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So lauschet doch den schönen Worten: Neukölln mal anders!

Kerstin findet die Nachricht:

Aktuell finden im “Problembezirk” Berlins, Neukölln, die “Wochen der Sprache und des Lesens” statt. Vom 18. Mai bis zum 1. Juni 2008 wird der Bezirk Neukölln wieder ein Ort sein, wo gelesen, vorgelesen, musiziert, Theater gespielt, gemalt und diskutiert wird.

Das alles findet mit den unterschiedlichsten Menschen, in unterschiedlichen Sprachen und an den unterschiedlichsten Orten statt. Auf öffentlichen Plätzen, den Neuköllner Bahnhöfen der Untergrund- und Schnellbahn, in Schulen, Kitas, Cafés, Restaurants, Parks oder in Warteräumen von Arztpraxen.
Vorlese-Laien wie Profis lesen aus eigenen und fremden Werken, Kinder schaffen Gemälde, sie singen und tanzen, Jugendliche hören und machen Musik.

Über die Intention der Veranstaltung heißt es auf der Internetseite:

“Menschen ohne Sprache? So schlimm ist es noch nicht… Aber wir erleben in den verschiedensten Bereichen jeden Tag aufs Neue wie immer weniger gesprochen und die Sprache zu Schlagworten verkürzt wird.
Wir wollen deshalb auch im Jahre 2008 wieder den Reichtum unserer Sprache und die Vielfalt der Kulturen ins Blickfeld stellen. Nicht umsonst finden die zwei Wochen der Sprache und des Lesens in Neukölln statt, einem Bezirk, der unterschiedliche Kulturen und Generationen zusammenführt und dies auch an vielen Orten ausdrückt. Für 14 Tage soll das durch die geplanten Veranstaltungen näher ins Bewusstsein gebracht werden. Natürlich hoffen wir, dass von diesen zwei Wochen der Sprache und des Lesens Impulse ausgehen, die Neukölln irgendwann zum Zentrum kultureller Vielfalt machen.”

Eine gute Nachricht und ein wundervoller Ansatz, Sprachbarrieren kreativ zu begegnen und Integration aktiv zu fördern. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Modell auch in anderen Städten Früchte tragen kann… also, wie immer: Weitersagen!

Stöbern auf der Internetseite www.sprachwoche-neukoelln.de lohnt sich. Hier findet man Presseberichte, Interviews mit den Initiatoren und weitere Informationen. Also, nicht für Berliner interessant!

Quelle: Berliner Morgenpost

Linktipp: Sprachwoche Neukölln

Linktipp: Audio-Interview auf Inforadio


Add comment Mai 19, 2008

Frau Antuntas zeigt wie’s geht

Verena findet die Nachricht:

Ich wohne in Hessen. In Hessen geht’s gerade rund, wie man sicher auch im Rest von Deutschland feststellen konnte. Am Sonntag wurde gewählt und noch ist keine Einigung in Sicht. Spinnen die, die Hessen?

Manche von uns sicherlich, aber während in der Politik über Abschiebung und härtere Sanktionen diskutiert wird, sind andere längst damit beschäft, mit Optimismus und Engagement da anzupacken, wo es ihnen möglich ist. In einer Schule in der Nähe der Landeshauptstadt versucht die Lehrerin Nurgül Antuntas ihren eigenen Beitrag zur “gelungenen Integration” zu leisten. Ganz ähnlich Aylin Selcuk. Die Studentin hat mit Freunden einen Verein gegründet, um mit den falschen Vorstellungen von türkischstämmigen Jugendlichen aufzuräumen.

Das Beispiel dieser beiden jungen Frauen und der Vereinsmitglieder zeichnet ein Bild, das etwas von dem Einruck abweicht, der uns in den letzten Wochen und Monaten von jungen Türken vermittelt wurde….

Nurgül Altuntas auf der Website des DIJ

Nurgül Altuntas in der FAZ

Aylin Selcuk bei Spiegel Online

Die Deukische Generation e.V.


Add comment Januar 30, 2008


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