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Gesunde Wälder: Vom Engagement eines Försters!

Kerstin findet die Nachricht:

Ich habe noch einen interessanten und wirklich vorbildlichen Menschen kennengelernt:

Dietmar Gottfriedsen, Förster.

Dietmar Gottfriedsen beschäftigte sich ausführlich mit einem Thema: Natürliche Waldverjüngung durch Direkteinsaat von standortgerechtem Baumsamen! Das hört sich vielleicht komplex und so landwirtschaftlich an, ist aber eine sinnvolle Überlegung, wenn es um die Frage geht: Wie werden unsere Wälder in Zukunft aussehen?


Da Dietmar Gottrfriedsen die zunehmende Entfremdung unserer Gesellschaft von der Natur als Problem erkannt hat, dem man besonders im Kindesalter noch entgegenwirken kann, organisiert er seit 1998 die Aktion “Eichhörnchen”, bei der Schulklassen aus dem kleinen Landkreis Süd-Dithmarschen an einem Tag Eicheln sammeln und diese in forstlich genutzte Nadelholzbestände einsäen. “Das Ziel der Aktion ist ausschließlich, die Kinder wieder für den Wald zu interessieren”, sagt der engagierte Förster und benutzt den Begriff der Waldpädagogik. Bisher nahmen an den drei herbstlichen Aktionen rund 10.000 Kinder teil, somit wurde etwa die Hälfte der Kinder des Landkreises erreicht. Dies war nur durch eine massive E-Mail-Kampagne möglich. Die Schulen nehmen das Angebot sehr gerne an. Höhepunkt ist für viele das Lagerfeuer im Wald, mit Grillen und Folienkartoffeln.

waldsaat

Quelle: www.waldsaat.de

Zunächst sammeln die Kinder in einer Eichenallee etwa 200-300 Eicheln und säen diese später in ausgewiesenen Flächen aus. Die Flächen werden dann mit einem Holzschild, auf dem der Name der Schule eingraviert ist, gekennzeichnet. Außerdem erhält die Schule Kartenmaterial, um ihr Waldstück später wieder zu finden. Dadurch soll erreicht werden, dass sich die Kinder mit ihrem heranwachsenden Wald stärker identifizieren.

Angespornt durch den Erfolg, sowohl hinsichtlich der Beteiligung als auch bezüglich des Jungaufwuchses auf den Flächen, wurde deutschlandweit eine Kampagne gestartet, um ähnliche Aktionen auch woanders durchzuführen.

Als Reaktion auf das immer größer werdende Interesse an seinem Engagement ruft er nun in verschiedenen Internetforen alle Menschen, die irgendwie mit Bildung, Wald oder Naturschutz zu tun haben, auf mitzumachen und auch in der eigenen Region ein Wald-Projekt zu starten.

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7 comments Mai 15, 2008

Sofa-Tausch mit Gastgeschenk: Das Fremde reinlassen!

Katharina findet die positive Nachricht:

Köln, Barbarossaplatz. Ich stehe vor der Eingangstür am Bauhaus und versuche in all den fremden Gesichtern, die vorbeieilen, eins zu finden, das ich mal auf einem Photo gesehen habe. Ein finnischer Student mit blondem Haar und Brille, wahrscheinlich mit größerem Rucksack. Da hab ich ihn auch schon entdeckt! Aber wer ist der Typ neben ihm? Er kommt mit dem Mann, der ihn per Anhalter aus den Niederlanden mitgenommen hat und dieser will ein paar Wörtchen mit mir wechseln: “Da komm ich nicht drauf klar! Du, Mädel, lässt einen Kerl bei dir übernachten, den du noch nie gesehen hast? Warum?” Warum nicht? Der Kerl, der mich fragt, ist Journalist und will eine Story mit uns machen über Couchsurfing. Zwei Tage später treffen wir ihn zum Interview. So merkwürdig finde ich die Geschichte nicht. Aber ich sehe ein, dass das geniale Projekt missioniert werden muss!

Der Finne hat mir vor ein paar Tagen auf www.couchsurfing.com geschrieben, dass er eine Bleibe in Köln sucht und ich hatte halt Zeit. Das Profil sah nett aus, warum also nicht den ersten Versuch wagen? Und nun gehen wir zwei in meine Wohnung, unterhalten uns über dies und das, die Fahrt, das Studium, die Familie und so. Ich zeig ihm die WG und das Bett, in dem er schlafen wird und koche uns was. Dann gehen wir in die Stadt, ich zeig ihm alles, was ich wichtig und interessant finde. Wir verstehen uns prächtig und meine Freunde begrüßen den Exoten abends herzlich auf einer Party. Ich muss am nächsten Tag schon um 6 Uhr weg. Der Couchsurfer schläft noch, ich verlasse das Haus, werde ihn aber zum Interview mit dem Reporter wiedersehen. Später kommen mir Zweifel. Wird mein Notebook noch auf meinem Schreibtisch stehen? Meine Kamera? Ich kenne den Typen doch gar nicht!

