Archive for Mai 2008

Ideen-Kalender 2008

Kerstin findet die positive Meldungsquelle:

Mit der Plattform „Gute Ideen für ein kinderfreundliches Deutschland“ möchte die Sparkassen-Finanzgruppe einen Platz für Ideen aller Art bieten. Willkommen sind neue Ideen, die noch nie umgesetzt wurden ebenso wie bereits realisierte Ideen und Projekte, die so gut sind, dass ihre weitere Verbreitung etwas zugunsten der Kinder in Deutschland bewegen kann.

Ich finde die Idee ansich weniger spektakulär - Familie als Thema umgibt nicht nur alle Aktivitäten von Frau von der Leyen, sondern ist immer auch ein gutes Zugpferd für unsere geliebten Sparkassen. Aber: Gut an der Sache ist, dass Menschen dort Ideen eintragen und bewerben, die sich lohnen, mal anzusehen. Denn das sind viele gute Taten und damit auch gute Nachrichten.

Viel Spaß beim Stöbern.

Linktipp: Jeden Tag eine gute Tat


1 comment Mai 31, 2008

Ene mene Muh und weg bist du! Kegeln für glückliche Kühe

Kerstin findet die Nachricht:

Mit einem Online-Spiel wirbt Oxfam Deutschland vor dem EU-Agrarministertreffen für eine Umverteilung der EU-Fördermittel und Abschaffung der Exportsubventionen. Mit dem Spiel können Internetnutzer nicht nur „für glückliche Kühe kegeln“, sondern auch eine Petition für eine Agrarreform unterzeichnen.

Angela Merkel, Horst Seehofer, Matthias Platzeck und Nicolas Sarkozy blockieren derzeit Agrarreformen für eine gerechtere Verteilung der EU-Subventionen. In dem neuen Oxfam-Spiel „Kegeln für glückliche Kühe“ kann man die Blockierer mit einem gelungenen Bowlingwurf aus dem Weg räumen. Mit jedem umgekegelten Politiker gewinnen die Spieler eine Agrarmillion, die sie nach eigenem Ermessen verteilen können: Entweder an ökologisch und sozial verträglich arbeitende bäuerliche Betriebe oder an große Agrarkonzerne. Im Anschluss an das Spiel können die Spieler eine Petition für eine gerechtere Subventionsverteilung an Landwirtschaftsminister Seehofer schicken.

Mit dem Online-Spiel und der Petition möchte Oxfam Deutschland anlässlich des EU-Agrarministertreffens am 20. Mai auf die ungerechte Subventionsverteilung aufmerksam machen. Großbetriebe, wie RWE, Edeka oder Müllermilch und Adelige, wie Thurn und Taxis oder das britische Königshaus erhalten derzeit EU-Subventionen in Millionenhöhe, weil die Direktzahlungen an der Größe der Anbauflächen bemessen werden. „Oxfam Deutschland fordert stattdessen, die Verteilung von Agrargeldern von ökologischen Nachhaltigkeitskriterien sowie der Anzahl der pro Hektar beschäftigten Mitarbeiter abhängig zu machen. Von einer solchen Umstrukturierung würden bäuerliche Betriebe profitieren, die viele Arbeitsplätze sichern sowie klima- und umweltfreundlich produzieren“, so Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam Deutschland.

Zudem verzerrten die EU-Exportsubventionen für Agrarprodukte den Weltmarkt, da die Bauern in den Entwicklungsländern nicht mit den subventionierten EU-Billigimporten konkurrieren können. „Die verfehlte EU-Agrarsubventionspolitik hat den Hunger in den armen Ländern mit verursacht. Dies hat uns die aktuelle Lebensmittelkrise deutlich vor Augen geführt“, hebt Wiggerthale hervor.

