Artikel getaggt mit ‘gute nachricht’
Carsharing auf dem Vormarsch
Lars findet die Nachricht:
Am 20. Februar berichtete der Bremer Weser-Kurier:
Immer mehr Deutsche teilen sich ein Auto, anstatt einen eigenen Wagen zu erwerben. Davon profitiert auch die Bremer Carsharing-Firma Cambio. Allein im vergangenen Jahr habe man mehr als 3000 neue Mitfahrer gewinnen können und damit den Kundenstamm in Deutschland um 19 Prozent auf 19 000 aufgestockt, teilte das Unternehmen gestern mit.
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Mit diesem Plus übertreffen die Bremer die durchschnittliche Zuwachsrate der deutschen Carsharing-Branche, die deren Bundesverband für 2008 auf 18,1 Prozent beziffert. Auch im vergangenen Jahr hat Cambio sein Stationsnetz weiter ausgebaut und ist seit neun Monaten auch in Berlin präsent. In Belgien können die Cambio-Autos ebenfalls in mittlerweile 13 Städten gebucht werden. In beiden Ländern zusammen hatte das Unternehmen Anfang 2009 nach eigenen Angaben mehr als 25 000 Kunden.
“Die hohen Kosten für das eigene Auto und die nicht absehbaren Folgen der Banken- und Finanzkrise befördern die Nachfrage nach gutem Carsharing-Service”, sagt der Geschäftsführer der Cambio-Gruppe, Joachim Schwarz. Er rechnet deshalb auch im laufenden Jahr mit einem gleichbleibend zweistelligen Wachstum.
Für mich ist dies aus dreierlei Gründen eine positive Nachricht:
Zum einen steht dieser Artikel unter der von mir bisher noch unbemerkten Rubrik „DIE GUTE NACHRICHT“ auf Seite 15 unten links im Weser Kurier. Die „GUTEN NACHRICHTEN“ sind also auf dem Vormarsch; unser Weg ist der Richtige!
Zum zweiten freut es mich aus wirtschaftlichen Gründen nicht nur für die Carsharing-Firma Cambio, sondern aus den uns allen bekannten Umwelt-Klima-Gründen ist Carsharing das einzig Wahre, sofern man nicht gänzlich auf ein PKW verzichten kann oder will.
Zum dritten finde ich es positiv, dass sich die deutsche Bevölkerung zunehmend auf innovative Lösungen gegen die Umweltproblematik einlassen. Waren es (lt. Pressemeldung am 21.10.03 nachzulesen auf der Cambio-Seite) im Oktober 2003 noch etwa 10.000 Carsharing-Nutzer, hat sich der Cambio-Kundenstamm in fünf Jahren mehr als verdoppelt. Kaum auszudenken, wie die Entwicklung in fünf oder zehn Jahren sein wird auf dem Hintergrund, dass es sich beim Auto um des Deutschen Liebstes Kind handelt!!!
Eine zweite Chance! Der Jugendrichter aus Granada…
Sabine findet die Nachricht:

