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Ja! Deutschland ist spitze!

Kerstin findet die Nachricht:

“Deutschland hat einer Umfrage der BBC zufolge weltweit das beste Ansehen. In 20 von 22 Ländern sind die Befragten der Meinung, dass das Land einen “überwiegend positiven“ Einfluss auf die Welt habe. Insgesamt schätzen 56 Prozent der international Befragten Deutschland positiv ein.

Ich habe diese Nachricht gelesen und dachte mir: Jawoll. Deutschland ist beliebt. Deutschland ist diplomatisch. Gastfreundlich. Reuevoll. Zurückhaltend. Friedlich. Sozial. Im Vergleich zu vielen vielen Ländern dieser Erde leben wir in einem überdurchschnittlich gesunden und wenigstens noch ein bisschen demokratischen Land, das nun die Früchte aus der Vergangenheit ernten kann: Jahrelange Geschichtsaufarbeitung und vielleicht auch ein bisschen Anti-Macho-Merkel-Power haben ihre Spur hinterlassen. Die Welt mag uns! Nur war bis jetzt keiner stolz darauf, weil es war nur so eine Selbstwahrnehmung. Jetzt belegt es die BBC Studie, die sicherlich nicht repräsentativ ist, wahrscheinlich aber ein ganz gesundes Stimmungsbild widerspiegelt: Deutschland hat ein gutes Image.

Ich finde diese Nachricht hat Kraft und Ausstrahlungspotenzial. Menschen, die stolz sind auf ihr Land, leben auch lieber in diesem. Und wer gerne lebt, ist ein Optimist. Optimisten stecken andere an. Dann gibt es viele Optimisten und ein Deutschland voller positiv denkender Menschen.

Also: Macht einen Kreis auf der Landkarte um unser Land. Wir sind beliebt. Und das ist auch gut so! (extra mal ein bisschen überspitzt)

Frage an alle: Stolz oder Humbuck? Was glaubt Ihr, was ist dran am Super-Image unsres Landes? :-)

Quelle: Süddeutsche


3 comments April 8, 2008

Die Schlau-Werd-Stube Kinderkrippe für eine tolle Volkswirtschaft!

Kerstin findet die Nachricht:

Der gezielte Ausbau frühkindlicher Bildungs- und Betreuungsangebote erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit der Kinder in Deutschland erheblich, später ein Gymna­sium zu besuchen. Durch das zu erwartende höhere Lebenseinkommen führt er auch zu einem deutlich größeren volkswirtschaftlichen Nutzen. Dies gilt vor allem für Kinder aus benachteiligten Verhältnissen. Dazu gehören Kinder mit Migrationshintergrund oder geringer Bildung der Eltern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung, die den Einfluss des Besuchs von Kinderkrippen (0 bis 3 Jahre) auf die Bildungsbiographie und die zu erwartenden volkswirtschaftlichen Effekte untersucht. Im Auftrag der Stiftung hatte das “Schweizer Büro für Ar­beits- und sozialpolitische Studien” (BASS) die Geburtsjahrgänge von 1990 bis 1995 der in Deutschland geborenen Kinder unter die Lupe genommen.
Weiter heißt es:
Der Studie zufolge hat die frühkindliche Bildung einen hohen Einfluss auf den späteren Bildungs­weg. Für den Durchschnitt der Kinder aus den untersuchten Jahrgängen erhöht sich die Wahr­scheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, von 36 Prozent auf rund 50 Prozent, wenn sie vorher eine Krippe besucht haben. Für benachteiligte Kinder liegt die Verbesserung der Bildungschancen durch einen Krippenbesuch noch höher. Von diesen Kindern gehen rund zwei Drittel mehr aufs Gymnasium.Auch der langfristige volkswirtschaftliche Nutzen durch den verstärkten Ausbau von Krippenplät­zen ist erheblich. Ein Gymnasialabschluss erhöht die Wahrscheinlichkeit, ein höheres Lebensein­kommen zu erzielen. Die durchschnittliche Differenz zwischen den erwarteten diskontierten Lebenseinkommen von Personen mit und ohne Abitur beträgt rund 230.000 Euro. Hiervon sind durchschnittlich fast 22.000 Euro an Brutto-Mehreinkommen (inkl. Arbeitgeberbeiträge) auf Effekte des Krippenbesuchs zurück zu führen. Die Berechnungen basieren auf Querschnittdaten für die Jahre 1996 bis 2005 des Sozioökonomischen Panels (SOEP), zu Preisen von 2005. Damit werden durch den Krippenbesuch eines Kindes volkswirtschaftliche Nutzeneffekte ausgelöst, die nahezu dreimal höher sind als die entstandenen Kosten für den Krippenbesuch von rund 8.000 Euro für eine durchschnittliche Verweildauer von 1,36 Jahren.
Eine, wie ich finde, nur auf den ersten Anschein positive Nachricht: Es freut mich, dass statistisch gesehen Krippenkids gute Chancen haben und sogar richtig pfiffig werden. Also: Weg mit dem Schmuddel-Image der weggegebenen Kinder. Was ich aber nur scheinbar positiv finde ist die Reduzierung von früh erlangtem Bildungsgrad auf spätere Wirtschaftlichkeit. In was für einer Gesellschaft leben wir? Sollte es nicht die positive Nachricht sein, dass Kinderkrippen eine offiziell anerkannte frühkindliche Betreuungs- und Bildungsform für die Frühförderung von (Klein)-Kindern sind? Es reicht doch, zu wissen, dass eine Krippe eine angesehene und mittlerweile endlich auch geschätzte Anlaufstelle für berufstätige Eltern ist. Muss man eine Zwei-Klassen-Gesellschaft dennoch wieder über das alt beliebte Thema Jahreseinkommen und Bruttolohn führen? Dreht sich der Spieß nun und sind die Glucken-Mütter die Bösen? Wann hört unsere Gesellschaft endlich auf, in VWL-Welten zu denken. Hagt mal jemand gefragt, wie es Mütern und Kinder mit und in der Krippe GEHT?Also: Eine leider nur scheinbar positive Nachricht. Oder?