Was auch immer man selbst für eine Meinung zu dem Thema und zu Oxfam hat, ich finde es eine gute Nachricht, auch mal wieder auf eine witzige Weise auf Diskussionen und Missstände hingewiesen zu werden. Lesen kann man das doch schon lange nicht mehr, was alles schlecht und falsch und berügerisch ist. Also, mit hat das “Kühe kegeln” 5 witzige Entspannungs-Minuten beschert. Viel Spaß beim bowlen :-)

Klicktipp: www.oxfam.de/agrarsubventionsbowling


Add comment Mai 29, 2008

Flagge zeigen gegen Leukämie am Tag der Lebensspende

Kerstin findet die Nachricht:

In einer noch nie dagewesenen bundesweiten Aktion werden heute, am 28. Mai, dem Tag der Lebensspende, über 130 Unternehmen in mehr als 100 Städten mit insgesamt 45.000 Wimpeln an ihren Fahrzeugen „Flagge zeigen gegen Leukämie“. Anlass ist Tag der Lebensspende, an dem die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige mbH alljährlich ihren über 1,7 Millionen potenziellen Lebensspendern sowie den mehr als 14.000 DKMS-Spendern dankt, die bereits mit ihren Stammzellen eine Lebens-Chance geben konnten. Darüber hinaus nutzt die DKMS den Tag um neue Spender zu gewinnen.

Im gesamten Bundesgebiet wird die DKMS von vielen Firmen unterstützt. Bis heute fanden 1884 Betriebstypisierungen statt, bei denen sich die Mitarbeiter in die DKMS aufnehmen ließen und somit potenzieller Lebensspender wurden. Zum Tag der Lebensspende am 28. Mai haben sich insgesamt 134 Unternehmen aus mehr als 100 Städten dazu bereit erklärt ein Zeichen zu setzen und ihre soziale Verantwortung zu erweitern, indem sie ihre Fahrzeuge mit den roten DKMS-Fahnen schmücken. Die roten Fahnen wehen u. a. in Hamburg, Oldenburg, Berlin, Bremen, Dresden, Chemnitz, Wolfsburg, Bielefeld, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Tübingen und München und weisen mit dem Slogan „Gegen Leukämie“ darauf hin, wie wichtig es ist, sich registrieren zu lassen.

Deutschlandweit werben an diesem Tag 45.000 Autos mit der DKMS-Fahne für neue Lebens-Chancen. In 80 Städten werden 56 Taxibetriebe zudem ihren Fahrgästen Faltblätter mitgeben, die darüber informieren, wie einfach es ist, sich als potenzieller Lebensspender aufnehmen zu lassen. Geschäftsführerin Claudia Rutt: „Das Engagement der Unternehmen ist wirklich phantastisch! Wir freuen uns sehr über die großartige Unterstützung, denn unser Ziel ist es jedem Patienten eine neue Lebenschance zu ermöglichen!“

Alle Interessenten sind eingeladen sich der Aktion am 28. Mai anzuschließen. Je mehr Menschen mit in den Kampf gegen Leukämie ziehen, desto beeindruckender können unsere Typisierungsaktion veranstaltet werden.

Ich finde es eine tolle Nachricht, ich wusste nicht, dass es so leicht ist, sich typisieren zu lassen um dann evtl. mal helfen zu können. Man muss es einfach nur… tun!

Quelle: Tagesschau.de

Linktipp: DKMS


1 comment Mai 28, 2008

Diskussion über gute Nachrichten im Tagesschau Blog

Kerstin findet die Nachricht:

Im tagesschau-Blog wird grade diskutiert: Warum gibt es so wenige gute Nachrichten im Fernsehen? Ich rufe alle “Reporter positiver Nachrichten” auf: Schreibt mit!

Vielleicht haben wir eine Chance, gehört zu werden oder mit der tagesschau einen Partner für gute Nachrichten zu finden? Ran an die positive Berichterstattung. Toll, dass sich die tagesschau zumindest schon mal Meinungen dazu einholt!

Anklicken und mitdiskutieren: tagesschau-blog


Add comment Mai 26, 2008

Korrekte Safari: Naturbezogener Tourismus!

