Archiv für August, 2009

Momente, die einen positiv prägen…

Kerstin findet die Nachricht:

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Mich bringt der Sommer in so eine Stimmung der Leichtigkeit. Alles ist langsamer, alles ist entspannter, alles ist schön und bunt und duftet gut. Es ist endlich Zeit, alte Dinge aufzuräumen und neue Dinge anzuschubsen.

Besonders gerne lasse ich mich zwischendurch ein bisschen inspirieren. Heute bin ich dabei auf einen kleinen Clip bei Youtube gestoßen, der ruig und schön und positiv zugleich ist: Er erinnert uns daran, uns öfters zu erinnern. Ja, genau. Jeder von uns erlebt schöne Momente, die unvergesslich bleiben, aber wie oft lehnen wir uns mal zurück und führen uns diese mal wieder vors Auge?

In mir hat der Film viele Bilder aktiviert… Wandern auf Berggipfeln, Schwimmen im kristallklaren Wasser, Kölsch trinken mit Sandkasten-Freunden, die erste Umarmung von dem Menschen, den ich heute so sehr liebe, das Telefonat von der Freundin, die das Stipendium bekommen hat, die erste Grillwurst nach dem langen Winter, die morgendliche Ruhe, wenn der Rest der Welt noch schläft, duftende Kräuter auf dem Wochenmarkt, der letzte Schultag, der erste Erfolg im Job, das Lächeln der Kinder auf sdo manch einer Ferienfreizeit, das „Danke“ von anfangs demotivierten Kunden, die SMS vom Bruder aus der Ferne. Ich bin gespannt, welche Momente und Bilder mein Leben noch prägen werden.

Und jetzt Ihr: Was sind eure schönen Momente???

August 26, 2009 at 10:51 p Hinterlasse einen Kommentar

Der jüngste Gute-Nachrichten-Reporter der Welt…

Jennifer findet die Nachricht:

http://www.hnheadlines.com/

Ich habe einen Clip auf YAHOO gefunden, der über einen 12-Jährigen Amerikaner berichtet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, gute Nachrichten zu sammeln. Schaut euch den Clip an! Toll!

Und hier mal ein Cklip, wie seine Sendung so aussieht:

LINKTIPP ZUR SENDUNG ÜBER MAX JONES: Yahoo

August 21, 2009 at 8:00 p 1 Kommentar

Skaten für mehr Gleichberechtigung

Judith findet die Nachricht:

Heute, am Tag der Wahlen in Afghanistan, habe ich eine Nachricht gefunden, die super dazu passt und die ich wirklich positiv finde:

In Afghanistan gibt es dieses Projekt:

Einen Spielplatz für Kinder stellt man sich anders vor. Der trockengelegte Zementbrunnen im Zentrum Kabuls liegt direkt neben einer sechsspurigen Straße. Militärkonvois, Taxis und die Geländewagen der Hilfsorganisationen rauschen vorbei. Oliver Percovich lädt die Skateboards aus dem Auto. Kinder sind weit und breit nicht zu sehen. Doch schon nach drei Minuten klettern zwei Bettlermädchen über den Zaun. Ein kleiner Junge kommt aus einer Seitenstraße angelaufen. Bald rollern 15 Jungen und zehn Mädchen durch den Brunnen. Manche von ihnen arbeiten als Schuh- oder Scheibenputzer an der Kreuzung. Sie tragen Plastikschlappen und löchrige Trainingshosen. Andere kommen aus den umliegenden Wohnblocks im Stadtteil Macrorayan, in dem die Kabuler Mittelklasse wohnt. Sie sind an ihren gebügelten Markenjeans zu erkennen. Nirgendwo sonst in der Stadt spielen diese Kinder zusammen.

