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Fußball verbindet!
Kerstin findet die positive Nachricht:
Nach dem Spiel Deutschland – Türkei am Mittwoch kam es zu keinen großen Ausschreitungen zwischen den Anhängern beider Nationen. Ich habe keine Schlagzeile gestern gefunden, die das mal ausdrücklich betont und gelobt hat
Also mache ich das mal. Achtung…
Tooooor! Tooooor! Tooooor für interkulturelles Fußball-Fieber!
Also, ich muss sagen, Sport darf ruhig höher bewertet werden, wenn es um Möglichkeiten von Integration und Multikulturalität geht. In Berlin gibt es etliche Döner-Läden mit zwei Fahnen, etliche Asia-Imbisse mit schwarz/rot/gold….etliche Menschen, die einfach gemeinsam Spaß haben. Man sollte das mal mehr betonen, als immer nur auf Prügel zu warten. Ich freu mich aufs Finale! Ole Ole Ole ! (das war spanisch
)
1 comment Juni 27, 2008
Dribbel Weltrekord!

Andi findet die Gute-EM-Nachricht:
Der neue Weltrekord im Fußball dribbeln – er ist tatsächlich geschafft! Kinder der Schneckental-Grundschule aus dem badischen Weinort Pfaffenweiler spielten am 7. Juni um 13.34 Uhr den Ball durchs Zieltor am Tinguely-Brunnen in Basel. Das 100-Tage-Projekt „Fit am Ball 3000 – Der Dribbel-Weltrekord von funny-frisch“ von der Deutschen Sporthochschule Köln ist damit geglückt! Am Ziel wurden die Kinder im EM-Pavillon des Fürstentums Liechtenstein von Offiziellen aus der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland geehrt – stellvertretend für ihre 10.000 Mitspielerinnen und Mitspieler aus 200 Schulen. Der Liechtensteiner Sportminister Klaus Tschütscher: „Eine überwältigende Aktion, deren völkerverbindende Idee vorbildlich ist.“ – „Wir freuen uns sehr, dass dieses beispiellose Breitensport-Projekt Basel als Zielpunkt gewählt hat“, ergänzte der Basler OK-Chef Hanspeter Weisshaupt.
Exakt 3.067,8 Kilometer in 100 Tagen. Von Leipzig über Berlin nach Hamburg, über Hannover zum Ruhrgebiet, danach an Rhein, Main, Neckar und Donau entlang Richtung Süden. Zu den Alpen, zum Bodensee und in die Schweiz: Niemals zuvor wurde ein Ball gemäß Fußballregeln über eine solche Strecke bewegt! Jedes der rund 10.000 Kinder, die an der Rekord-Dribbel-Staffel teilnahmen, darf sich nun wie versprochen Weltmeister nennen. Guinness World Records belohnt das einmalige Breitensport-Spektakel mit einem offiziellen Eintrag ins Buch der Rekorde.
Der am 29. Februar in Leipzig gestartete Staffel-Lauf ist Teil von Deutschlands größtem Schulsport-Förderprojekt „Fit am Ball“, das die Deutsche Sporthochschule Köln unter Leitung von Prof. Jürgen Buschmann seit 2003 an rund 1.500 Schulen betreibt. Finanziert und unterstützt wird die Aktion vom Kölner Kartoffelchips-Produzenten Intersnack („funny-frisch“, „Chio“) als sogenannte Corporate-Social-Responsibilty-Maßnahme. Ziel von „Fit am Ball“ ist die Prävention von Übergewicht im Kindesalter: durch pädagogische Direkthilfe in freiwilligen Sport-AGs, durch wissenschaftliche Forschung und durch öffentlichkeitsstarke Kampagnen für einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung. Die aktuelle Aktion „Fit am Ball 3000“ wurde durch sozialpsychologische Forschungen des Frankfurter Soziologen Prof. Ulrich Oevermann angeregt: Nach dem Motto „Mitschüler werden zu Freunden“ standen bei der Dribbel-Staffel solidarische Freundschaftsgruppen im Fokus, die durch gemeinsame sportliche Erfolge einzelne benachteiligte Kinder stärken sollen.
Für „Fit am Ball 3000“ dribbelten 200 Schul-Teams jeweils rund 15 Kilometer lange Halbtagesetappen. Ein Team aus Sportstudenten, Gesundheitsexperten und Berichterstattern begleitete die 100tägige Reise durch Deutschland. Unabhängige Zeugen beurkundeten täglich den ordnungsgemäßen Ablauf des Rekordversuchs. Zwischenstationen waren alle zwölf WM-Stadien der Fußball-WM 2006. Von dort wurde symbolisch die Fußball-Begeisterung der vergangenen WM übernommen und am 27. Mai in Lindau am Bodensee an Kinder aus Österreich und der Schweiz – den Veranstaltern der kommenden Samstag startenden Fußball-EM – übergeben. Das Projekt wurde über eine tagesaktuelle website laufend dokumentiert – die Basis für ein im Frühherbst erscheinendes Buch und eine Videodokumentation zum Projekt.
