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Bremer Fans wehren sich gegen Rechts
Verena findet die Nachricht:
Beim Spiel von Werder Bremen am 09.11. gegen den VfL Bochum gab es auf dem Platz keine Sieger im Bochumer rewirpower-Stadion, die Partie endete torlos mit 0:0.
Die Fans jedoch konnten durchaus punkten. Als elf Mitglieder der rechtsorientierten Hooligan-Organisation „Nordsturm Hansestadt Bremen“ kurz nach dem Spiel im Stadion zum wiederholten Male versuchten, einen Banner mit ihrem Totenkopf-Logo und ihrem Kürzel zeigten, gab es lautstarke Beschwerden der Fans.
„Als einige Bremer Spieler vor die Kurve liefen und sich bei ihren 4000 mitgereisten Anhängern bedankten, reagierten die Fans mit lautstarken Pfiffen. Verwundert blickten sich die Spieler an und dachten zunächst, das torlose Unentschieden habe die Anhänger verärgert. Dabei galt der Unmut einer kleinen Abordnung der Gruppierung „Nordsturm Hansestadt Bremen“, die ein Transparent mit der Aufschrift „NSHB“ ausrollte.“ (Welt Online)
Die Grün-Weißen Fans stimmten „Nazis raus“-Rufe an und provozierten – allerdings vereinzelt auch durch Handgreiflichkeiten – einen Polizeieinsatz. Auch Bochumer Fans schlossen sich den Bremern an, bis die Gruppe von der Polizei aus dem Block gebracht wurde.
Da kein Strafbestand vorlag, wurden sechs Personen der NSHB-Gruppe, die der Polizei bereits bekannt waren und dem rechten Spektrum zugeordnet werden konnten, nach einem Gespräch am Samstagabend per Zug zurück nach Bremen geschickt.
Für mich eine gute Nachricht, weil die Bremer Fans nicht hilflos und resigniert reagierten, sondern couragiert zeigten, dass sie es nicht zulassen, dass die rechten „Fans“ das Fußballstadion als Bühne nutzen.
Quelle:
Add comment November 11, 2008
Ein Schuss, elf Mann, ein Tor: Berliner Fans bauen Stadion für Ihren Club um!
Ron findet die Nachricht:
Historisches geschieht derzeit in unserem Verein. Unglaubliches! Sensationelles!! Der Eindruck könnte sich aufdrängen, dass das den meisten noch gar nicht so richtig klar ist. Zumindest war das in den ersten Tagen und Wochen so, seit zwei, drei Wochen sind ja so nach und nach auch Presse, Funk und Fernsehen aufmerksam geworden. Aber auch in unseren eigenen Reihen scheint sich so manchem die Dimension der Ereignisse noch gar nicht so richtig erschlossen zu haben. Fans von FC Union Berlin bauen sich ihr eigenes Stadion. Selber, freiwillig, ohne Bezahlung, teilweise in ihrem Jahresurlaub.
Auch das Vereinsheim der BSG Chemie Grünau (heute Frankonia Wernsdorf) wurde von den eigenen Spielern in ihrer Freizeit errichtet und ähnliche Sachen passierten und passieren sicher bei jedem dritten Sportverein in Deutschland oder anderswo. – Aber nee, nee – so was ist nicht gemeint! Wer sprechen hier von einem kompletten Stadionumbau! Keine Aufhübschung unschöner Stellen (die wird, weil ja gerad genug Leute und Werkzeug vor Ort sind, gleich mal schnell mitgemacht: neue und neugestrichene Ballfangzäune und Begrenzungsgeländer auf den Nebenplätzen, komplette Sanierung der Kassenhäuschen, Betonierung des Kopfballpendel-Untergrunds, Umwandlung der bislang grün-weißen Toiletten- und Klocontainer in Rot-Weiß u.a.m. sind nur einige Beispiele), keine Sanierung vorhandener Substanz, kein Neubau eines bestimmten Bereiches, nein! Hier wird gerade der Komplett-Umbau eines gesamten Stadions durch die Fans vorgenommen!
