Beiträge getaggtFinanzkrise

Mit RAD und Tat…

Andreas findet die Nachricht:

umweltprämie

Auch wenn das einige „Paragraphenhengste“ anders sehen, ich halte diese Nachricht für sehr positiv und „schmunzelnswert“…

Die Bundesregierung verschenkt im Rahmen ihres Konjunkturprogramms 2.500 Euro an jeden Käufer eines neuen Autos, wenn er seinen alten Pkw verschrotten lässt. Für diese Abwrackprämie − von der Regierung auch „Umweltprämie” genannt – macht die Bundesregierung 1,5 Milliarden Euro an Steuergeldern locker. Und das, obwohl die Prämie an keinerlei Umweltkriterien geknüpft ist und davon nur Autokäufer profitieren. Menschen, die statt des Autos lieber Bus, Bahn oder Rad fahren, gehen leer aus.

Auf der Seite des Verkehrsclubs Deutschland steht weiter:

Wenn die Bundesregierung Steuermilliarden ausgeben will, um die Wirtschaft anzukurbeln, dann muss sie dies für umweltfreundliche Verkehrsmittel tun. Wir haben eine passende E-Mail an das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Sie vorbereitet. Beantragen Sie eine Umweltprämie in Höhe von 2.500 Euro für den Neukauf eines Fahrrads bei Verschrottung Ihres mindestens neun Jahre alten Autos oder klapprigen Drahtesels. Für den übrigen Betrag beantragen Sie Fahrausweise für den öffentlichen Verkehr. Drücken Sie damit symbolisch Ihren Protest aus: Die Konjunkturpakete der Bundesregierung sind autofixiert und nicht zukunftsfähig! Wir haben zwei Versionen für Sie vorbereitet: Fordern Sie eine Umweltprämie für Ihr altes Auto oder, wenn Sie keins haben, für Ihr altes Fahrrad!

Je mehr Menschen eine E-Mail an das BAFA schicken, desto höher wird der politische Druck! Empfehlen Sie die Aktion Freunden und Bekannten weiter.

Saubere Drahtesel für saubere Strassen, die lahmen Spritgäule der Autoindustrie haben ihr Hafer verjubelt!

Quelle: taz

Linktipp: Verkehrsclub Deutschland e.V.

Add comment März 9, 2009

Carsharing auf dem Vormarsch

Lars findet die Nachricht:

Am 20. Februar berichtete der Bremer Weser-Kurier:

Immer mehr Deutsche teilen sich ein Auto, anstatt einen eigenen Wagen zu erwerben. Davon profitiert auch die Bremer Carsharing-Firma Cambio. Allein im vergangenen Jahr habe man mehr als 3000 neue Mitfahrer gewinnen können und damit den Kundenstamm in Deutschland um 19 Prozent auf 19 000 aufgestockt, teilte das Unternehmen gestern mit.

carsharing / bildquelle: www.pixelio.de

Mit diesem Plus übertreffen die Bremer die durchschnittliche Zuwachsrate der deutschen Carsharing-Branche, die deren Bundesverband für 2008 auf 18,1 Prozent beziffert. Auch im vergangenen Jahr hat Cambio sein Stationsnetz weiter ausgebaut und ist seit neun Monaten auch in Berlin präsent. In Belgien können die Cambio-Autos ebenfalls in mittlerweile 13 Städten gebucht werden. In beiden Ländern zusammen hatte das Unternehmen Anfang 2009 nach eigenen Angaben mehr als 25 000 Kunden.

„Die hohen Kosten für das eigene Auto und die nicht absehbaren Folgen der Banken- und Finanzkrise befördern die Nachfrage nach gutem Carsharing-Service“, sagt der Geschäftsführer der Cambio-Gruppe, Joachim Schwarz. Er rechnet deshalb auch im laufenden Jahr mit einem gleichbleibend zweistelligen Wachstum.

Für mich ist dies aus dreierlei Gründen eine positive Nachricht:

Zum einen steht dieser Artikel unter der von mir bisher noch unbemerkten Rubrik „DIE GUTE NACHRICHT“ auf Seite 15 unten links im Weser Kurier. Die „GUTEN NACHRICHTEN“ sind also auf dem Vormarsch; unser Weg ist der Richtige!

Zum zweiten freut es mich aus wirtschaftlichen Gründen nicht nur für die Carsharing-Firma Cambio, sondern aus den uns allen bekannten Umwelt-Klima-Gründen ist Carsharing das einzig Wahre, sofern man nicht gänzlich auf ein PKW verzichten kann oder will.

Zum dritten finde ich es positiv, dass sich die deutsche Bevölkerung zunehmend auf innovative Lösungen gegen die Umweltproblematik einlassen. Waren es (lt. Pressemeldung am 21.10.03 nachzulesen auf der Cambio-Seite) im Oktober 2003 noch etwa 10.000 Carsharing-Nutzer, hat sich der Cambio-Kundenstamm in fünf Jahren mehr als verdoppelt. Kaum auszudenken, wie die Entwicklung in fünf oder zehn Jahren sein wird auf dem Hintergrund, dass es sich beim Auto um des Deutschen Liebstes Kind handelt!!!

