Archiv für September, 2010

Eine gute Idee für die gute Sache. Mitmachen!

Kerstin wird über Harald darauf aufmerksam:

Der Naturschutzbund Deutschland hat eine Petition zur Einführung der Wertstofftonne eingereicht. Ziel ist es, „bundesweit eine Wertstofftonne einzuführen, in der alle geeigneten Wertstoffe gemeinsam mit Verpackungen haushaltsnah eingesammelt werden. Dazu soll auch der Vorrang der stofflichen Verwertung (Recycling) gegenüber der Verbrennung von sortierten und unsortierten Abfällen im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz festgelegt werden.“ (Zitat Petition) Bisher wird ein Großteil des recyclingfähigen Mülls verbrannt, damit die Müllverbrennungsanlagen genug Futter haben. Oftmals werden Sachen verbrannt, die weiterverwendet werden könnten oder deren Rohstoffe verwertet werden könnten. Die Wertstofftonne soll das ändern.

Die Petition ist hier zu finden. Der NaBu hat außerdem eine Aktionsseite und eine Facebook-Seite eingerichtet.

Hier der Kampagnen-Clip:

Ich finde die Idee mit der Wertstofftonne einfach und logisch zugleich. Und ich bin froh, dass es in unserem Land noch so viele Menschen mit Know-How gibt, die sich für diese Lücken im System stark machen und dem überall währenden Lobbyismus im Bereich Politik und Wirtschaft etwas entgegensetzen. Weniger Kraftwerke, weniger Qualm, weniger Co2. Eine runde Sache, die ich gerne unterstütze!

zur Petition

zur Aktionsseite

zur Facebook-Seite

September 23, 2010 at 8:51 p 2 Kommentare

16. Shell – Jugendstudie – Gleiche und faire Chancen für ALLE!!!

Laura findet die Nachricht:

Endlich ein angenehmer Lichtblick für unsere Generation. Lange habe ich nicht mehr so Positives über unsere heutige Jugend gehört. Umso mehr habe ich mich gefreut als Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 14. Sep. 2010 die 16. Shell- Jugendstudie vorgestellt hat. Diesmal hieß es nicht, die Jugendlichen sitzen zu viele Stunden am Tag vor dem Fernseher, stattdessen hieß es sogar, die Zahl für soziales Engagement hat zugenommen – und das Surfen im Netz hat auch nicht nur Schlechtes.

Ein weiteres Ergebnis: Heutzutage haben so gut wie alle Jugendlichen (96%) einen eigenen Internetzugang! In Punkto Internetzugang besteht also keine soziale Ungleichheit mehr. Jeder, ob ganz klein, mittel oder alt, kann sich einen Internetzugang verschaffen. Und dies kann positiv genutzt werden, z.B. für das Mitmachen bei 1000gutenachrichten.de, das Teilen von Meinungen und Gedanken, das Gestalten von Webseiten und Fotoprojekten oder für die Aktion der Bundesfamilienministerin: „Dialog im Internet-Aufwachsen mit dem Netz“, dann heißt es nämlich nicht immer nur, der oder die war eine ganze Nacht auf einer LAN-Party, sondern „Bildung durch Nutzung unserer stärksten Medienart“ und jeder weiß, wie sie zu bedienen ist.

Diese Nachricht über „die aktuelle Lage“ unserer Jugend – und ich zähle mich dazu – hat mir ein Gefühl des „Vorankommens“ gegeben. In Zeiten, wo unsere Jugend leider zu oft mit einem kritischen Blick betrachtet wird, tut dieses positive Bestandsaufnahme wahrlich gut. Bildung ist ein wichtiges Thema, an dem wir alle arbeiten können, denn es ist das einfachste der Welt, einen Artikel zu überfliegen, im Netz kurz die neusten News zu checken, auf YouTube den letzten Auftritt unserer lieben Bundeskanzlerin zu verfolgen. In dem wir die uns gebotenen Möglichkeiten nutzen, können wir uns durch die Nutzung und Mitgestaltung öffentlicher Internetseiten wie Wikipedia und viele anderen schlauen Seiten stark machen – für UNSERE Zukunft.

Wenn wir etwas nicht verstehen, können wir lernen und gemeinsam handeln. Wenn wir nicht gemeinsam handeln, kann es niemand verstehen.

Linktipp: Alles zur Shell Studie

Linktipp: Tagesschau Bericht

September 15, 2010 at 7:43 p 1 Kommentar

Eine Blumenwiese für alle…

Ina berichtet von diesem positiven Erlebnis:

Blütenträume, HamburgAm vergangenen Wochenende (3.-5. September 2010) fand im Werkheim in Hamburg, das erste UrbanCamp statt. Das UrbanCamp ist nach dem Prinzip eines klassischen Barcamps ( sog. Unkonferenz) organisiert. Das heißt, es wird weder unterschieden zwischen Referenten und Zuschauern noch gibt es einen festen Zeitplan oder feststehende Themen. Die Teilnehmer(innen)

entscheiden jeweils spontan, worüber sie selbst sprechen und an welchen Sessions sie teilnehmen wollen. Mögliche Sessions können im Vorfeld, meist in einer begleitenden Plattform, schon mal vorgeschlagen und andiskutiert werden. Diese Idee hat ihren Ursprung darin, dass auf klassischen Konferenzen das wirklich Spannende meist in den Pausen passiert! Warum also nicht gleich eine Veranstaltung machen, die nur aus Pausen besteht. ;-)

Mitmachen ist angesagt.