Ich bin vorgestern im TV auf eine Dokumentation gestoßen, die mich beeindruckt hat. Hier wurde ein Jugendrichter aus dem spanischen Granada vorgestellt, der bekannt dafür ist, dass er jugendliche Straftäter mit ihren Taten konfrontiert und individuell “bestraft” bzw. “belehrt”. Sowas habe ich noch nie gesehen – die Jugendlichen haben alle positiv über ihre “Strafen” gesprochen und meist ihre zweite Chance ernsthaft genutzt. Nicht verurturteilen, sondern hinterfragen, warum die Jugendlichen bestimmte Dinge tun – das liegt diesem Jugendrichter am Herzen. Eine tolle Doku, die ich hiermit gerne empfehlen möchte. Sie läuft am 20. und 27. Februar 2009 noch einmal auf Arte (–> LINK) bzw. auch online zu sehen auf Arte.de – (LINK)
Hier noch mal eine kurze Beschreibung zum Film:
Der Jugendrichter von Granada, Emilio Calatayud, ist bekannt für seine außergewöhnlichen, unkonventionellen Urteile. Ein junger Gewalttäter, der einem anderen Jugendlichen “eine in die Fresse haut”, lässt er in den Toiletten von staatlichen Einrichtungen Spiegel putzen. Damit er, wie der Richter sagt, “Gelegenheit hat, stets in die eigene ‘Fresse’ zu schauen”. Einen anderen Jungen, der Motorrad ohne Versicherung fährt, lässt er über Hundert Stunden lang in einer Unfallklinik mit Behinderten arbeiten. Computer-Hacker, die Firmen große Verluste bringen, müssen Gleichaltrige in Informatik unterrichten. Emilio Calatayud lässt die Täter die Tragweite ihrer Taten spüren. Und er versucht zugleich, Lernprozesse in Gang zu setzen – nicht nur bei Bagatelldelikten. Emilio Calatayud ist nicht nur der prominenteste, sondern auch der erfolgreichste Jugendrichter Spaniens. Er lässt die jungen Täter nach dem Urteilsspruch nicht allein. Er begleitet sie jahrelang, bis sie wieder in die Gesellschaft zurückgefunden und eine Zukunftsperspektive haben. Dabei kann er sich auf die Hilfe eines Teams von 30 Psychologen und Sozialarbeitern stützen. In Granada nennt man Emilio Calatayud deshalb “Padrazo” – den großen Vater. Er schafft es, dass über 70 Prozent der Jugendlichen, die aufgrund ihrer Straftaten in einer geschlossenen Anstalt landen, nicht rückfällig werden.
Linktipp: Kurzdokumentation online auf ARTE
Hatice Akyün erhält Preis für Toleranz und Zivilcourage
Kerstin findet die Nachricht:
Die Journalistin und Schriftstellerin Hatice Akyün erhält den Duisburger Preis für Toleranz und Zivilcourage. Am Auschwitz-Gedenktag, dem 27. Januar, werde die Autorin in der jüdischen Gemeinde mit dem Preis geehrt, teilte das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage mit.
Akyün rücke in ihren Büchern humorvoll und pointiert den Eigenarten ihrer türkischen und deutschen Landsleute zu Leibe, hieß es in der Preisbegründung.
Akyün, geboren 1969 in Zentralanatolien, kam 1972 mit ihrer Familie nach Duisburg, wo sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Sie schrieb für «Emma», «Max» und den «Tagesspiegel». Für den «Spiegel» verfasste sie Reportagen über den Brandanschlag in Solingen und die Situation zehn Jahre später. Mit ihrem Buch «Einmal Hans mit scharfer Soße» gelang ihr auf Anhieb ein Bestseller. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Hamburg.
Ich gratuliere Hatice Akyün! Toll, dass endlich auch deutsch-türkische Frauen den Mut aufbringen, mit Intelligenz, Charme und Stil zur Integration in Deutschland beizutragen. Wir brauchen noch viel mehr solcher Vorbilder. Zu Hatice Akyün empfehle ich eine Auswahl an Video- und Online-Lektüre:
Linktipp 1: Homepage von Hatice Akyün mit vielen Beiträgen und Interviews
Linktipp 2: Das Stadtgespräch mit Hatice Akyün auf TV Berlin
Linktipp 3: Hatice Akyün als Bloggerin beim Blog der WAZ
Foto: www.akyuen.de
Das gibts ja garnicht: Bürgermeister verschenkt Geld!
Petra findet die Nachricht:
Das Hamburger Abendblatt überraschte am 16.01.09 mit einer guten Nachricht auf der ersten Seite: “Gemeinde beschenkt alle Bürger mit 100 Euro”. So etwas habe ich seit dem Begrüßungsgeld nicht mehr gelesen und war baff.
Hier die Originalmeldung:
Buchholz/Schwäbisch Hall – Glück hat, wer in Buchholz wohnt: Die kleine Gemeinde im Kreis Schaumburg (Niedersachsen) macht ihren 763 Bürgern ein besonderes Geschenk: Jeder Einwohner erhält 100 Euro. “Wir haben 78 000 Euro nicht erwartete Einnahmen aus Gewerbesteuern”, begründete Bürgermeister Hartmut Krause das “kommunale Konjunkturpaket”. Auch die Stadt Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) zeigt sich großzügig. Jeder bedürftige Rentner erhält in diesem Monat ein Gutscheinheft über 50 Euro – für kostenlose Busfahrten, Rabatte beim Apotheker oder einen Besuch beim Friseur.
Bild:www.pixelio.de
Puh: Ganz normale Vorbilder!
Kerstin findet die Nachricht:

Wer sind die Vorbilder des Alltags? step21, eine bundesweite Initiative für Toleranz und Verantwortung, hat Schüler im Rahmen eines Kreativ-Wettbewerbs danach gefragt und jede Menge Antworten erhalten.
Über 300 Beiträge nahmen am Wettbewerb teil, darunter zahlreiche Einsendungen von Schulklassen und aus europäischen Nachbarländern. Den ersten Preis in der Kategorie Kinder gewann Jana (12) aus Xanten mit einer Biographie ihres Vaters: Mein Vater hat mir gezeigt, dass man alles erreichen kann! In der Kategorie Jugendliche wurde Tanja (17) aus Schortens mit dem Hauptpreis ausgezeichnet: Mein Vorbild ist mein Großvater, weil er jeden Tag mit einem Lächeln begonnen hat.
Wer sind die [Vorbilder des Alltags] ??
Die Vorbilder der heutigen Jugend sind nicht nur Medien- oder Popstars. Dies dokumentierte die multimediale Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge. Es sind vielmehr Eltern und Freunde, 1 Euro-Jobber oder Altenpfleger – Menschen des Alltags. So individuell die gewählten Vorbilder der Kinder und Jugendlichen, ihre vorbildlichen Eigenschaften ähnelten sich sehr: Vorbilder sind offen, tolerant und für andere da. Und: Jeder kann durch eigenes Handeln zum Vorbild werden. Hier ein Auszug aus einem Gewinner-Beitrag:
[... aus einem Video]
Manchmal ist es schwer:
anders zu sein,
seine Gefühle zu zeigen,
für andere offen zu sein,
ich selbst zu sein,
zu sagen was ich will,
für andere einzutreten,
das richtige zu tun,
verstanden zu werden,
neues anzunehmen.
Manchmal ist es schwer,
dann brauche ich jemanden, der:
zu mir hält,
der gegen den Strom schwimmt,
meine Hand hält,
mich so annimmt wie ich bin,
für mich einsteht,
mit mir geht,
mir Mut macht,
mir alle Farben des Lebens zeigt,
mich verteidigt,
mich auffängt.
Bist du ein Vorbild? Dann zeig es doch!
Auf der Webseite von step21 gibt es ein 10-seitiges PDF mit den Beiträgen der Gewinner. Schaut euch das mal an. Da kann man wunderbar mal ein paar Minuten bei entspannen und – ja – glücklich sein. Wenn für viele Kinder und Jugendliche noch die eigenen Eltern, Großeltern oder Nachbarn Vorbilder sind, dann ist der Einfluss unser aller heiß geliebten Popstars wohl noch nicht ganz so groß. Ein toller Wettbewerb mit einer tollen Idee. Gute Nachricht!









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