Archiv für Januar, 2010
Frau Gouverneurin!
Kerstin findet die Nachricht:
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat zum ersten Mal in der Geschichte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PNA) eine Frau als Gouverneur von Ramallah ernannt. Die neue Gouverneurin ist Laila Ghannam, die sechs Monate lang als Interimschefin von Ramallah, dieses Verwaltungszentrum im Westjordan-Land, verwaltete. Laila Ghannam ist Doktor psychologischer Wissenschaften, teilten palästinensische Rundfunksender am Montag weiter mit. Früher bekleidete sie einen leitenden Posten im Ministerium für Sozialfürsorge und leitete das Watan-Zentrum für die Unabhängigkeit der Frauen. In Ramallah befinden sich die wichtigsten palästinensischen Behörden, der Präsidentensitz und die Regierung der PNA.
Das Zeitalter der Frauen bricht an. Und erreicht auch die Staaten, die bislang politisch gesehen klar männlich dominiert wurden. Mich freut diese Nachricht sehr, da ich es für eine qualitätsvolle Zukunft unserer Gesellschaft als längst schon notwendig erachte, dass es eine 100%ige Gleichstellung zwischen Männern und Frauen gibt.
Einen etwas längeren Artikel zur ersten Gouverneurin in Palästina ist auf taz.de zu finden.
Linktipp: tageszeitung (taz)
Januar 31, 2010 at 7:00 p Kerstin Hinterlasse einen Kommentar
Erfolgreich selbständig – MIT Handicap
Kerstin findet die Nachricht:
Irgendwie habe ich das Gefühl, diese Woche ist die „Woche des postiven Umgangs mit Handicaps“. Beim Schmökern in der aktuelle Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brand eins bin ich über einen sehr interessanten Artikel über eine Berliner Initiative gestoßen. Und darum gehts:
Das Berliner Projekt enterability hilft Menschen mit Schwerbehinderung in Berlin sich beruflich selbständig zu machen. Für viele Menschen mit Schwerbehinderung ist die Selbständigkeit die einzige Möglichkeit (wieder) am Arbeitsleben teil zu haben. enterability bietet individuelle Beratung, Seminare zu gründungsrelevanten Themen und hilft bei der Finanzierung der Existenzgründung. Die Beratung von enterability ist ergebnisoffen – sollte sich herausstellen, dass das Geschäftsvorhaben nicht tragfähig ist, wird von einer Gründung abgeraten.
Mehr als 490 Gründungsinteressierte haben bis Ende Oktober 2009 mit enterability gemeinsam ihre Geschäftsidee geprüft. Von Februar 2004 bis Ende Oktober 2009 haben sich 146 Menschen mit Schwerbehinderung beruflich selbstständig gemacht. Sie sind jetzt Unternehmer/innen in Berlin. Von diesen Gründer/innen waren Ende Oktober 2009 noch 113 am Markt. Und ein Teil der Gründer/innen hat nicht nur für sich selbst Arbeitsplätze geschaffen, sie haben auch gleich noch weitere Menschen eingestellt.
Einen mp3-Beitrag aus dem Deutschlandradio über die Inititiave könnt Ihr hier hören.
Wow. Einfach nur wow und eine wirklich tolle Initiative!!!
Linktipp: http://www.enterability.de
Januar 30, 2010 at 7:00 p Kerstin Hinterlasse einen Kommentar
BeREICHerung statt BeHINDERung! Regelschulen für alle!
Kerstin findet die Nachricht:

Das Jahr fängt interessant an. Nahezu täglich stoße ich über gute Nachrichten aus dem Bereich „Leben mit einem Handicap“. Erst das Radio4Handicaps, dann die wahnsinnig faszinierende Locked-In-Kämpferin Anama Fronhoff und heute diese Nachricht:
Mit dem neu gestalteten § 12 im Hamburgischen Schulgesetz erhalten Eltern von behinderten Kindern und Jugendlichen zukünftig das Recht zu wählen, ob ihr Kind an einer Regelschule unterrichtet und gefördert wird oder eine Sonderschule besucht. Im Schuljahr 2010/11 beginnt die Einführung dieser neuen Regelung in den 1. und 5. Klassen. Damit setzt Hamburg die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen um. „Kinder mit Behinderungen sollen das Recht erhalten, nicht getrennt von anderen unterrichtet zu werden, sondern am gemeinsamen Schulleben teilzunehmen, wenn die Eltern dies wünschen“, sagt Bildungssenatorin Christa Goetsch. „Das ist ein wichtiger Schritt, um die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu wahren.“
Ich habe einen tollen Spot gefunden, der verdeutlicht, warum Integration so so so wichtig ist. Tolle Message. Bitte einmal anschauen:
Und ich kann jetzt schon verraten: Morgen kommt nich eine gute Nachricht aus diesem Themenbereich
Quelle: Pressemeldung der Stadt Hamburg
Linktipp: www.eine-schule-fuer-alle.info
Endlich: Kicken ohne Ausgrenzung!
