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Auf einen Blick: Die Sonnen-Ernte per Stadtplan!

Claudia findet die Nachricht:

Solarstromförderung
Vorbild Osnabrück

Die Stadt Osnabrück bietet ihren Bürgern einen besonderen Service: Im Internet ist auf einem Stadtplan jedes der ungefähr 70 000 Gebäude rot markiert, auf dessen Dach man mindestens 95 Prozent der maximal möglichen Solarstrahlung „ernten” kann. So will die Stadt zur Installation von Sonnen-Kollektoren animieren.

Wieder ein schönes Beispiel für eine Idee, die einmal gedacht und realisiert wurde und nun einfach 100-fach übernommen werden kann. Ich frage mich aber: sind die Städte so vernetzt, dass auch der Hamburger, Berliner, Dresdner, Münchner und Klein-Nirwanahausener davon überhaupt was mitbekommt, oder müssen wir jetzt darauf warten, dass die allesamt das Rad auch noch mal neu erfinden? Vielleicht sollten die Reporter positiver Nachrichten mal nach den Verteilerkästen im Staatswesen suchen, um die Damen und Herren Beamten und “Mitarbeiter im öffentlichen Dienst” mal direkt auf andere, positive Gedanken zu bringen.

Also: Weitersagen, Weiterleiten, Weiterempfehlen!

Quelle: Schrot & Korn, Ausgabe Juni 2008

Linktipp: www.osnabrueck.de/sun-area


Add comment Juli 4, 2008

Gesunde Wälder: Vom Engagement eines Försters!

Kerstin findet die Nachricht:

Ich habe noch einen interessanten und wirklich vorbildlichen Menschen kennengelernt:

Dietmar Gottfriedsen, Förster.

Dietmar Gottfriedsen beschäftigte sich ausführlich mit einem Thema: Natürliche Waldverjüngung durch Direkteinsaat von standortgerechtem Baumsamen! Das hört sich vielleicht komplex und so landwirtschaftlich an, ist aber eine sinnvolle Überlegung, wenn es um die Frage geht: Wie werden unsere Wälder in Zukunft aussehen?


Da Dietmar Gottrfriedsen die zunehmende Entfremdung unserer Gesellschaft von der Natur als Problem erkannt hat, dem man besonders im Kindesalter noch entgegenwirken kann, organisiert er seit 1998 die Aktion “Eichhörnchen”, bei der Schulklassen aus dem kleinen Landkreis Süd-Dithmarschen an einem Tag Eicheln sammeln und diese in forstlich genutzte Nadelholzbestände einsäen. “Das Ziel der Aktion ist ausschließlich, die Kinder wieder für den Wald zu interessieren”, sagt der engagierte Förster und benutzt den Begriff der Waldpädagogik. Bisher nahmen an den drei herbstlichen Aktionen rund 10.000 Kinder teil, somit wurde etwa die Hälfte der Kinder des Landkreises erreicht. Dies war nur durch eine massive E-Mail-Kampagne möglich. Die Schulen nehmen das Angebot sehr gerne an. Höhepunkt ist für viele das Lagerfeuer im Wald, mit Grillen und Folienkartoffeln.

waldsaat

Quelle: www.waldsaat.de

Zunächst sammeln die Kinder in einer Eichenallee etwa 200-300 Eicheln und säen diese später in ausgewiesenen Flächen aus. Die Flächen werden dann mit einem Holzschild, auf dem der Name der Schule eingraviert ist, gekennzeichnet. Außerdem erhält die Schule Kartenmaterial, um ihr Waldstück später wieder zu finden. Dadurch soll erreicht werden, dass sich die Kinder mit ihrem heranwachsenden Wald stärker identifizieren.

Angespornt durch den Erfolg, sowohl hinsichtlich der Beteiligung als auch bezüglich des Jungaufwuchses auf den Flächen, wurde deutschlandweit eine Kampagne gestartet, um ähnliche Aktionen auch woanders durchzuführen.

Als Reaktion auf das immer größer werdende Interesse an seinem Engagement ruft er nun in verschiedenen Internetforen alle Menschen, die irgendwie mit Bildung, Wald oder Naturschutz zu tun haben, auf mitzumachen und auch in der eigenen Region ein Wald-Projekt zu starten.

(more…)


7 comments Mai 15, 2008

Still, Herr Schäuble! Es spricht: ein Freiheitsredner!

