissen, ob und in welcher Weise er und seine türkischen Freunde von den Erfahrungen der Juden in Deutschland lernen könnten – mit dieser ungewöhnlichen Bitte wandte sich der Siegburger Moslem Hicabi Saglam vor einigen Wochen an die jüdische Gemeinde Düsseldorf. Die Gemeinde zeigte sich an dem interkulturellen Dialog interessiert und lud Saglam und weitere 40 Türken aus Siegburg zu einem Synagogenbesuch ein. Als eine der ersten muslimischen Gruppen überhaupt führte Gemeindemitglied Shoshana Rosen die Türken durch das Gotteshaus – und ließ die Gäste sogar den Thoraschrank öffnen.“

Weiter heißt es in dem Artikel von Holger Klein im Kölner Stadt-Anzeiger:

„Synagogenführerin Rosen ließ die beeindruckten Türken – sie gehören keiner Vereinigung an, sondern sind ein Freundeskreis, der sich um die Integration der Türken in Siegburg bemüht – die Thora ausrollen und las auf Wunsch der Gäste Passagen aus der Gebetsrolle vor. Im Gegenzug sang der mitgereiste Vorbeter der Siegburger Moschee in der Synagoge eine Friedenssure aus dem Koran. Selbst ihr Abendgebet verrichtete die muslimische Gruppe in dem jüdischen Gotteshaus. Organisator Hicabi Saglam sagte: „Warum Krieg, warum Streit, warum Tot? Wir sind alle Brüder mit den gleichen Wurzeln.“ Er will den Kontakt mit der jüdischen Gemeinde vertiefen.

Als ich am Wochenende diese Nachricht gelesen habe, fragte ich mich: „Warum schafft es so eine kleine aber sehr bedeutsame Meldung nicht als Aufhänger in die Nachrichtensendung? Ist es nicht mehr als positiv und vor allem sympathisch, zu lesen, wie zwei Kulturen aufeinander zugehen und Barrieren überwinden, um Vorurteile abzubauen und von Gemeinsamkeiten zu profitieren? Diese Nachricht ist so viel mehr wert, als jeder Bericht über die politische Debatte zur Einführung von Islamunterricht oder die Aufklärung mutmaßlicher Wohnungsbrände. Diese Nachricht berichtet ein Aufeinanderzugehen aus der Realität und schafft es, auch bei uns Deutschen, Vorurteile abzubauen und Integration erlebbar- und erfahrbar zu machen. Toll!

Quelle: Der Artikel ist leider nicht im Online Archiv des KSTA zu finden.

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