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Klar machen wir das Zuhause! Pflegende Angehörige gründen Lobby

Kerstin findet die Nachricht:

Pflegende Angehörige aus Bremen und Hamburg haben die nach ihren Angaben erste bundesweite Interessenvertretung für ihre Gruppe gegründet. Der Verein “Wir pflegen” wolle als Ansprechpartner für die Politik pflegenden Angehörigen zu mehr Wertschätzung und Mitspracherechten verhelfen, sagte Vorstandsmitglied Reinhard Leopold dem epd.

Zwar gebe es in Dutschland vielfältige Unterstützung auf lokaler Ebene. Eine bundesweite Lobby habe aber bisher gefehlt. “Sieben von zehn pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause von Angehörigen oder Freunden gepflegt”, erläuterte Leopold. Viele der Pflegenden fühlten sich allein gelassen, seien schlecht informiert über Hilfsmöglichkeiten und mit der Pflege überfordert. In dieser Situation sei das Risiko, selbst zu erkranken, deutlich erhöht. “Zudem können Pflege und Erwerbstätigkeit häufig schlecht vereinbart werden”, ergänzte Leopold.

Die Pflegereform sei weitgehend ohne eine Beteiligung pflegender Angehöriger diskutiert und geplant worden, kritisierte die Medizinsoziologin Hanneli Döhner. In einigen europäischen Ländern wie etwa in Finnland oder den Niederlanden, in denen schon länger Lobbyorganisationen aktiv seien, stünden die Belange pflegender Angehöriger höher auf der politischen Tagesordnung als in Deutschland. Döhner leitet am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf den Arbeitsschwerpunkt Sozialgerontologie.

Ich finde das ein unterstützenswertes Engagement dieses frisch gegründeten Vereins. Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Und Alt werden gehört wie die Geburt zum Kreis des Lebens. Toll, wenn es Familienangehörigen endlich leichter gemacht wird, ihre Eltern oder Großeltern im liebevollen Zuhause zu pflegen, als in überfüllte und personell katastrophal aufgestellte Pflegeheime abzuschieben. Schade, dass erst wieder ein Verein auf Missstände aufmerksam machen muss, aber schön, dass das Thema Pflege endlich mal in den Mittelpunkt der Politik gerückt werden soll.

Quelle: Social Times
Linktipp: www.wir-pflegen.net


Add comment Juli 5, 2008

Raus aus dem Arbeitsalltag und rein ins wahre Leben!

Kerstin findet die Nachricht:

Unternehmen fördern das soziale Engagement ihrer Mitarbeiter, um selbst davon zu profitieren

In der Berliner Zeitung habe ich folgenden Artikel gefunden:

Als Bernd Schulz im Oktober vergangenen Jahres zur Arbeit fuhr, dachte er: Ich muss mal was anderes machen, ich will mehr mit Kindern arbeiten. Am selben Tag fand der Personaleinsatzplaner eine Nachricht seines Arbeitgebers im PC, der mitteilte, alle Mitarbeiter könnten sich bis zu drei Monate freistellen lassen, um an einem humanitären Hilfseinsatz oder in einem sozialen Projekt mitzuarbeiten - bei voller Weiterzahlung des Gehalts. „Da hat es gekribbelt und ich dachte: Das ist genau das, was ich will”, sagt der 43-Jährige. „Zwei Tage später habe ich mich beworben.”

Am 1. Februar 2008 wechselte Bernd Schulz seinen Arbeitsplatz. Für drei Monate. Statt bei Vodafone im Callcenter Mitarbeiter einzuteilen oder Urlaubsanträge zu bearbeiten, ging er täglich ins Büro des „Berliner Herz”. Für das ambulante Kinderhospiz arbeitete er bereits seit knapp einem Jahr als ehrenamtlicher Familienbegleiter, zuvor engagierte er sich jahrelang bei der Björn-Schulz-Stiftung, die das Kinderhospiz Sonnenhof betreibt - alles in seiner Freizeit. Jetzt hatte er viel mehr Zeit, sich um schwer kranke Kinder und Jugendliche zu kümmern.

