Wie Guerilla-Gärtner Spatz und Käfer retten…
Juni 30, 2009
Isabell findet die Nachricht:
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Wie ich in der Presse gelesen habe, finden sich immer mehr Guerilla-Gärtner, die des nachts Brachland in Städten und Dörfern begrünen, Beete unter Bäumen anlegen, Blumensamen auf Wiesen werfen, lieblos angelegte Verkehrsinseln oder Blumenkübel umgestalten. Sie machen häufig die Erfahrung, dass ihre Aktionen die Lebensqualität ganzer Stadtteile verbessern und einigen Tieren Nahrung und Schutz bieten. Als Guru der Bewegung gilt der Londoner Richard Reynolds, der seit 2004 die Website www.guerillagardening.org betreibt.
Vielleicht hat es sogar ein bisschen damit zu tun, dass sich der Lebensraum für Spatz und Hirschkäfer, die beide unter Artenschutz stehen, zumindest bei uns auf dem Dorf gebessert hat. Der „Vogel meiner Kindheit“ ist zurück, es nisten einige Pärchen in unserer Nähe, auf unserem Hof konnte ich den Spatzeneltern zusehen, wie sie ihre gerade flügge gewordenen Jungen fütterten. Und schon seit ein paar Jahren zähle ich Hirschkäfer, allein sieben lebende und ein totes Exemplar habe ich in der laufenden Saison schon gesehen, gestern krabbelte gar ein Männchen durch unseren Garten. Der Lebensraum der Tiere wurde durch den Menschen stark eingeschränkt, Hirschkäfer brauchen von Pilzen zersetztes Holz, das in Gärten und Parkanlagen nicht gerne gesehen ist und Spatzen leiden unter frisch sanierten Gebäuden, glatt verputzten Fassaden und abgedichteten Dächern, denn da bleibt kein Platz fürs Spatzennest. Dazu kommt Nahrungsmangel, denn normalerweise ernährt sich der Spatz von Körnern und Sämereien. Weil er die aber kaum noch in der Stadt findet, frisst er das, was die Menschen wegwerfen. Die einseitige Ernährung von Brotkrumen und anderem Junk Food tut dem Spatz aber genauso wenig gut wie uns Menschen und er wird anfällig für Krankheiten. Außerdem fehlt es in der Stadt an Mücken, Fliegen und Raupen – ein junger Spatz vertilgt allein 500 Insekten an einem Tag.
Ich finde die Guerilla-Gärtner klasse und habe mir schon Wildsamen bestellt...
Entry Filed under: Gutes ganz persönlich. Schlagworte: guerilla gärtner, hirschkäfer, naturschutz, Richard Reynolds, spatz, wildsamen.
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1.
waswirtunde | Juli 1, 2009 at 7:42 p
• „Klimawandel macht Norwegen zum Badeparadies.
Bei Norwegen denkt man eher an Skisport und die Olympischen Winterspiele von 1994 in Lillehammer. Doch in Zukunft könnte Norwegen im Sommer zum Ziel für Badeurlauber werden. Dieser Tage diskutiert man dort über eine Klimastudie, in der Forscher eine Prognose für die kommenden 100 Jahre wagten. welt.de.
2.
waswirtunde | Juli 3, 2009 at 8:43 p
• „Herr der Fliegen / der Inseleffekt“. Sehr inspiriert von der Premiere gestern Abend in Freiburg laden wir Sie ein: „Der Inseleffekt tritt dann ein, wenn man sich auf einmal vorstellen kann, wie es wäre, wenn die Welt eine andere wäre: Wie wollen wir zusammenleben? …“. theater.freiburg.de. Sehenswert!, auch das zweite Bild (Klick auf erstes oben).
3.
Tom | Heldenrat e.V. | Juli 10, 2009 at 5:46 p
wir brauchen noch viel mehr solcher sympatischer Guerillas…