Als ich am nächsten Tag in mein Zimmer zurückkomme, steht alles dort, wo es sein sollte, das Bett ist gemacht und wir treffen uns wie verabredet. Alle Befürchtungen waren umsonst.

Was folgt sind zwei Franzosen, ein Belgier, eine US-Amerikanerin, ein Ungar, eine Australierin usw. Ich fange an, das Prinzip zu lieben. Jeder Gast ist so anders und so respektvoll. Ihre Profile sind realistisch, die Referenzen gut, das Verifizierungssystem sorgt für ein sicheres Gefühl, das macht mich so froh an einem solchen Austausch teilzuhaben. Manche lassen Musik da, andere Rezepte, einen Wein oder einfach lustige Geschichten.

Dann fahr ich selbst. Innerhalb von sieben Wochen geht es zu 14 Couchsurfern. Und ich merke, warum alles immer so rund gelaufen ist bei mir zu Hause. Die unendliche Dankbarkeit dafür, dass ich bei diesen Fremden eben nicht als Fremder sondern als ihr Gast empfangen werde, verwandelt sich in tiefen Respekt. Nicht im Traum könnte mir einfallen, etwas Unangebrachtes zu sagen oder zu tun. Ich bleibe immer ein bis vier Nächte. Ich lerne Menschen und Lebensumstände kennen, die ich so nie getroffen habe. Ich genieße unglaubliche Großzügigkeit, die mir schon fast zu viel wird! Womit habe ich so viel Gutes verdient? “Nein, ich bezahle, du bist der Gast! Wenn ich mal zu dir nach Köln komme, dann bin ich dein Gast, dann lädst du mich auf einen Kaffee ein, aber jetzt ist es eben so!” Ohje, so viel Gutes! Naja, auch ich hab schon Bier in Köln bezahlt und Essen gekocht. Was für eine merkwürdige Form von Geben und Nehmen! Eine Nacht schlafe ich in einer Jugendherberge in Riga. Die Franzosen, die ich dort treffe, sind erstaunt über das, was ich mit meiner Gastgeberin der vorherigen Nacht alles in der Stadt gesehen hab, die Chinesen liegen auf ihren Betten und wälzen die Reiseführer und die Engländer sind die ganze Nacht feiern. Dieser Ort könnte auch San Francisco oder Reykjavík sein. Ich bin froh, dass es nur eine Nacht ist, weil ich mich der Stadt so fern fühle. So sind es doch die Einwohner erst, die eine Stadt beseelen und zu einem Original machen.

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2 comments Mai 3, 2008

utopia.de - das Internetportal für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil

Georg findet die positive Meldungsquelle:

Ich bin neulich auf einer Bahnfahrt im DB Magazin auf einen positiven Artikel gestossen. Dort wurde das Internetportal www.utopia.de und seine Ziele vorgestellt. Auf dem Portal findet man unter anderem dieses Statement:
“Die Macher eint der Wunsch, nicht mehr länger nur darüber zu reden, sondern endlich einen positiven, unser Leben nachhaltig verändernden Prozess in Gang zu setzen. Utopia ist der Anfang dieses Prozesses.”

Weiter schreibt man dort “Jeder ist herzlich eingeladen, mitzumachen. Registrierte Utopisten erfahren hier, welche Produkte und Dienstleistungen man heute mit gutem Gefühl kaufen kann. Schnell, einfach und lebensnah finden Sie Tipps und Ideen, Rat und Tat, Fakten und Empfehlungen für ein neues, bewussteres Leben.

Utopisten bewerten Produkte, Marken und Unternehmen, tauschen ihre Erfahrungen aus, posten Beiträge und kommentieren. Die Utopia-Redaktion versorgt Sie mit den neuesten Infos, den wichtigsten Hintergründen und den heißesten nachhaltigen Produktentwicklungen. Zu den Mitgliedern der Community gehören auch ausgewiesene Experten aus allen Bereichen der Nachhaltigkeit, die Ihr Fachwissen beisteuern.”

Fazit: Ein tolle Sache, und durchaus eine Quelle für positive Nachrichten, Produkte, uvm. Die Utopie wird immer mehr zur Realität, das gefällt mir daran. Utopie ist machbar. Ich hatte vor Jahren mit einer befreundeten Künstlerin einen Begriff dafür formuliert: Realutopistik!

Gute Zeiten vorraus!


2 comments Februar 20, 2008


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