Der Mann, der sie dazu gebracht hat, ist Chemiker und kommt aus Melbourne. Zuletzt hat der Vierunddreißigjährige für den australischen Katastrophenschutz gearbeitet. Nun kommt er jeden Tag an den Kabuler Brunnen, seit Monaten schon, und verteilt Skateboards an afghanische Kinder. Meistens steht er einfach nur am Rand und stellt sicher, dass der Streit um die Bretter nicht eskaliert. „Normalerweise gibt es in Afghanistan eine klare Hackordnung“, sagt Percovich. Die Jungen schubsen die Mädchen weg, die reichen Kinder verdrängen die armen und die Paschtunen die Hazaras. „Wir versuchen, das zu ändern“, sagt der Australier, der deutsche Vorfahren hat. Gemeinsam mit ein paar Freunden hat er in Kabul einen Verein gegründet: „Skateistan“.

Percovich ist anders als die meisten Ausländer in Afghanistan. Er besitzt kein Satellitentelefon und auch keinen Geländewagen, sondern nur ein chinesisches Motorrad. Vor zwei Jahren kam er ins Land, weil seine Freundin hier eine Arbeitsstelle antrat. Zunächst arbeitete Percovich als Geschäftsführer in einer Snack-Bar im Hauptquartier der Nato-Truppen und kam sich vor wie ein Undercover-Agent. „Die Soldaten und ich lebten auf zwei verschiedenen Planeten“, sagt der Australier. Während sie sich hinter hohen Mauern und schusssicheren Westen verschanzten, lief er in seinem gestreiften Kapuzenpulli zu Fuß durch Kabul nach Hause. Wie immer, wenn er auf Reisen war, hatte er auch dieses Mal sein Skateboard dabei. Kaum packte er es aus, war er sofort von Kindern umringt. So entstand die Idee für das Projekt „Skateistan“.

(…) „Das Skateboard ist nur ein Lockmittel, um mit den Kindern zu arbeiten.“ Es gehe darum, Vertrauen und Respekt zu fördern, diese Werte seien in der verrohten Kriegsgesellschaft verlorengegangen. „Ohne sie sind alle anderen Reformbemühungen im Land zum Scheitern verurteilt“, sagt der Skater. Ethnische und soziale Spannungen seien die Ursache für den mangelnden Erfolg vieler Hilfsprojekte. Deshalb will Percovich bei den Kindern unter 18 ansetzen, die noch zu beeinflussen sind und die immerhin mehr als die Hälfte der afghanischen Bevölkerung stellen. Für die meisten von ihnen ist die Kindheit nur eine Idee aus dem Fernsehen. Die Armut zwingt sie zu arbeiten, häusliche Gewalt und Drogensucht sind weit verbreitet. Noch sind es nur ein paar Dutzend Kabuler Jungen und Mädchen, die überhaupt wissen, wozu ein rollendes Brett gut sein kann. Doch Skateistan plant den Bau einer eigenen Halle, den die deutsche Bundesregierung mit 50.000 Euro unterstützt. Bislang ist erst die Hälfte des Geldes zusammengekommen. Die Geberorganisationen waren nicht so leicht zu überzeugen wie die Kinder.

Viele Ausländer in Kabul halten Percovich für verrückt. Ein Selbstmordattentäter könne ihn und die Kinder angreifen. Andere halten die Arbeit mit bettelnden, potentiell gewalttätigen Jugendlichen für gefährlich. Und wieder andere prophezeiten anfangs, dass kein afghanischer Vater seiner Tochter das Skaten erlauben würde. „Dabei hat es noch nie jemand versucht“, sagt Percovich. Er hält das nur für ein weiteres Indiz, dass die Hilfsorganisationen vor lauter Sicherheitsbedenken längst den Kontakt zur afghanischen Bevölkerung verloren hätten. „Als ich drei Wochen hier war, fragten mich Leute, die seit Jahren in Kabul lebten, wie die Stadt denn so sei.“