Kerstin findet die Nachricht:
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Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Dr. Theo Zwanziger, hat die schwierige Situation von Homosexuellen im Fußball herausgestellt. Auf dem Neujahrsempfang des Völklinger Kreises – Bundesverband schwuler Führungskräfte (VK) in Berlin sagte Zwanziger am Montag: „Auch wir im Sport kennen die Problematik, dass Menschen mit homosexuellen Lebensweisen aus Scheu und Angst vor diskriminierenden Anfeindungen vielfach großen Belastungs- und Drucksituationen ausgesetzt sind. Deshalb ist es unser Ziel, dieses Problem zu thematisieren, auf breiter Basis die Bewusstseinsbildung zu fördern und ein Klima zu schaffen für ein faires und respektvolles Miteinander aller gesellschaftlichen Gruppen. „Homophobie im Fußball“ war – zugegebener Maßen – lange Zeit ein Thema, mit dem sich unzureichend beschäftigt wurde.“
Zwanziger wies auf die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppen hin, deren Aktionen der DFB unterstützt. Bernd Schachtsiek, Vorsitzender des Völklinger Kreises, versprach dem Spitzenfunktionär breite Unterstützung beim Kampf gegen Homophobie im Sport. „Wir bieten dem DFB unsere Zusammenarbeit an. Wir wissen, dass das ein schwieriges Thema ist, vor allem, weil es von so vielen Vorurteilen und Nichtwissen geprägt ist. Das betrifft nicht nur den Profifußball und seine Fans, sondern auch die Aktiven auf allen Ebenen, insbesondere im Jugendbereich. Der VK setzt sich als deutschlandweit einziger Berufsverband für schwule Führungskräfte seit langer Zeit für Förderung von Vielfalt in allen Lebens- und Berufsbereichen ein.“, sagte Schachtsiek vor mehreren Hundert Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Der Völklinger Kreis e. V. (VK) ist der Bundesverband schwuler Führungskräfte. Er setzt sich für ein diskriminierungsfreies Arbeits- und Lebensumfeld schwuler Führungskräfte ein und kämpft aktiv für die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften im Arbeitsleben, z. B. bei den berufsständischen Versorgungswerken sowie im Beamtenrecht auf Bundes- und Länderebene.
Ich finds super, dass Theo Zwanziger offensiv mit dem Thema umgeht und Offenheit in den DBF bringt. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Basis vieler Fußballer -nämlich die Tausenden von Fans – ebenfalls Toleranz ausstrahlen, leben und weitertragen.
Quelle: Presseecho.de
Linktipp: Artikel in der Süddeutschen Zeitung
Linktipp: Völklinger Kreis
Bildquelle: Pixelio
Januar 28, 2010 at 8:03 p Kerstin Hinterlasse einen Kommentar
Fußball als Begegnung
Kerstin findet die Nachricht:
In der Woche vom 4. bis 11. Juli 2010 findet im Herzen Berlins das erste internationale Frauen-Fußball-Festival DISCOVER FOOTBALL statt. Eine Woche lang erleben Teams aus der ganzen Welt gemeinsam mit Festivalbesuchern internationale Frauen-Fußball-Kultur. Dem Turnier soll nicht nur Frauenmannschaften aus verschiedensten Ländern und Kontinenten die Möglichkeit gegeben werden, einmal in internationalem Ambiente Fußball zu spielen. Die Begegnung fußballspielender Frauen aus unterschiedlichen Kulturen der Welt trägt direkt zur Völkerverständigung bei. Eine Vernetzung von Menschen wird angeregt deren gemeinsames Interesse am Fußball kulturelle und Landesgrenzen überwindet. Auf dem Fußballplatz kann das Gemeinsame erfahren werden, neben dem Platz gibt es die Gelegenheit, das Andere zu erleben. Auf diese Weise können alle, Spielerinnen und Festivalbesucher, neue Impulse erfahren und mit nach Hause nehmen.
Was für ein Event – und parallel zur Männer-WM. Berlin – das wird ein zweites Sommermärchen! Tolle Aktion! Übrigens: Der Verein Fußball und Begegnung e.V. iat aus dem Frauenfußballclub entsprungen, die bereits im Film FOOTBALL UNTER COVER“ bei ihrer Reise in den Iran begleitet wurden. Wir haben darüber berichtet!
Frauenfußball-Gruppen aus aller Welt können sich noch bis zum 22. Februar 2010 bewerben!
Linktipp: Discover Football









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