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Intelligenz hat Stil - die ungewöhnliche Idee eines Abiturjahrgangs
Kerstin R. findet die Nachricht:
Eine originelle und ungewöhnliche Idee hatte der Abiturjahrgang des Johann-Schöner-Gymnasiums aus Karlstadt (Kreis Main-Spessart). Die Abiturienten haben einen Pin-up-Kalender herausgegeben, auf dem sich ihre attraktivsten und hübschesten Mitschülerinnen von einer etwas anderen Seite zeigen. Das Projekt wurde von dem kompletten Jahrgang getragen und unterstützt. Die Leitung dafür übernahm der Kunst-Leistungskursler Johannes Hofer. Franz Steinmetz erstellte die Internetseite und kümmert sich um die Bestellungen und den Verkauf.
“Die Reaktionen sind alle positiv. Man hat uns gratuliert zu den ästhetischen Aufnahmen und viel Glück gewünscht.” Eine Ehefrau habe beispielsweise den Kalender als Geburtstagsgeschenk für ihren Mann bestellt. Ein ehemaliger Karlstadter, jetzt Professor für Anorganische und Analytische Chemie in Darmstadt, wünschte “den Abiturienten/Abiturientinnen des Karlstädter Gymnasiums, nach ausgiebiger Erholung von den Strapazen des Abiturs und des Feierns, einen guten Start in die Arbeitswelt beziehungsweise in das Studium. Als kleinen Sonderbeitrag in die Abiturkasse werde ich für den Kalender gerne 20 Euro entrichten”, versprach er. Die Abiturienten geben sich bescheiden und verlangen eigentlich nur acht Euro.Kritik gab es nur wegen der fehlenden Männer-Models. “Es wäre toll, wenn Ihr ein paar Monate auch für männliche Modelle reserviert hättet! Oder habt Ihr keine schönen Jungs?”, lautete eine Frage an die Kalendermacher. Übrigens ist auch die überwiegende Meinung im Lehrer-Kollegium zum Pin-up-Kalender positiv.“Uns ist nur ein Lehrer bekannt, der dem Projekt ziemlich kritisch gegenüber steht”, verrät Franz Steinmetz ohne Namensnennung. “Es freut uns immer wieder, überall auf den Kalender angesprochen und gelobt zu werden”. Das Projekt scheint zum Stadt- und Dorfgespräch geworden zu sein.Die sicherlich nicht unangenehme Arbeit als Fotograf der hübschen Gymnasiastinnen hat sich für Abiturient Johannes Hofer schon jetzt gelohnt. Dem Stettener, der später einmal professioneller Fotograf werden möchte, sind wegen des Kalenders zwei Praktika angeboten worden.
Dieses Projekt zeigt was in unseren Jugendlichen steckt: Intelligenz, Lebensfreude, Phantasie, Kreativität, Mut und Zukunft.
Weiter so…die Welt braucht euch.
12 comments Juni 24, 2008
Kunst für jedermann: DIE TAUSCHLADE
Volkmar findet die Nachricht:
Ich bin im Internet auf einen Blog gestoßen, der eine gute Sache probiert:
dieTauschlade (www.dietauschlade.wordpress.com) bietet die Möglichkeit kreativ-künstlerische Produkte (im weitesten Sinne) mit anderen zu tauschen … mit dem Ziel, eigene Kunstwerke zu verbreiten, Kreationen anderer kennen zu lernen und zu erwerben … um zu begeistern oder sich selbst inspirieren und erfreuen zu lassen!
Das Procedere ist ganz einfach:
1. Tauschobjekt auswählen (entweder live oder auf der Homepage - einfach einen Kommentar bei dem entsprechenden Inhalt abgeben und das Kunstwerk „reservieren“).
2. Eigenkreation mit ausgefülltem Anhänger einschicken / einreichen (Name des Künstlers / der KünstlerIn + Titel des Kunstwerks).
3. Tauschobjekt bekommen.
4. Sich freuen.
Ich finde, das ist eine richtig nette Idee! Passt doch zu dem Zitat: “Der Künstler ist nicht eine andere Art von Mensch, aber jeder Mensch ist eine andere Art von Künstler.”
Linktipp: www.dietauschlade.wordpress.com
Add comment Mai 20, 2008
Sympathisch: Handgemalte Kunst für die Hosentasche!