Und zwar nicht nur durch die Bauenden selbst. Die sind Unioner, klar (oder Sympathisanten und Interessierte wie Otto aus Leipzig, der davon gehört hatte, anreiste und über eine Woche tatkräftig mithalf, weil er diese ungewöhnliche Aktion so cool fand, oder der ‘11Freunde’-Readakteur, der das alles real miterleben wollte – zu Recherchezwecken sicher, aber ein paar Tropfen Unioner-Blut werden inzwischen auch durch die Adern dieser beiden fließen), aber auch die vielfältige Unterstützung der dort Arbeitenden organisieren Fans vor Ort:
Die Logistik (eine gewaltige Herausfordeung, die nicht einfach zu bewerkstelligen ist!), die Baustellen-Betreung, sämtliche Organisation (zu der Dinge gehören, die Unbeteiligten gar nicht so klar sind) – alles wird von Unionern durchgeführt!
Natürlich sind´s nicht die Arbeiter allein, die Eisen biegen, Schalungen an- und abbauen, Beton einfüllen und begradigen u.s.w., es sind auch richtige Baufirmen am Start, die den professionellen Gesamtrahmen absichern mit viel Material und modernem Baugerät. Wer die Werbebanden unseres Stadions oder die Aufstellung der Union-Sponsoren und -partner in unserem kleinen Heftchen mal näher studiert hat, weiß: in diesem Bereich sind wir zum Glück mit Union-Verrückten mit entsprechenden Firmen reich gesegnet. Und wenn natürlich auch Fremdfirmen mit dabei sind (viele von denen aber auch mit latenter oder neu gewonnener Union-Sympathie), besteht das Gros aus denen, die später auch wieder regelmäßig auf ihren selbstgebauten Traversen stehen werden.
Ist es irgendwo auf der Welt schon mal vorgekommen, dass sich Fans und Mitglieder eines Fußballvereins in Eigeninitiative und eigener Regie ihr Stadion selbst entwerfen und bauen bzw. grundsanieren?So lange keiner das Gegenteil beweisen kann, trägt diese unvergleichliche Aktion “Kiek an – wir bauen!” den Untertitel “WELTWEIT EINZIGARTIG!” im Namen!
2 comments August 8, 2008
Fußball verbindet!
Kerstin findet die positive Nachricht:
Nach dem Spiel Deutschland – Türkei am Mittwoch kam es zu keinen großen Ausschreitungen zwischen den Anhängern beider Nationen. Ich habe keine Schlagzeile gestern gefunden, die das mal ausdrücklich betont und gelobt hat
Also mache ich das mal. Achtung…
Tooooor! Tooooor! Tooooor für interkulturelles Fußball-Fieber!
Also, ich muss sagen, Sport darf ruhig höher bewertet werden, wenn es um Möglichkeiten von Integration und Multikulturalität geht. In Berlin gibt es etliche Döner-Läden mit zwei Fahnen, etliche Asia-Imbisse mit schwarz/rot/gold….etliche Menschen, die einfach gemeinsam Spaß haben. Man sollte das mal mehr betonen, als immer nur auf Prügel zu warten. Ich freu mich aufs Finale! Ole Ole Ole ! (das war spanisch
)
1 comment Juni 27, 2008
Dribbel Weltrekord!