(…) Vodafone-Sprecherin Anka Vollmann erklärt, mit solchen Programmen wolle man das Engagement der Mitarbeiter anerkennen, sie enger ans Unternehmen binden und besser motivieren. Auch andere Firmen unterstützen Mitarbeiter, die sich für die Allgemeinheit engagieren. Bei der Berliner Bank gibt es zum Beispiel die „Initiative plus”. Dort kann sich jeder Mitarbeiter einmal im Jahr einen ganzen Tag lang in seiner Freizeit ehrenamtlich engagieren. Die Organisation, die er unterstützt, erhält von der Bank 500 Euro. Ähnliche Programme haben Bayer Schering und die Gasag. Die Skandia Versicherung schickt demnächst Manager für drei Tage ins ambulante Kinderhospiz Berliner Herz. Siemens entsendet Führungskräfte zu eintägigen Hilfseinsätzen; ehrenamtlich tätige Mitarbeiter werden mit Geld- und Sachmitteln unterstützt, im Einzelfall auch freigestellt. Die Post hat ein eigenes Team aus freiwilligen Mitarbeitern, die im Katastrophenfall mit Logistik helfen und dafür bei Weiterzahlung des Gehalts freigestellt werden. Wer sich beim Technischen Hilfswerk oder bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert und bei der BVG arbeitet, wird ebenfalls zeitweise freigestellt und bekommt weiter sein Gehalt.

Und nun der wirklich positive Absatz:

Ob sich die Freistellung von Bernd Schulz für seinen Arbeitgeber rechnet, ist fraglich. „Für mich hat sich herauskristallisiert, dass ich langfristig beruflich einen anderen Weg gehen will”, sagt Schulz. Er wolle ein eigenes Hospiz gründen. Ob er dann weiter im Callcenter arbeiten wird, wisse er noch nicht.

Ich habe den Artikel gelesen und dachte. “Super”! Endlich merken Unternehmen, dass Ihre Arbeitnehmer den Druck der rationalen Arbeitswelt nicht mehr einfach so kompensieren können. Mit PC´s und Druckern läßt sich so schwer reden. Dass die Unternehmen durch die Förderung von Engagement eine engere Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen erzielen möchten, ist bedauerlich, aber legitim. Wundervoll hingegen ist, dass die Menschen einfach merken, dass das Arbeitsleben, so wie es heute leider ist, nicht mehr glücklich macht, dass es nicht mehr Werte wie Geld und Ruhm sind, die einen morgens zum Aufstehen mobilisieren. Es geht uns allen wieder mehr um das menschliche, um das Miteinander, das helfen und zuhören, anpacken und beistehen. Ich hoffe, das es bald einen kräftigen Ruck gibt…. und das Sozialsystem endlich finanziell besser gefördert und unterstützt wird. Und das die Arbeit in Hospizen und Kinderheimen so attraktiv ist wie ein Managerjob bei einem Global Player. Denn das ist unsere Zukunft!

Quelle: Berliner Zeitung

Linktipp für Engagement-Willige in Berlin und München: Gute-Tat.de

Linktipp für deutschlandweite Projekt-Sucher: dieGesellschafter


2 comments Mai 20, 2008

Still, Herr Schäuble! Es spricht: ein Freiheitsredner!

Kerstin findet die Nachricht:

“Seit genau einem Jahr können Schulen, Universitäten und Vereine ein Netzwerk Freiwilliger in Anspruch nehmen, das ehrenamtliche Vorträge über den Wert der Privatsphäre anbietet. Die “Freiheitsredner” wollen vermitteln, welche Bedeutung überwachungsfreie Räume für uns und unsere Gesellschaft haben, wie groß die “Bedrohung” durch Kriminalität wirklich ist und wieviel Sicherheit Überwachung tatsächlich bewirken kann.