Kerstin findet die Nachricht:
Ich habe vor einigen Wochen auf utopia.de Nora von der Decken kennengelernt. Nora ist Künstlerin aus Kassel und macht völlig unkonventionelle Dinge, die dazu geführt haben, mich als bislang weniger Kunst-Interesierte, für etwas wundervolles zu sensibilisieren. Ich finde dieses Engagement von ihr so schön, dass es eine positive Nachricht wert ist und ich gerne auf diesen positiven Menschen aufmerksam machen möchte!
Nora malt kleine quadratische Bilder, die alle zusammen ein großes Bild ergeben. Diese kleinen Bilder gibt sie Freunden mit auf Reisen oder klebt sie selbst an den unterschiedlichsten Orten fest: Fensterscheibe, Bankautomat, Türrahmen, Wand… auf der Rückseite der Bilder ist immer der Name des Bildes, seine Nummer und ein kleiner Text, dass es dieses Bild nur ein einziges Mal gibt, und das es sich freut nun einen Besitzer gefunden zu haben. Nora streut also mit ihren Mannaputs - so heißen die kleinen Bilder - Kunst in die Welt, ohne zu wissen, wo die Bilder landen und wem sie gehören. Das einzige, was sie weiß: Kunst wird durch diese Aktion greibar!
Ich habe Nora per Email interviewt. Hier ein Auszug daraus:
Nora, hast du schon einmal Feedback von jemanden erhalten, der eines der mannaput-Bilder mitgenommen hat?
Ich habe viele Reaktionen auf die mannaputs bekommen und eine hat mich sehr berührt. Eine Frau aus Hamburg hat in einem der documenta Gebäude eines gefunden und wusste sofort, dass es was anderes ist. Sie schrieb, sie traue sich normalerweise nicht zu atmen in solchen Ausstellungen und ihr Mann
sagte ,er würde sie auch wegen Kunstraub im Gefängnis besuchen. Sie hat es von der Wand gepopelt und dann erfahren, daß das Bild sich bei ihr bedankt. Sie hat mich dann später besucht und mir erzählt, dass “MAMMA 433″ etwas ganz entscheidendes in ihrem Leben bewirkt hat.
Was möchtest du mit deinen Bildern aussagen/vermitteln?
Ich möchte nichts Bestimmtes aussagen. Meine Bilder beantworten mir die Fragen die meine Seele an die Welt hat in einer Weise, die mit Worten nicht zu sagen sind. Im oben genannten Beispiel haben sie etwas transportiert was nicht draufsteht, das können sie wohl.
Nutze diesen Platz, um auf deine Kunst aufmerksam zu machen. Was ist deine Botschaft an alle Kulturbanausen dieser Welt!
„Ich verschenke Kunst. Die Kunst ist sogar auf alte Photos gemalt, wovon ich übrigens viele brauche. Also wenn Ihr mal welche wegschmeissen wollt, lieber mir schicken. Wenn Ihr mal irgendwo in der U-Bahn oder auf dem Klo, im Museum, in der Bar oder irgendwo, ein kleines 8×8cm grosses Bildchen seht, dann könnt Ihr es abnehmen und von hinten anschauen. Da werdet Ihr erfahren, daß es sich freut, daß Ihr es genommen habt und daß es jetzt an Euch liegt was weiter mit ihm geschieht. Also Augen auf im täglichen Hamsterrad, sie sind in der ganzen Welt zu finden, genauer in bisher 40 Ländern und es werden täglich mehr. Sie gehören immer nur dem der sie gerade in der Hand hält, kaufen kann man sie nicht.”
Ich finde es eine wunderschöne Idee. Jeden Tag stolpern wir alle über Flyer und Poster, Müll und Dreck - hetzen durch die Gegend. Noras kleine Bilder tragen dazu bei, einmal genauer hinzusehen, für einen Moment innezuhalten und sich darüber zu freuen, dass man ein selbstgemaltes Unikat gefunden hat. Ich finde dieses Engagement von Nora unterstützenswert. Schön, dass es Menschen wie sie gibt, die selbstlos und unkommerziell etwas Gutes in die Welt senden! Los gehts: Lasst uns mannaputs suchen!
Übrigens. für alle Berlinerinnern & Berliner: Ein ähnliches Projekt gibt es aktuell auch in der Galerie Degenhartt - die Ausstellung heißt “Ausgesetzte Bilder!”
Linktipp: Webseite von Nora von der Decken
Filmtipp: Nora verteilt ihre Bilder auf der documenta in Kassel
9 comments April 23, 2008