Linktipp: Cambio Carsharing

Add comment März 5, 2009

Das Geld-Ebay!

Kerstin stolpert über Roland auf diese Nachricht:

smava logo

Allzu oft scheitert die Umsetzung guter Ideen an der Finanzierung des Ganzen. Eine Möglichkeit Projekte zu finanzieren sind neuerdings Bürgerbanken, das sind Internetplattformen wo Bürger andere Bürger finanzieren. Hier gibt es aktuell die vorbildliche Plattform SMAVA: Das älteste Finanzierungsmodell der Welt.

Zum Einstieg ein kleiner Film:

smava ist ein Online-Marktplatz für Kredite von Mensch zu Mensch. Genau wie Privatpersonen bei eBay Sachen verkaufen und kaufen können, ermöglicht smava das Verleihen und Leihen von Geld im Internet. smava ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Anlegern und Kreditnehmern. Der Kreditmarktplatz ermöglicht es Anlegern und Kreditnehmern, sich die bei Bankgeschäften übliche Spanne zwischen Einlagen- und Kreditzins zu teilen. Davon profitieren sowohl der Anleger als auch der Kreditnehmer. smava ist keine Bank. ereits seit 300 vor Christus gibt es in China private Kreditvereine namens „lun hui“, bei denen Geld von Privat zu Privat verliehen wird. In Mexiko ist das Prinzip seit Jahrhunderten unter dem Begriff „tanda“, in Indien unter dem Namen „Kamet“ und in Japan als „Miyin“ bekannt. Trotz unterschiedlicher Namen handelt es sich immer um das gleiche Prinzip. Kredite von Mensch zu Mensch haben also eine sehr lange Tradition.

Auch in Deutschland wurden Mitte des 19. Jahrhunderts Kreditvereine gegründet, aus denen unter anderem auch die Volks- und Raiffeisenbanken hervorgingen. Da die Landbevölkerung und kleine Handwerksbetriebe Kredite damals nur zu Wucherzinsen aufnehmen konnten, gründete Friedrich Raiffeisen 1864 den ersten Darlehenskassenverein Heddesdorf. smava ist die moderne Fortsetzung all dieser Ideen, denn smava ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Anlegern und Kreditnehmern.

Eine wirklich gute Nachricht. Die Welt ist bereit für Tauschringe, Bürgerbanken und Privatkredite, bereit, sich dem Geld anders, selbstbestimmer anzunehmen. Das ist fantastisch. Tut mir leid, Herr Ackermann :-)

Linktipp 1: Smava
Linktipp 2: Stern

Linktipp 3: Bericht in der Tagesschau

4 comments Dezember 16, 2008

Staatsmänner fordern Weltfinanzkonferenz! Gut, wird auch Zeit!

Georg findet die Nachricht:

14 ehemals führende Staatsmänner Europas, darunter zwei frühere Präsidenten der EU-Kommission und sieben Regierungschefs, haben in einem Offenen Brief die Einberufung einer Weltfinanzkonferenz gefordert, um Maßnahmen zur Regulierung der Finanzmärkte zu beschließen. Dieser Aufruf wurde von den deutschen Medien mit wenigen Aunahmen unterschlagen. Den offenen Brief haben unter anderem Helmut Schmidt, Otto Graf Lambsdorff, Hans Eichel, Jacques Delors, Jacques Santer, Lionel Jospin und viele mehr unterzeichnet.

Darin heisst es gleich zu Beginn: Die gegenwärtige Finanzkrise ist kein Zufall. Es war nicht, wie einige führende Personen in der Finanz und der Politik jetzt behaupten, unmöglich, sie vorherzusagen. …. Diese Krise ist eine Krise schlecht oder gar nicht regulierter Märkte, und sie zeigt uns erneut, daß der Finanzmarkt unfähig zur „Selbstregulierung“ ist.

Gefordert wird am Ende:

„Es ist an der Zeit ein „Europäisches Krisenkomitee“ zu bilden, das aus hochrangigen Politikern, früheren Staats- und Regierungschefs oder Finanzministern und aus angesehenen Ökonomen und Finanzexperten aus allen Kontinenten besteht.“

Es ist gut zu sehen, daß es zum Glück noch ein paar wichtige Leute gibt, die den Ernst der Lage nicht nur erkannt haben, sondern jetzt auch konkrete Handlungen einfordern. Und alleine deshalb hat diese Meldung eine Berechtigung unter die Kerstins Top 1000 gute Nachrichten zu kommen :-)

Quelle: Tagesspiegel

1 comment Juni 27, 2008


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