Kicken unterm Kopftuch

8 Kommentare

Kerstin findet die Nachricht:

Im Rahmen der Berlinale wurden am Donnerstag, 14. Februar 2008, zum 22. Mal die TEDDY Awards verliehen. „Football under Cover“ von David Assmann und Ayat Najafi erhielt den TEDDY für den besten Dokumentarfilm. Dem Gewinnerfilm gelingt es sehr filmisch und unglaublich fesselnd, auf subtile und humorvolle Weise die Geschlechterrollen im Sport in islamischen Gesellschaften zu zeigen“, heißt es in der Jurybegründung. Die Produktion der Flying Moon Filmproduktion GmbH mit rbb und ARTE erhielt außerdem den Publikumspreis. Der weltweit wichtigste schwul-lesbische Filmpreis zeichnet jeweils einen Kurz-, Dokumentar- und Spielfilm aus. Zum zweiten Mal wurde auch ein Publikumspreis vergeben.

Über den Film:
„Football under Cover“: Im April 2006 tritt die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft, die bislang vor Männerblicken geschützt nur in einer Halle spielen durfte, in Teheran gegen eine Frauenmannschaft aus Berlin-Kreuzberg an. Es ist das erste offizielle Frauenfußballspiel im Iran seit der Revolution vor 27 Jahren. Trotz anwesender Sittenwächterinnen feuern über 1.000 begeisterte Zuschauerinnen die Mannschaften mit Gesang und Tanz an. Fußball wird zum Hoffnungsträger für ein Leben ohne religiöse Zwänge. Die Idee zum Spiel entstand am Rande der Berlinale in Berlin. Dort traf Marlene Assmann, Rechtsfuß und Linksverteidigerin des Kreuzberger Vereins „BSV AL-Dersimspor“, den iranischen Filmregisseur Ayat Najafi. Er erzählte ihr von der iranischen Frauenfußballmannschaft, die noch nie gegen ein anderes Team gespielt hat. Beide beschlossen, das zu ändern. Und darüber einen Film zu machen. Ein Jahr dauerten die Vorbereitungen. Immer neue Schwierigkeiten tauchten auf. Doch die Mädchen gaben nicht auf. Am Ende erfüllte sich der Traum vom gemeinsamen Fußballspiel und symbolisierte: Veränderung ist möglich.
Ich finde diese Nachricht wundervoll, da ich a) einen Teil der Frauenmannschaft kenne und b) es sehr bewundere, wie zwei Menschen an einen Traum glauben, ihn verwirklichen und durch die Dokumentation damit einen Teil Zeitgeschichte schreiben. Leider habe ich den Film bislang selber nocht nicht sehen können. Ich bin sehr gespannt: Ab 10.04.2008 läuft der Dokumentarfilm in guten Programmkinos!
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8 Gedanken zu „Kicken unterm Kopftuch

  1. also DAS ist ja wirklich eine wirklich schöne nachricht. diesen film muss ich UNBEDINGT sehen!
    als fußballfan kann man sich echt freuen, wenn mit so einer aktion wirklich ein zeichen gesetzt wird. toll toll toll.

    moment mal… das ist doch wohl nicht der film über connis mannschaft, von dem sie erzählt hat?

    *nachdenk*

    so viele filme über iranische frauenmannschaften wird’s wohl nicht geben.
    krass. jetzt bin ich verblüfft.

  2. Ja, finde ich auch klasse. Ich habe Im Fernsehen, im Rahmen der Berlinale Berichterstattung etwas über den Film gesehen und fand die Ausschnitte auch sehr bewegend. Absolut positiv, was die Damen da auf die Beine gestellt haben (und der Regissuer natürlich auch). Also, erstens schau ich mri den Film definitv an, und ausserdem werd ich wohl mal ein Spiel der Mannschaft in Berlin besuchen und rumjubeln.

    Es lebe der (Frauen-)Sport!

  3. Gestern waren wir bei der Kino-Premiere von „Football under cover“. Großartiger Film. Toll. Tolle authentische Geschichte, die erzählt und begleitet wird. Viel wichtiger aber: Der Film ist ein Stück gelebte Freiheit für die Frauen im Iran und ein Stück gelebte weibliche Friedlichkeit, wenn es um Verständigung und Aufeinanderzugehen geht. Toll, dass das Thema Fußball so wundervoll dazu beitragen kann, über ganz andere kulturelle und politische Dinge nachzudenke – und eines ganz klar zu verdeutlichen: Wer sich für Frauenrechte einsetzt: Ab ins Kino!

    Angucken. Angucken. Angucken. Läuft ab Donnerstag in vielen Kinos!

  4. danke für diese super meldung
    hab mich schnell „schlau “ gemacht
    in mannheim läuft der film im
    Cinplex, auf den planken 4
    um 15 / 17 /19 uhr…
    mal sehen ob ich noch ein paar leute
    animieren kann mitzukommen
    liebe grüße nach berlin der „morgensten“

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