Den Hintergrund, Kinder auf die Straße zu bekommen und ein wenig was für ihre körperliche Fitness zu tun, steckt hinter dem Gedanken von „Fit am Ball“. Verkehrt finde ich die idee nicht – vorallem kann man die Kids so auch ein wenig (versteckt) motivieren, damit sie ein wenig aktiver werden und soziale Kontakte aufbauen, pflegen, knüpfen, wie auch immer…. anstelle immer nur in der Bude zu hocken. Gute Sache!
Add comment Juni 14, 2008
Platz machen: Kicken für Kinder!

Kerstin findet die Gute Nachricht zur EM:
Kurz vor dem Start der EM 2008 wurde der Goethe-Grundschule in Halberstadt als erster Einrichtung in Sachsen-Anhalt offiziell ein DFB-Mini-Spielfeld übergeben. Andreas Brehme, Weltmeister von 1990 und Botschafter der DFB-Aktion „1.000 Mini-Spielfelder“, übergab den Bolzplatz an den stellvertretenden Oberbürgermeister Dr. Michael Haase.
Neben Schulleiterin Liesecke und Vereinsvertretern von 24 Standorten, an denen künftig Mini-Spielfelder in Sachsen-Anhalt entstehen werden, ließ es sich auch DFB-Maskottchen Paule nicht nehmen, in Halberstadt vorbeizuschauen.
Der Platz moderner Prägung ist ein Fußball-Kleinspielfeld (Maße: 13 x 20 Meter), das mit Gummigranulat verfülltem Kunststoffrasen, inklusive einer elastischen Tragschicht, sowie Banden mit integrierten Toren ausgestattet ist. In ganz Deutschland entstehen derzeit 1.000 solcher Spielfelder mit dem Ziel, Kindern auch außerhalb des Vereinslebens den Fußball näher zu bringen.
Add comment Juni 12, 2008
Nix Männersache: Mädchen an den Fußball!

Kerstin findet die Gute Nachricht zur EM:
Fußball ist keinesfalls eine Männerdomäne. Darauf hat das Kinderhilfswerk Plan aufmerksam gemacht, dass Mädchen-Fußballprojekte in Ghana, Togo und Brasilien fördert. Als Schirmfrau für diese Projekte konnte die Hilfsorganisation die Weltmeisterin und Kapitänin des FCR Duisburg Sonja Fuss gewinnen.
Weltweit wird mit der Fußball-Europameisterschaft gefiebert. Längst sind es nicht mehr nur Männer und Jungen , die sich für den rollenden Ball begeistern. Laufen, kicken, Tore schießen ist auch für Frauen und Mädchen eine große Leidenschaft. Das Kinderhilfswerk Plan fördert deshalb Mädchen-Fußballprojekte in Ghana, Togo und Brasilien. Schirmfrau für diese Projekte ist die Fußballweltmeisterin und Mannschaftskapitänin des FCR Duisburg Sonja Fuss.
„Ich unterstütze die Mädchenfußball-Projekte von Plan, weil dieser Mannschaftssport Werte wie Respekt, Teamfähigkeit und Selbstbewusstsein vermittelt, die dazu beitragen, dass sich die jungen Spielerinnen in ihrer Gesellschaft besser positionieren können,“ erklärt Sonja Fuss ihr Engagement. „Das Vermitteln von sozialen und emotionalen Aspekten wie zum Beispiel Nächstenliebe, Fairness, Aufrichtigkeit und Verantwortung geben nicht nur den betroffenen Mädchen Stärke für ihre eigene Zukunft, sondern vielleicht einer ganzen Familie, einem ganzen Dorf oder auch einem Land.“
Mannschaftssportarten wie Fußball haben für die soziale Entwicklung von Kindern eine große Bedeutung. Erfolge stärken das Selbstbewusstsein und fördern das Miteinander. Das ist gerade für Mädchen, die in Entwicklungsländern oft benachteiligt werden, von hohem Wert. Sie werden so von Zuschaue rinnen zu Mitgestalterinnen. Die Mädchen-Fußball-Projekte sind in die Programmarbeit von Plan eingebettet. Neben dem Training werden die Mädchen in Bildungsprojekte einbezogen. So lernen sie ihre Rechte kennen und erfahren, wie sie sich vor HIV/Aids, Missbrauch und frühen Schwangerschaften schützen können.
