Archiv für Dezember, 2009
Die guten Nachrichten machen Weihnachtsurlaub
Liebe Leserinnen und Leser der 1000 guten Nachrichten.
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Das zweite Jahr hier im Blogprojekt geht zu Ende und ich freue mich, dass weit mehr als 74.000 Menschen den Weg hierher gefunden haben. Ich freue mich, dass bisher mehr als 80 Menschen aus den unterschiedlichsten Städten, Regionen und Ländern zusammen schon fast 330 gute Nachrichten zusammengetragen haben. DANKE allen, die hier mitmachen, die hier mitlesen, die mich mit lieben E-Mails erfreuen und die von guten Nachrichten genauso angetan sind, wie ich.
DANKE DANKE DANKE – dieses Projekt macht unheimlich Spaß und ich freue mich schon auf 2010.
Für dieses Jahr sage ich „Schönen Urlaub und Frohe Weihnachten euch allen“ – denn auch gute Nachrichten machen mal ´ne Pause.
Ab Januar 2010 geht es hier wieder weiter. Wer über die Feiertage schöne Dinge erlebt, tolles erfährt, vorbildliches liest oder wahre Helden trifft – der darf das natürlich an reporter@1000gutenachrichten.de mailen – all das wird dann im Januar hier für einen mehr als positiven Einstieg in das neue Jahr sorgen.
Im Januar gibt es außerdem den Jahresrückblick 2009 und eine Vorschau über das, was 2010 hier kommen wird.
Bleibt gespannt und… bleibt uns treu!
Lieben Gruß in alle Richtungen und Regionen,
Kerstin*
Dezember 20, 2009 at 11:04 p Kerstin Hinterlasse einen Kommentar
Kleiner Mann ganz groß!
Isabell findet die Nachricht:
Lautlos rollt das silberne Hybrid-Auto auf den Parkplatz am S-Bahnhof Tutzing. Auf der Türe prangt ein riesiger Aufkleber, darauf drei Bäume mit grüner Krone, die schwarzen Stämme sind Menschen, darunter steht „Plant for the Planet. Trees for Climate Justice“. Es ist kurz vor fünf, die Sonne versinkt hinter der Alpenkette. Frithjof Finkbeiner holt seinen Sohn Felix von der Schule ab. Oder von der Arbeit, je nachdem, wie man das sehen will. Der zierliche Zwölfjährige mit der Brille hat vor drei Jahren die Kinder-NGO Plant for the Planet gegründet. Seither ist er ein gefragtes Kind.
Hinter ihm steht ein Kamerateam vom ARD-Morgenmagazin, sie wollen einen positiven Beitrag zum Klimagipfel machen. Sie haben Felix bereits in der Schule begleitet, einer internationalen Privatschule in Starnberg. Felix spricht gut Englisch, das ist von Vorteil, denn der Junge ist mit seinen Vorträgen in der ganzen Welt unterwegs. Er war im Sommer bei der UN-Kinderkonferenz in Seoul, im November bei der UN-Klimakonferenz in New York, im September beim UN-Waldforum in China. Er hat bereits Barack Obama, Kofi Annan und Al Gore die Hand geschüttelt. 400.000 Bäume hat seine Organisation schon in Deutschland gepflanzt, weltweit sollen es über 200 Millionen werden. Ehrgeizige Pläne, für deren Umsetzung Felix im Jahr 20 freie Tage von seiner Schule bekommt – was nicht ganz ausreicht, wie der Vater gesteht.
Frithjof Finkbeiner ist selbst seit Jahren in Sachen Weltrettung unterwegs. Nach einer Begegnung mit Al Gore verkaufte der Wirtschaftswissenschaftler seine Baustoff-Firma und gründete 2003 die „Global Marshall Plan Initiative“, die für die Umsetzung einer globalen ökosozialen Marktwirtschaft kämpft. Plant for the Planet gehört mittlerweile zur Initiative, die Kinder-NGO ist das lebendige Moment darin: „Das war eine reine Kopfsache“, sagt Finkbeiner, „dass auch der Einzelne etwas tun kann, das fehlte komplett“. Wenn Kinder Kindern Klimagerechtigkeit beibrächten, habe das eine enorme Wirkung. Erst recht, wenn diese vor Erwachsenen über ihre Zukunft sprächen. (…)
Angefangen hat alles mit einem Referat, das Felix als Neunjähriger vor der Klasse hielt. Darin erwähnte er die afrikanische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die mit dem Green Belt Movement 30 Millionen Bäume in Afrika pflanzte. Er schloss seinen Vortrag mit den Worten: „Lasst uns eine Million Bäume pflanzen.“ Seine Lehrerin ließ ihn den Vortrag vor den Klassensprechern der Schule wiederholen, die Direktorin schickte ihn an andere Schulen.
Jetzt sitzt Felix auf seinem Bett und futtert Schokolade. Über seinem Zimmer ist das Büro der Initiative, fünf Mitarbeiter sind dort angestellt. An der Wand in seinem Zimmer hängt ein Plant for the Planet-Banner mit Unterschriften chinesischer Kinder, auf dem Klavier sind T-Shirts mit dem Logo der Initiative drapiert. Wenn man Felix fragt, ob er in seiner Freizeit nicht lieber spielen möchte, sagt er ernst: „Manchmal würde ich lieber mit meinen Freunden was unternehmen. Aber wir Kinder müssen das machen, es geht um unsere Zukunft.“ Für Felix heißt das schon mal, zugunsten der Weltrettung in seiner Freizeit den Schulstoff nachholen zu müssen. Wird ihm das nicht alles zu viel? Felix hält inne und sagt: „Es macht schon auch Spaß.“ (…)
Ich habe mir mal die Internetseite angeschaut, es wird deutlich, dass da viele Kinder mit Unterstützung Erwachsener für eine gute Sache zusammenarbeiten. Ich finde es grundsätzlich gut, wenn Kinder und Jugendliche sich für eine gute Sache engagieren. Sie erarbeiten als Gruppe ihre Aktionen und führen sie durch, das schweißt zusammen und gibt ihnen das gute Gefühl, dem drohenden Klimakollaps aktiv entgegenzuwirken und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Das wirkt auch ihren Ängsten entgegen, die durch die Presse geschürt werden. Mit solchen Leuten lässt sich wirklich etwas zum Guten verändern.