Andi findet die Gute-EM-Nachricht:
Der neue Weltrekord im Fußball dribbeln – er ist tatsächlich geschafft! Kinder der Schneckental-Grundschule aus dem badischen Weinort Pfaffenweiler spielten am 7. Juni um 13.34 Uhr den Ball durchs Zieltor am Tinguely-Brunnen in Basel. Das 100-Tage-Projekt „Fit am Ball 3000 – Der Dribbel-Weltrekord von funny-frisch“ von der Deutschen Sporthochschule Köln ist damit geglückt! Am Ziel wurden die Kinder im EM-Pavillon des Fürstentums Liechtenstein von Offiziellen aus der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland geehrt – stellvertretend für ihre 10.000 Mitspielerinnen und Mitspieler aus 200 Schulen. Der Liechtensteiner Sportminister Klaus Tschütscher: „Eine überwältigende Aktion, deren völkerverbindende Idee vorbildlich ist.“ – „Wir freuen uns sehr, dass dieses beispiellose Breitensport-Projekt Basel als Zielpunkt gewählt hat“, ergänzte der Basler OK-Chef Hanspeter Weisshaupt.
Exakt 3.067,8 Kilometer in 100 Tagen. Von Leipzig über Berlin nach Hamburg, über Hannover zum Ruhrgebiet, danach an Rhein, Main, Neckar und Donau entlang Richtung Süden. Zu den Alpen, zum Bodensee und in die Schweiz: Niemals zuvor wurde ein Ball gemäß Fußballregeln über eine solche Strecke bewegt! Jedes der rund 10.000 Kinder, die an der Rekord-Dribbel-Staffel teilnahmen, darf sich nun wie versprochen Weltmeister nennen. Guinness World Records belohnt das einmalige Breitensport-Spektakel mit einem offiziellen Eintrag ins Buch der Rekorde.
Der am 29. Februar in Leipzig gestartete Staffel-Lauf ist Teil von Deutschlands größtem Schulsport-Förderprojekt „Fit am Ball“, das die Deutsche Sporthochschule Köln unter Leitung von Prof. Jürgen Buschmann seit 2003 an rund 1.500 Schulen betreibt. Finanziert und unterstützt wird die Aktion vom Kölner Kartoffelchips-Produzenten Intersnack („funny-frisch“, „Chio“) als sogenannte Corporate-Social-Responsibilty-Maßnahme. Ziel von „Fit am Ball“ ist die Prävention von Übergewicht im Kindesalter: durch pädagogische Direkthilfe in freiwilligen Sport-AGs, durch wissenschaftliche Forschung und durch öffentlichkeitsstarke Kampagnen für einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung. Die aktuelle Aktion „Fit am Ball 3000“ wurde durch sozialpsychologische Forschungen des Frankfurter Soziologen Prof. Ulrich Oevermann angeregt: Nach dem Motto „Mitschüler werden zu Freunden“ standen bei der Dribbel-Staffel solidarische Freundschaftsgruppen im Fokus, die durch gemeinsame sportliche Erfolge einzelne benachteiligte Kinder stärken sollen.
Für „Fit am Ball 3000“ dribbelten 200 Schul-Teams jeweils rund 15 Kilometer lange Halbtagesetappen. Ein Team aus Sportstudenten, Gesundheitsexperten und Berichterstattern begleitete die 100tägige Reise durch Deutschland. Unabhängige Zeugen beurkundeten täglich den ordnungsgemäßen Ablauf des Rekordversuchs. Zwischenstationen waren alle zwölf WM-Stadien der Fußball-WM 2006. Von dort wurde symbolisch die Fußball-Begeisterung der vergangenen WM übernommen und am 27. Mai in Lindau am Bodensee an Kinder aus Österreich und der Schweiz – den Veranstaltern der kommenden Samstag startenden Fußball-EM – übergeben. Das Projekt wurde über eine tagesaktuelle website laufend dokumentiert – die Basis für ein im Frühherbst erscheinendes Buch und eine Videodokumentation zum Projekt.
Den Hintergrund, Kinder auf die Straße zu bekommen und ein wenig was für ihre körperliche Fitness zu tun, steckt hinter dem Gedanken von „Fit am Ball“. Verkehrt finde ich die idee nicht – vorallem kann man die Kids so auch ein wenig (versteckt) motivieren, damit sie ein wenig aktiver werden und soziale Kontakte aufbauen, pflegen, knüpfen, wie auch immer…. anstelle immer nur in der Bude zu hocken. Gute Sache!