Ein paar Meter weiter lehnt ein Herr mit Schnauzbart am Zaun und beobachtet, wie seine fünfjährige Tochter auf einem Skateboard balanciert. „Es gibt in Kabul keine Spielplätze für Kinder“, sagt der Zollbeamte Adjab Gul. Deshalb sei das Projekt so wichtig. Außerdem gebe es den Kindern Gelegenheit, mehr über die westliche Kultur zu erfahren. Dass seine Tochter, adrett im rosa Kleidchen, zusammen mit Bettlerkindern spielt, störe ihn nicht, sagt der Beamte. „Die Kinder müssen lernen, sich gegenseitig zu akzeptieren.“ Das sei der beste Weg, um den Hass, den der Krieg geschürt hat, zu verbannen. (…)

Ich finde dieses Projekt toll, denn hier können auch Mädchen rauskommen und Dinge machen, die sonst in Afghanistan nicht möglich sind. Es trägt zur Integration bei und zeigt einfach mal wieder, was es heißt, Menschen Chancen und Möglichkeiten zu bieten!

Den ganzen Artikel lesen: FAZ

Webseite „SKATEISTAN“

August 20, 2009 at 9:54 p 3 Kommentare

Interview Projekt

Kerstin findet die Nachricht:

Wer mich kennt, weiß um meine Leidenschaft für Menschen, Geschichten und Biographien. David Lynch hat ein Projekt gestartet, in dem 70 Tage lang 70 Menschen in den USA interviewt wurden. Menschen aus allen Regionen und Schichten. Menschen, die uns an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen. Jeden 3. Tag erscheint eine neue Folge auf http://interviewproject.davidlynch.com

Das ist der Trailer zu dem Projekt:

Ich finde diese Idee und das Projekt dahinter großartig. Menschen lernen am meisten von Menschen, ein Staat ist nicht ein Staat, sondern ein einzigartiges Sammelsurium an Individuen. Die Idee, an einem völlig fremden Ort mit völlig fremden Menschen ins Gespräch zu finden, ist so einfach und wahrscheinlich gerade deswegen auch so genial. Würden wir alle viel öfter mit unserem Gegenüber ins Gespräch kommen, gäb es keine Einsamen mehr an der Theke, keine Verzweifelten auf der Parkbank, keine Isolierten auf der Straße. Wir würden uns alle besser kennen – und schätzen. Danke David Lynch für diesen Impuls! Und meine Sympathie für Amerika wächst weiter…. :-)

Linktipp: The Interview Project

August 19, 2009 at 8:27 p 1 Kommentar

Gute Nachrichten TV (2): Kunst kennt keine Behinderung!

Diese Woche bei Gute Nachrichten TV:

www.kunst-kennt-keine-behinderung.de ist Deutschlands erste Online-Kunst-Galerie, bei der Künstler mit jeder Art von Behinderung ihre Bilder kostenlos veröffentlichen und verkaufen können. Das es diese Online-Galerie gibt, ist der Unternehmerin Bea Gellhorn zu verdanken – sie hat das Projekt konzipiert, aufgebaut und wachsen lassen.

In der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin läuft noch bis Ende August die internationale Ausstellung „earth Vision“. Zu sehen sind Bilder von Künstlern mit Handicaps – und das aus der ganzen Welt. Bea Gellhorn hat an der Ausstellung mitgewirkt – auch einige „ihrer“ Künstler präsentieren in der Heinrich-Böll-Stiftung ihre Bilder.

Ich habe Bea Gellhorn in der Ausstellung getroffen und mit ihr über das Projekt, die Künster und all das, was Nicht-Behinderte von ihnen lernen können, gesprochen. „Insider Art“ nennt Bea die Kunst in ihrer Online-Galerie – Insider, weil uns Künstler mit Behinderungen Einblicke in ihr Denken, Fühlen und Leben gewähren, das alles andere ist als „Außen vor“.

Ein spannendes Projekt und eine interessante Person. Wer also mal wieder auf der Suche nach einem besonderen Bild ist: Auf www.kunst-kennt-keine-behinderung.de kann man über 600 Bilder anschauen und käuflich erwerben.

Ihr kennt positive Menschen und Geschichten für Gute Nachrichten TV? Mailt Sie uns, bloggt sie uns, schreibt sie uns!

Kerstin*

August 17, 2009 at 8:32 p 4 Kommentare

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