Kerstin findet die Nachricht:

“Seit genau einem Jahr können Schulen, Universitäten und Vereine ein Netzwerk Freiwilliger in Anspruch nehmen, das ehrenamtliche Vorträge über den Wert der Privatsphäre anbietet. Die “Freiheitsredner” wollen vermitteln, welche Bedeutung überwachungsfreie Räume für uns und unsere Gesellschaft haben, wie groß die “Bedrohung” durch Kriminalität wirklich ist und wieviel Sicherheit Überwachung tatsächlich bewirken kann.

Freiheitsredner Benjamin Erhart freut sich sehr über das Jubiläum: “Die Freiheitsredner setzen ein positives Zeichen für Bürgerrechte; dabei mitzuhelfen macht mich sehr stolz!” Im ersten Jahr ihres Bestehens sind die Freiheitsredner über 70mal zu Veranstaltungen und Vorträgen eingeladen worden. “Das hat uns durchaus auch überrascht”, so der Freiheitsredner Christoph Brüning, “aber der Bedarf ist offensichtlich da. Für uns auf jeden Fall ein großer Ansporn, weiterzumachen.” Freiheitsredner haben zu aktuellen Themen wie der Vorratsdatenspeicherung oder zu Überwachung allgemein gesprochen, das Datenschutzbewusstsein von Schülerinnen und Schülern gestärkt, Ansprachen auf Demonstrationen gehalten und Ortsvereine zu eigenen Aktionen motiviert.

81 ehrenamtliche Rednerinnen und Redner aus ganz Deutschland gehören dem Netzwerk zurzeit an. Es handelt sich hauptsächlich um engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine bessere Balance zwischen Privatsphäre und Selbstbestimmung einerseits und den Kontrollrechten der staatlichen Sicherheitsbehörden andererseits einsetzen. Die Vorträge sollen zu einer informierten Auseinandersetzung mit dem Thema Privatsphäre anregen und können prinzipiell kostenfrei gebucht werden.

Ich finde das eine gute Nachricht! Was Herr Schäuble in seinem Ministerium beschließt, verdient Gegenargumente und Meinungsstarke Konkurrenz. Die Freiheitsredner beweisen also auch: Wenn man sich zusammenschließt und Kompetenzen synergetisch nutzt, dann wird aus Leise Laut und aus einem Viele. Wieder eine kleine Bewegung, die Veränderung schaffen kann. Weiter so, ihr alle da draußen!

Quelle: Social Times

Linktipp: www.freiheitsredner.de


Add comment Mai 8, 2008

Taugt der Pauker? Wenn Schüler ihre Lehrer selbst einstellen!

Kerstin findet die Nachricht:

In der WDR-Sendung “echtzeit” vom 13.04.2008 bin ich über diesen Beitrag gestoßen:

Abi im Alleingang. Wir machen Schule!

“Sie haben sich im vergangenen Jahr von ihrer Schule abgemeldet und ein eigenes Projekt gegründet, quasi eine eigene Schule. Die zehn Freiburger Schüler haben ein Ziel: Sie wollen sich selbst den Stoff fürs Abitur beibringen. Diese Woche schreiben sie ihre erste Prüfung. Nun wird sich zeigen, ob ihr Experiment erfolgreich war. Diskussionen um Schulreformen, G8, kürzere Schulzeit und überlastete Schüler – fast jeder glaubt, dass an unserem Schulsystem vieles marode ist und es an allen Ecken und Enden bröckelt. Und bislang bleibt es meist beim Reden darüber. Niemand handelt wirklich, so empfinden es viele Schüler. Ganz anders dagegen Alwin, Lena und ihre acht Stufenkollegen aus Freiburg. Tausende Schüler haben schon mit dem Gedanken gespielt: Wie wäre es, wenn wir unser eigenes Ding machen? Die zehn Freiburger haben diese Idee zur Realität gemacht. Damit sind sie die Ersten. Helden? Idealisten? Spinner?”

Definitiv Helden, Visionäre und Utopisten. Toll. Schüler, die selbst das Zepter in die Hand nehmen, weil sie aus erster Quelle wissen, wo die Schulen Nachholbedarf haben. Zudem wissen 18-Jährige in der Regel schon ganz gut, wie sie ticken, lernen und was sie an Methoden interessiert. Beste Voraussetzungen fürs “Selbstständig werden!