Freiheitsredner Benjamin Erhart freut sich sehr über das Jubiläum: “Die Freiheitsredner setzen ein positives Zeichen für Bürgerrechte; dabei mitzuhelfen macht mich sehr stolz!” Im ersten Jahr ihres Bestehens sind die Freiheitsredner über 70mal zu Veranstaltungen und Vorträgen eingeladen worden. “Das hat uns durchaus auch überrascht”, so der Freiheitsredner Christoph Brüning, “aber der Bedarf ist offensichtlich da. Für uns auf jeden Fall ein großer Ansporn, weiterzumachen.” Freiheitsredner haben zu aktuellen Themen wie der Vorratsdatenspeicherung oder zu Überwachung allgemein gesprochen, das Datenschutzbewusstsein von Schülerinnen und Schülern gestärkt, Ansprachen auf Demonstrationen gehalten und Ortsvereine zu eigenen Aktionen motiviert.

81 ehrenamtliche Rednerinnen und Redner aus ganz Deutschland gehören dem Netzwerk zurzeit an. Es handelt sich hauptsächlich um engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine bessere Balance zwischen Privatsphäre und Selbstbestimmung einerseits und den Kontrollrechten der staatlichen Sicherheitsbehörden andererseits einsetzen. Die Vorträge sollen zu einer informierten Auseinandersetzung mit dem Thema Privatsphäre anregen und können prinzipiell kostenfrei gebucht werden.

Ich finde das eine gute Nachricht! Was Herr Schäuble in seinem Ministerium beschließt, verdient Gegenargumente und Meinungsstarke Konkurrenz. Die Freiheitsredner beweisen also auch: Wenn man sich zusammenschließt und Kompetenzen synergetisch nutzt, dann wird aus Leise Laut und aus einem Viele. Wieder eine kleine Bewegung, die Veränderung schaffen kann. Weiter so, ihr alle da draußen!

Quelle: Social Times

Linktipp: www.freiheitsredner.de


Add comment Mai 8, 2008

Engagement nimmt zu: Wenn Firmen sich kümmern…

Lars findet die Nachricht:

Betriebsausflüge oder Firmenfeste sind eigentlich eine gute Sache: Mitarbeiter lernen sich auch außerhalb von Werkhalle und Büro kennen, Abteilungsgrenzen und Hierarchien geraten für einige Stunden in den Hintergrund, angenehme lockerere Gespräche sind möglich. Doch oft werden solche Firmenveranstaltungen auch gemieden: Kampftrinken, ödes oder gar kein Programm, Zeitverschwendung.

Gemeinsam etwas Sinnvolles zu unternehmen erscheint hier als gute Alternative. Die Freiwilligen-Agentur Bremen bietet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal Projekte an, bei denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Bremer Unternehmen einen Tag lang in gemeinnützigen Einrichtungen aktiv werden und mit Kompetenz, Zeit und Mitarbeit dabei helfen, dringende Anliegen zu erfüllen. Ob beim Anlegen eines Sinnesgartens für Menschen mit Demenz, der Begleitung eines Ausfluges mit psychisch kranken Menschen oder beim Einsatz in der Natur - beim Day of Caring erhalten Mitarbeiter und Unternehmen eine Tag lang die Gelegenheit, sich für das lokale Gemeinwesen zu engagieren und zeigen damit, dass gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen mehr als nur ein Schlagwort ist.

Immer mehr Unternehmen sehen solche Einsätze als Mittel zur Personalentwicklung und Personalbindung. Gemeinsam etwas Praktisches tun verbindet weit über den Tag hinaus. Allein im letzten Jahr ist die Nachfrage stark gestiegen. Die Freiwilligen-Agentur Bremen betreute 25 Aktionen von 15 Unternehmen! Sie sieht sich als Bindeglied zwischen Institutionen und Unternehmen. Sie vermittelt nicht nur den Kontakt, sondern hilft auch bei inhaltlichen und organisatorischen Planungen.