Beim UrbanCamp gab´s aber noch eine Besonderheit. Es blieb nicht nur dabei, dass wir diskutierten und einzelne Initiativen (Freiwilligenbörse Hamburg, bienenstaat.net, Zweikampfverhalten e.V.,

Hometown Glory, Naturschutzbund NABU, Sneep) sich vorstellten. Am Samstag Vormittag hatten wir die Möglichkeit, die teilnehmenden Initiativen vor Ort zu besuchen und dort direkt in die aktuelle Projektarbeit mit einzusteigen oder, wie bei Zweikampfverhalten an einem Workshop im Werkheim teilzunehmen.

Ich war im Vorfeld schon auf das Projekt „Eingriffe in öffentlichen Raum: Blütenträume“ aufmerksam geworden und schloss mich dieser Gruppe an. Blumenwiesen anlegen, gemeinsam pflegen und mit Menschen ins Gespräch kommen, ist eine tolle Sache! Brachliegende Flächen verwandeln sich dadurch in freundliche Ort, Bienen erhalten Lebensraum zurück und der Mensch sieht, wie er selbst Veränderungen herbeiführt, sobald er aktiv wird. Erstaunlich, dass wir Stadt-Menschen uns so naheliegende Dinge erst wieder bewusst machen müssen. Toll dass bienenstaat.net dabei hilft.

Was finden wir „schön“?

Wir (ungefähr 10 Teilnehmer) trafen uns am Samstag in den Räumen der Freien Kunstschule Hamburg. Jochen Abeling, der unter anderem auch die Vernetzung der Projekte auf Facebook vorantreibt, erzählte uns etwas zur Kunstschule, zu den gerade ausgestellten Arbeiten von Gerd Paulicke (die Stelzenläufer siehe Bild oben), wie auch zur Idee von „Blütenträume“ und beantwortete unsere Fragen. Wir erfahren, dass “Eingriffe in öffentlichen Raum: Blütenträume” im Seminar Sozialer Organismus entstanden ist.

„Auch die praktische Arbeit an der Natur kommt ohne ein Umdenken der gängigen Ansichten nicht aus: Nicht kurzgeschorene Rasenflächen, einseitig gezüchtete “Zier”pflanzen und ausländische Stauden stehen für eine intakte natürliche Umwelt, sondern standortgerechte einheimische Blütenpflanzen und Kräuter. Für viele Menschen wird es somit nötig werden, bei der Naturbetrachtung einen neuen Ästhetik-Begriff zu entwickeln und die Vorstellung von “schön” zu überdenken.“

Blütenträume

Mit Spaten, kleinen Pflanzschaufeln und zwei kleinen Kisten mit Sonnenblumensetzlingen im Gepäck, starten wir unseren Pflanz-Spaziergang, frei nach dem Motto des UrbanCamps „Wir verändern Hamburg“. Wir besuchen drei, der bereits angelegten Blütenwiesen, um diese von Unkraut zu befreien und unsere Sonnenblumen einzupflanzen. Toll ist, dass wir dabei immer wieder mit neugierigen Spaziergängern oder Anwohner(innen) ins Gespräch kommen und unsere Flyer verteilen können.

Philipp Baumgärtel, der Name ist hier Programm, Landschaftsgärtner, erklärt, dass man eigentlich pro Setzling 10 Liter Wasser benötigt. Er bloggt auch und beschreibt seine Eindrücke vom UrbanCamp in einem eigenen Blogbeitrag. Diesmal haben wir Glück und bekommen von einer Anwohnerin einen großen Eimer Wasser gereicht.

Blumen säen. Honig ernten.

Am Fuß der Altonaer Terrassen findet man die schönste, der vom Blütenträume-Team bereits angelegten Wiesen. Ich erinnere mich sehr gut daran, dass ich solche Wiesen, im Urlaub in Mecklenburg oder gerade erst auf Rügen, immer so geliebt und bewundert habe. Irgendwie dachte ich wohl, dass sowas

Schönes in der Stadt gar nicht gedeihen kann!!! Es ist eine bunte Mischung aus Mohn, Ringelblume, Margerite, Borretsch, Kornblume, Kamille, Lein…, habe ich was vergessen, die da wächst und gedeiht. Wildblumen lieben geradezu karge, magere Böden, erfahre ich. Gemäht werden muss nur 2 mal pro Jahr mit einer Sense.

Wer jetzt selbst aktiv werden will, findet auf der Webseite des Projektes eine ausführliche Anleitung zum Anlegen einer kleinen Blumenwiese. Bei Google gibt es eine Standortkarte und jeder der mag, kann „seine“ Wiese dort hinzufügen.

„Demokratie braucht aktive Bürger“ – heißt es im Blütenträume-Flyer. Das UrbanCamp hat gezeigt, wie man Aktive aus verschiedensten Bereichen zusammenbringen kann. Die teilnehmenden Initiativen können vom guten Vernetzungsgrad manch eines Barcampers profitieren und so ihre Chancen erhöhen, auch außerhalb der eigenen Netzwerke, neue Aktive und Kooperationspartner zu finden. Wer noch auf der Suche nach dem passenden Engagement ist, findet im Rahmen eines UrbanCamps eine gute Gelegenheit sich die Arbeit von Initiativen vor Ort anzuschauen. Ich könnte mir vorstellen, dass BarCamps, die auch zu praktischen Aktionen einladen, sehr gut geeignet sind, auch weniger webaffine Personenkreise zur Teilnahme an einem BarCamp zu ermutigen und Hemmschwellen abzubauen.

Fotos: Ina Müller-Schmoß

Linktipp: Bloggerpatenschaften

September 8, 2010 at 7:16 p 4 Kommentare


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