Pünktlich zum Start der Europameisterschaft gibt es auf der Plan-Website unter dem Stichwort „Aktiv“ auch einen Fußball-Blog. Damit will das Kinderhilfswerk Themen rund um diesen Sport aus globaler Sicht beleuchten: Wie Kinder einen Ball in Ägypten herstellen, was Fußball mit Kinderrechten verbindet und viele andere spannende Themen werden hier vorgestellt.
2 comments Juni 11, 2008
Am Ball bleiben – gegen Rechtsextremismus!

Kerstin findet die Gute-EM-Nachricht:
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will während der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz ihren Kampf gegen den Rassismus intensivieren. Unter dem Motto „Vereint gegen Rassismus“ hat die UEFA zusammen mit dem Fußballler-Netzwerk „Football Against Racism in Europe“ (FARE) eine Kampagne rund um die EM-Partien gestartet.
Wenige Stunden vor dem Eröffnungsspiel der EM in Basel haben UEFA-Vizepräsident Senes Erzik, Delegierte des FARE-Netzwerks, der Europäischen Kommission, der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) sowie der Internationalen Spielervereinigung (FIFPro) eine Absichtserklärung gegen den Rassismus unterzeichnet.
„Rassismus, Diskriminierung und Gewalt werden bei der EM an keiner Stelle toleriert. Ich hoffe, die nächsten Wochen werden beweisen, dass bei der EM Freundschaft und Respekt herrschen werden. Wir werden die Plattform bei allen 31 Spielen nutzen, um nein gegen Rassismus zu sagen“, erklärte Erzik bei einem Empfang: „Allerdings reicht es nicht, sechs Wochen zu kämpfen. Wir müssen den Rassismus nicht nur aus den Stadien, sondern aus der Gesellschaft bekommen.“
Zu den Unterzeichnern der Absichtserklärung gehörten auch die österreichische Nationalrats-Präsidenten Barbara Prammer und der Delegierte des Schweizer Bundesrats, Benedikt Weibel. Zudem unterschrieben die früheren Bundesliga-Profis Yves Eigenrauch und Anthony Baffoe, die sich seit langer Zeit gegen den Rassismus im Fußball engagieren.
Die Aktion umfasst einen in München produzierten Anti-Rassismus-Spot, die Armbinden der Mannschaftskapitäne, Artikel in den Spielprogrammen, Bandenwerbung, spezielle Westen für die Ordner und die mit dem Motto in englischer Sprache („Unite Against Racism“) bedruckten Eintrittskarten.
Den Höhepunkt der Maßnahmen gegen Diskriminierung, die von der UEFA schon bei der EM vor vier Jahren in Portugal durchgeführt wurden, bilden die Halbfinals in Basel und Wien (25. und 26. Juni). Dort werden die Spielführer der beteiligten Mannschaft vor dem Spiel einen Aufruf zum Kampf gegen den Rassismus verlesen. Zudem werden die Fans eine Choreographie gegen Diskriminierung aufführen.
Die FARE-Aktionen werden von zahlreichen EM-Teilnehmern unterstützt. „Ich hoffe, dass wir das Fußballfest dazu nutzen, um nein zum Rassismus und ja zu Harmonie und Respekt zu sagen“, erklärte der spanische Torwart Iker Casillas. Auch Frankreichs Kapitän Patrick Vieira steht hinter den Zielen von FARE: „Die verschiedenen Hintergründe und Religionen im Fußball sind es, die aus ihm einen so aufregenden und abwechslungsreichen Sport machen. Für Rassismus ist hier kein Platz.“
Außerhalb der Stadien wird FARE eine Straßenfußball-Tour durch die Spielorte Wien, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck und Genf durchführen, um die Fans aus den verschiedenen Ländern zusammenzubringen. Um die vorbeugenden Maßnahmen zu unterstützen, werden FARE-Beobachter bei den Spielen vor Ort sein. Zudem wird eine mehrsprachige Telefonhotline eingerichtet. Die Hotline soll als Anlaufstelle für die Fans dienen, um über Vorfälle von Rassismus und Diskriminierung zu berichten.
Eine gute Nachricht. Fußball strahlt eine große Identifikationskraft aus. Fußball-Profis haben eine Vorbild-Funktion inne. Schön, dass sie sie nun im Zeichen von Toleranz wahrnehmen!
Quelle & Linktipp: Netzwerk „Football Against Racism in Europe“ (FARE)
Add comment Juni 10, 2008