Für mich ist dies eine positive Botschaft, weil beiden Seiten geholfen wird. Auf dem sozialen Sektor ist jede Hilfe erwünscht bzw. notwendig; und sei es nur die Streicharbeit für eine Jugendbegegnungsstätte. Von Unternehmer-Sicht schweißen gemeinsame Projekte, gerade außerhalb der Arbeitszeit zusammen; das kann sich nur positiv auf die Zusammenarbeit auch in der Firma auswirken.

Quelle: Day of caring


2 comments April 21, 2008

Frau Antuntas zeigt wie’s geht

Verena findet die Nachricht:

Ich wohne in Hessen. In Hessen geht’s gerade rund, wie man sicher auch im Rest von Deutschland feststellen konnte. Am Sonntag wurde gewählt und noch ist keine Einigung in Sicht. Spinnen die, die Hessen?

Manche von uns sicherlich, aber während in der Politik über Abschiebung und härtere Sanktionen diskutiert wird, sind andere längst damit beschäft, mit Optimismus und Engagement da anzupacken, wo es ihnen möglich ist. In einer Schule in der Nähe der Landeshauptstadt versucht die Lehrerin Nurgül Antuntas ihren eigenen Beitrag zur “gelungenen Integration” zu leisten. Ganz ähnlich Aylin Selcuk. Die Studentin hat mit Freunden einen Verein gegründet, um mit den falschen Vorstellungen von türkischstämmigen Jugendlichen aufzuräumen.

Das Beispiel dieser beiden jungen Frauen und der Vereinsmitglieder zeichnet ein Bild, das etwas von dem Einruck abweicht, der uns in den letzten Wochen und Monaten von jungen Türken vermittelt wurde….

Nurgül Altuntas auf der Website des DIJ

Nurgül Altuntas in der FAZ

Aylin Selcuk bei Spiegel Online

Die Deukische Generation e.V.


Add comment Januar 30, 2008

Aufwärts-Trend: Engagement ist cool!

Kerstin findet die Nachricht:

Die Stiftung Gute-Tat.de konnte im Jahr 2007 mehr als 1.000 Menschen in ein soziales Engagement vermitteln. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 50 Prozent. Die ehrenamtlichen Helfer engagierten sich in Berlin und München in 693 unterschiedlichen sozialen Projekten. Weiterhin konnte Gute-Tat.de viele gemeinnützige Organisationen durch die Verteilung von über 1.650 Sachspenden unterstützen.
Frage an alle:

Was sind die Engagementfelder, die jeder, auch ohne großen Zeitaufwand em ehestern neben Arbeit, Familie und Hobbies noch machen kann? Habt hr Erfahrungswerte?

Quelle: Social-Times


2 comments Januar 30, 2008

1000 Jugendliche wollen sich engagieren

Kerstin findet die Nachricht:

Nur wenige Monate nach dem Start des Bundesprogramms “weltwärts”, das junge Menschen motiviert und unterstützt, für einen Freiwilligendienst ins Ausland zu gehen, haben sich schon 1.000 Jugendliche bei den vielen Entsendeorganisationen gemeldet. Ob nun motiviert durch Fernsehsendungen oder fehlende Studienplätze - ganz egal: 1.000 Jugendliche wollen freiwillig nach Afrika, Indonesien, China oder Russland, um sich ehrenamtlich für andere Menschen einzusetzen. Sie werden erfahren, wie es ist, auf Lebensstandards und Luxusgüter zu verzichten und seine ganze Körperliche und seelische Kraft denjenigen zu widmen, die es so dringend brauchen.

1.000 Jugendliche haben sich schon beworben, fast 50 sind schon auf dem Weg zu ihrem Einsatz.

Frage an alle:

Habt Ihr schon mal einen Freiwilligendienst gemacht oder würdet Ihr mal gerne?

>>> zur Internetseite von “weltwärts”


5 comments Januar 25, 2008


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