“Möglich ist dieser Abi-Alleingang durch die so genannten „schulfremden Prüfungen“. Eigentlich sollen damit Berufstätige eine Chance aufs Abitur bekommen – an Systemausbrecher, wie die Freiburger Schüler, hatten die baden-württembergischen Ministerien wohl kaum gedacht, als sie diese Möglichkeit schufen. So raten sie heute auch vom Weg der Freiburger Schulausbrecher ab. Doch sollte das Experiment glücken, dann wird die Diskussionen neu entfacht (…) Den Staat kosten Alwin, Lena und ihre acht Mitstreiter auf jeden Fall nichts. Die Schüler finanzieren ihr Projekt selbst: Dank Zuschüssen von Eltern und Spenden von Unternehmen. (…)”

Sehr schön. Ein Gesetztes-Eigentor, welches schlaue junge Menschen zu nutzen wissen. Klar, das jetzt wieder Panik ausbricht und alles mies geredet wird: Bleibt den jungen Menschen zu wünschen, dass Sie ihr Abi schaffen und einen tollen Job oder Studiumsplatz finden, der zu ihnen passt und der sie glücklich macht. Ganz nebenbei stärken Sie durch ihr Projekt das Selbstwertgefühl ausgewählter Lehrer, die fachlich ware Glücksgriffe sind, im maroden deutschen Schulsystem aber völlig untergehen. Eine wirklich gute Nachricht aus Freiburg!

Ich wünschte, so etwas hätte es zu meinem Abi schon gegeben. Endlich mal eine Chance für mündige Schüler, selbstbestimmt zu lernen und mit ihrem eigenen Weg ans große Ziel zu kommen!

Quelle: WDR echtzeit Beitragstext

Linktipp: WDR echtzeit “Wir machen Schule” - Beitrag im Netz ansehen!


4 comments April 16, 2008

Vorbild Afrika: Einmal mit Sonne aufladen, bitte!

Mathias findet die Nachricht:

Wie in einem Bericht der ‘Sonnenseite’ (Franz Alt) zu lesen ist, arbeitet am Victoriasee in Kenia die deutsche Solarworld AG - zusammen mit zwei anderen Unternehmen - an einem weltweit einzigartigen Projekt für die Lichtversorgung ohne Stromnetz. An einer eigens dafür gebauten Solarstation können die Anwohner Akkus für energiesparende Lampen und Leuchten sowie andere Elekrogeräte günstig und gleichzeitig umweltschonend wieder aufladen.

Die Sonnenseite schreibt:

“(…) hier leben rund 30 Millionen Menschen ohne Zugang zum Stromnetz. Die Lichterzeugung findet bisher durch das Verbrennen von Kerosin statt; was nicht nur die Gesundheit der Menschen gefährdet, sondern auch die Umwelt stark belastet.”

Umso erfreulicher, dass nun mit einem Pilotprojekt versucht wird, auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Technologie umzusteigen. Sehr viele Menschen leben in der Victoriasee-Region vom Fischfang.  In der Nacht versuchen dabei die Fischer mit Hilfe von Licht, Fische anzulocken. Was bisher mit Kerosinleuchten funktionierte, wird nun durch solarbetriebene Lampen abgelöst. Wenn man bedenkt, dass allein die Brennstoffkosten für das Kerosinlicht bisher ungefähr die Hälfte der monatlichen Einnahmen der Fischer verbraucht haben, kann man die Tragweite der neuen Lichterzeugung erahnen: Das Umrüsten auf Solarstrom-Lampen amortisiert sich bereits nach 4 Wochen !

Positive Folgeeffekte treten ebenfalls ein: Die  neue Stromversorgungs-Infrastruktur erschließt zusätzlich neue Arbeitsmöglichkeiten, denn natürlich wird geschultes und trainiertes Betriebs- und Verkaufspersonal ebenso gebraucht, wie auch neue Finanzierungssysteme für die Nutzung dieser Pioniertechnologie entstehen.

Mich begeistert der Gedanke, dass endlich auch auf dem afrikanischen Kontinent die Nutzung der Solarenergie (hier: Photovoltaik) stärker forciert wird. Wenn es hier etwas im Überfluss gibt, dann ist es Sonnenlicht - und zwar vollkommen umsonst.  Abgesehen von Anschaffungs- und Wartungskosten fallen deshalb für die Menschen bei der Nutzung der Solarlampen keine weiteren Kosten mehr an.

Ein echter Ausstieg aus der ‘fossilen Abwärtsspirale’ und eine sehr hoffnungmachende positive Nachricht.

Quelle: Sonnenseite.de


1 comment April 14, 2008


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