Add comment Juni 14, 2008
Wasser – Marsch!

Verena findet die Gute-EM-Nachricht:
Viva con Agua WASSER!MARSCH
39 Tage Pilgerwanderung von Hamburg nach Basel zum UEFA Euro 2008 Eröffnungsspiel
Die Idee des WASSER!MARSCHES: 852 Kilometer sind die Viva con Agua “Wasserläufer” durch Deutschland mit einem kongolesischen Lastenfahrrad, dem Tshukudu, gewandert. Das ungewöhnliche Gefährt ist eine Dauerleihgabe des TV-Moderators Jörg Pilawa an die Hamburger Trinkwasserinitiative ‚Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.’, die sich speziell für Wasserversorgung in Entwicklungsländern engagiert.
Vom 30.04. bis 7.06.2008 pilgerten 7 VcA-Aktivisten die gesamte Strecke zu Fuß von Hamburg zum Eröffnungsspiel der Euro 2008 in Basel. Alle
Die 7 haben jeden dazu eingeladen, Viva con Agua auf dem Weg zu einem besseren globalen Wasser-Bewusstsein in Europa sowie zur Umsetzung konkreter Trinkwasserprojekte in Afrika und Lateinamerika zu begleiten und zu unterstützen.
Die von Benjamin Adrion (Fußballprofi St. Pauli) ins Leben gerufene Initiative für Entwicklungszusammenarbeit organisiert verschiedenste kulturelle Events. Durch Konzerte, Partys, Lesungen, Ausstellungen und vieles mehr schafft der Verein Bewusstsein für die weltweite Trinkwasserproblematik. Die Erlöse dieser Veranstaltungen fließen in Trinkwasserprojekte, welche gemeinsam mit der Deutschen Welthungerhilfe realisiert werden.
Diesmal wurde gewandert. „Ob wir auf der Strecke eingeladen werden, ob und Übernachtungen ermöglicht werden, wir Bananen und Waffeln geschenkt bekommen oder auch nur anfeuernde Worte mit auf den Weg mit bekommen, all das macht unseren Weg leichter und jede Blase und jeden Muskelkater wert.“ schreibt Wasserläufer Moritz Piehler im Reisetagebuch der Truppe.
Man lief mit Einzelpersonen und Schulklassen, spielte Fußball und campierte in Gärten und Umkleidekabinen. Während des Laufes fanden weitere vielfältige Aktionen statt, die für große öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt haben, zum Beispiel am 06.05. ein Konzert von „Fettes Brot“ (mit Pfandbecherrückgabe als Spende), eines mit „Wir sind Helden“, Lesungen, Partys, Sponsorenläufe von Schulen und natürlich Benefiz-Fußballspiele wie die Partie VfB Stuttgart Allstars vs. Viva con Agua Allstars am 26. Mai in Stuttgart. Michael Mittermeier empfing die Wasserläufer am 05. Juni in seiner Show in Freiburg.
Nach 39 Tagen, knapp 1055 gelaufenen Kilometern und vielen Großveranstaltungen haben sie 40 000 Euro Spenden gesammelt.
„Rund 51.000 Euro sind notwendig zur Finanzierung von 35 Brunnen in Auhya Pihni, Nicaragua – wir machen weiter!“ schreibt Piehler in seinem letzten Reisbericht.
Eine sehr schöne Aktion, weil (mindestens) sieben Menschen ihre Liebe zum Fußball genossen und gleichzeitig mit viel Energie Spenden gesammelt und für ordentlich Wirbel unterwegs gesorgt haben! Sieben Dörfer in der Großgemeinde Auhya Pihni sind es, in denen an der Ostküste Nicaraguas die Lebensbedingungen der mehrheitlich indigenen Bevölkerung verbessert werden sollen. 2.100 Menschen profitieren direkt von dem Projekt. Super!
Quelle: Viva con Agua
Add comment Juni 13, 2008