Den ganzen Artikel lesen: Frankfurter Rundschau
Dezember 18, 2009 at 11:23 p Kerstin Hinterlasse einen Kommentar
Gemeinsam sind wir stark
Andreas findet die Nachricht:
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Die Bürger von Resse haben sich gestern selbst gefeiert, und das aus gutem Grund: In dem Dorf vor den Toren der Landeshauptstadt Hannover öffnete an diesem Tag wieder ein Tante-Emma-Laden mit einem Angebot im Supermarkt-Format. Doch nicht irgendeiner, sondern der Markt der Dorfbewohner – finanziert von mehr als 100 Bürgern. Jeder zahlte mindestens 3000 Euro in die eigens gegründete Genossenschaft ein. Mit dem Geld wurde genau das Haus gekauft, in dem zuvor der letzte Dorfladen aufgegeben hatte. Das Gebäude wurde renoviert und ein moderner Laden hergerichtet. Für den fand sich ein neuer Betreiber.
Ralf Würtz, Vorstand der Genossenschaft, erinnert sich, wie alles angefangen hat. In der Gaststätte hatten sie sich gemeinsam über den Verlust des Ladens geärgert: „Im Prinzip ist die Idee am Stammtisch entstanden.“
Das Modell einer Genossenschaft kommt nach Angaben des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes immer mehr in Mode, wenn Bürger gemeinsam etwas auf die Beine stellen. So wurde beispielsweise auch das Hallenbad in Nörten-Hardenberg von Bürgern gerettet, die sich zu einer Genossenschaft zusammenschlossen. Auch das Bioenergiedorf Jühnde bei Göttingen ist eine Genossenschaft, es ist das erste Dorf, das seinen Energiebedarf komplett aus regenerativen Energien herstellt.
Thorsten Bullerdiek vom Städte- und Gemeindebund in Hannover sagt: „Wir versuchen zurzeit dieses Modell der Genossenschaft weiterzuentwickeln und in den Gemeinden bekannter zu machen.“ Denn die Probleme, die der 2500-Seelen-Ort Resse in der Wedemark hatte, kennen auch viele andere Dörfer: Die Infrastruktur verschwindet mehr und mehr. „Bei uns ging das 2006 los, da hat die Ärztin angekündigt, dass sie altersbedingt aufhören wird“, erzählt Ralf Würtz. Früher hatte das Dorf einmal drei Kaufmannsläden, doch dann schloss auch die Sparkasse, und der letzte kleine Supermarkt im Ort musste ebenfalls aufgeben. „Wir haben darüber am Stammtisch diskutiert, und dann haben wir das getan, was man in einem Dorf eben tut: Wir haben einen Verein gegründet“, berichtet Würtz (…)
Mit kleinen aber sicheren und kraftvollen Schritten werden wir den Machtverhältnissen ein neues und ausgewogenes Bild und Ansehen geben. Gemeinsam, Hand in Hand, auf Augenhöhe. Jede Krise und Herausforderung bringt immer ihre leuchtenden Helden mit sich! Und das sind in den seltensten Fällen die Weißen Ritter auf den hohen Rössern, sondern die einfachen und bescheidenen Menschen wie Du und Ich. Diese Menschen weben den Stoff, aus den neue bessere Welten entstehen.
Dezember 15, 2009 at 7:20 p Kerstin Hinterlasse einen Kommentar
Proteste, die was bringen
Andreas findet die Nachricht:
Überraschend hat der dänische Energiekonzern DONG Energy letzten Freitag (11. Dezember) beschlossen, seine Pläne zum Bau eines Steinkohlekraftwerks in Lubmin bei Greifswald aufzugeben. Am früheren Atomstandort Lubmin wollte der Energieriese für rund 2,3 Milliarden Euro ein 1600-Megawatt-Steinkohlekraftwerk errichten.
Die Pläne wurden seit Anfang 2007 von heftigen Protesten von Umweltaktivisten, Anwohnern und Politikern begleitet. Rund 4.500 Menschen hatten sich überdies innerhalb der letzten Woche an einer an DONG gerichteten Online-Protestaktion der Klimapiraten
beteiligt. Sie haben damit dazu beigetragen, das Steinkohlekraftwerk Lubmin mit 9 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß jährlich zu verhindern.
Was für ein Signal zu Beginn der Kopenhagener Klimakonferenz. „Das Ende der Pläne zeigt, dass es sich lohnt, wenn man sich für die Umwelt einsetzt“, betonte der Chef
der Greifswalder Initiative, Oskar Gulla.
Quelle: Ostsee-Zeitung
Dezember 14, 2009 at 8:20 p Kerstin Hinterlasse einen Kommentar
Moments
Kerstin bekommt von Thomas diesen Filmtipp:
Ein toller Film, der mal wieder deutlich macht, wieviele kleine und große Momente wir alle jeden Tag erleben, die uns zeigen und verdeutlichen, was es eigentlich heißt, Mensch-zu-sein und zu-leben. Hat mich sehr berührt und dazu animiert, mein Augenmerk wieder mehr auf die kleinen Momente im Leben zu lenken… Danke Thomas!
Dezember 12, 2009 at 8:00 p Kerstin Hinterlasse einen Kommentar








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