Quelle: Bertelsmann Stitung

Zum Weiterlesen: Zeit Online Artikel “Kinderkrippen: Über Ideologien in deutschen Mütterköpfen”


3 comments März 8, 2008

Studie zeigt: Putzen macht sexy!

Verena findet die Nachricht:

In einer amerikanischen Studie konnte festgestellt werden, dass Männer, die fleißig ihre Hausarbeit erledigen, ein besseres Sexualleben haben als ihre Steinzeit-Kollegen.

Angesichts der angeblichen Tatsache, dass Frauen durch Hausarbeit auch im 21. Jahrhundert noch etwa 4 Wochen jährlich weniger Freizeit haben als Männer (Quelle gänzlich unbekannt), macht diese Nachricht Hoffnung auf einen ganz besonderen “Motivationsschub”, der durch die Besenkammern Deutschlands fegen könnte…

“Es gebe einen direkten Zusammenhang zwischen dem Anteil an der Hausarbeit und beispielsweise der Häufigkeit von Sex, sagte der Co-Autor der Studie, Scott Coltrane. „Allgemein gesagt: Je mehr die Männer Hausarbeiten übernehmen, desto glücklicher sind die Frauen.“ Dies schlage sich dann auch beim Sex nieder, betonte der Soziologe von der Riverside-Universität in Kalifornien.” ist in der Online-Ausgabe der FAZ zu lesen.

Ich finde diese Nachricht positiv, da sie ganz neue Wege aufzeigt, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Unklar bleibt, wie sich dies bei zusammenlebenden gleichgeschlechtlichen Paaren verhält. Mich würde außerdem interessieren, inwiefern Wohngemeinschaften von diesem Zusammenhang betroffen sind.

Quelle: FAZ Net


5 comments März 7, 2008

Image ist alles: Ostdeutschland ist besser als sein Ruf!

Kerstin findet die Nachricht:

In der Berliner Zeitung habe ich folgende Meldung gefunden:

“Der Standort Ost ist besser als sein Ruf: Das ist das Fazit der jüngsten Studie des Ifo-Instituts Dresden. Die Wirtschaftsforscher haben im Auftrag des für den Aufbau Ost zuständigen Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee (SPD) die Standortbedingungen in den neuen Bundesländern mit denen in Mittel- und Osteuropa sowie in Südostasien verglichen. Die Studie bescheinigt Ostdeutschland, mit diesen Standorten konkurrieren zu können: “Die Bedingungen, in Ostdeutschland zu investieren, sind offenbar sehr, sehr gut”, sagte Tiefensee gestern bei der Vorstellung der Studie. “Leider wissen das zu wenige Investoren.” Aus diesem Grunde wolle die Bundesregierung verstärkt die Werbetrommel für den Standort Ost rühren.”

Weiter im Artikel heißt es:

“Die Industrie im Osten liege in einigen Sparten mit Wachstumsraten von rund zehn Prozent deutlich über den Zuwachsraten in Westdeutschland. Mehrfach habe der Osten in den vergangenen Jahren die höchsten Anlageinvestitionen je Einwohner im Vergleich mit den mittel- und osteuropäischen Ländern auf sich ziehen können. Obwohl die Arbeitskosten im Osten im Vergleich zu den Konkurrenzstandorten als Nachteil gewertet wurden, plädierte Tiefensee für höhere Löhne. Er setzte sich für die Einführung von Mindestlöhnen im Osten ein. “Wir brauchen dieses Auffangnetz”, sagte er. Unauskömmliche Dumpinglöhne seien auch ein Grund für den Wegzug von Fachkräften und deshalb nicht hinnehmbar.”

Ich lese diese Nachricht nun schon fast zum vierten oder fünften Mal seit 2005. Aber ich vermisse es als Thema bei Anne Will oder Maischberger. Wie kann es sein, dass fünf Bundesländer eine positive Entwicklung nehmen, die Arbeitsbedingungen besser werden, aber niemand sich in der Öffentlichkeit mal stellvertretend für eine starke Region hinstellt und positive Stimmung verbreitet? Gut, dass Menschen sich selbst Foren suchen um gemeinsam Stimmung zu machen. Im Ossiforum ist das Thema “Ostdeutschlands Wirtschaft” grade mitten in der Diskussion und als ich so mitlas hatte ich das Gefühl: Wow, da sind Menschen endlich mal stolz auf etwas. Es bedarf nicht immer der political correctness oder der akribischen Analyse von harten Fakten - es geht hier um ein gesundes Heimatgefühl. Schön, wenn sich das endlich mal wieder in Ostdeutschland einstellt und noch schöner, wenn nach dem 09. November 2009 kein Gedenktag mehr nötig wäre um über Unterschiede zweier Länderteile zu sprechen sondern nur darüber, was der eine vom anderen lernen kann. Denn das ist´ne ganze Menge!

Quelle: Berliner Zeitung

Quelle: Ossiforum.de


Add comment Februar 24, 2008


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