Kerstin findet die Nachricht:

Es gibt schon so viele Menschen, die sich mit vollem Einsatz für eine Sache engagieren und so einen guten Beitrag für unsere Welt leisten. Leider finden diese Menschen oft kein Gehör, weil Bild & Bunte sie nicht sehen und hören und Engagement auf keine Titelseite passt. Dafür gibt es nun uns: Schaut, was es für tolle Menschen gibt :-) Heute möchte ich euch dieses Projekt vorstellen:

Wolfgang Heilmann, Gründer und Initiator des “Wild Planet Ecoprojects (WPE)”

Die Elefanten Kameruns und insbesondere die Menschenaffen aber auch alle anderen betroffenen Tiere stehen im Blickfeld der Arbeit von WPE. Auch Lösungen, die den Menschen helfen und schützen, sind Bestandteil dieser Arbeit. WPE konzentriert die Erfahrungen, die man auch in anderen Ländern wie z.B. Indien macht, und wird vernetzt mit Fachleuten aus aller Welt. Das Internet ist dabei eine der wesentlichen Grundlagen der Arbeit. Die Aufmerksamkeit des WPE gilt dem Elefanten, den letzten Menschenaffen genauso wie all den anderen wilden Tieren und letztendlich wiederum dem Menschen. Kommerzialisierung von Naturschutz unter Einbindung der lokalen Bevölkerung ist eine der wesentlichen Ideen um der Bevölkerung einen Anreiz zu bieten die Natur zu schützen anstatt diese zu zerstören. Naturbezogener Tourismus - das liegt WPE besonders am Herzen.

Wolfgang über sein Projekt:

“Seit rund 20 Jahren bin ich im naturbezogenen Tourismus tätig. Davon die letzten, knapp drei Jahre, in Sri Lanka. In Süd Thailand habe ich in einem Zeitraum von 9 Jahren, unter anderem, Regenwald Exkursionen angeboten und durchgeführt. Tageswanderungen zu Fuss, also wirklich ökologisch. Den Regenwald hatte ich schon vorher in Süd-Mexiko kennen und lieben gelernt. In Sri Lanka waren es dann Safaris. Soweit wie möglich,wurden diese ebenfalls zu Fuss durchgeführt. Wanderungen durch die Wildnis. Das geht nicht immer und kann recht gefährlich sein. Die Regenwälder in Sri Lanka sind leider mittlerweile fast komplett verschwunden. Nach wie vor gibt es aber Steppen und Savannenlandschaften die an Süd Afrika erinnern. Hier kann man an guten Tagen schon mal 100 Elefanten um sich haben. Dazu auch Leoparden und all die anderen Tiere die für diesen Teil der Welt typisch sind. Das war beeindruckend und hat meine Liebe zur Natur, den grauen Riesen und den anderen Tieren weiter vertieft. Dazu kam dann die Aufzucht von verwaisten Makaken-Äffchen. Die Tiere habe ich geliebt als wären Sie meine eigenen Kinder und das waren Sie ja auch.

Für mein Verständnis liegt es nahe diese Natur, von und mit der ich lebe, auch zu schützen. Bedingt durch meine Erfahrungen mit den zuständigen NGO´s, habe ich den Entschluss gefasst selbst aktiver tätig zu sein. Nächste Station wird dann Kamerun in Zentral-Afrika sein.

Einer der Ideen die dahinter stehen ist es den Natur- und Tierschutz zu kommerzialisieren. Das macht Sinn, denn sobald die Einheimischen Menschen sehen das es etwas einbringt die Natur zu schützen, anstatt diese zu zerstören, tut sich etwas positives in die richtige Richtung. Ganz wichtig ist dabei die Schulung und Aufklärung der Bevölkerung. In Kamerun habe ich bereits Kontakte geknüpft und begonnen mit Lehrern und Studenten ein Netzwerk aufzubauen.”

Wild Planet Ecoproject umfasst eine ganze Palette weiterer Projektbestandteile die im Laufe der Zeit entstanden sind und gut zusammen passen. Alles ökologisch.

Wie immer gilt: Weitersagen, diese Projekte leben von privater Unterstützung!

Linktipp: WPE Projekt

Utopia Profil von Wolfgang Heilmann


2 comments Mai 26, 2008

Gesucht: Tatkraft und Ideen für den Naturschutz

Kerstin findet die Nachricht:

Ehrenamtliche Naturschützer aufgepasst: Zum achten Mal starten ZDF und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) den Wettbewerb “Mensch und Natur” (muna), der ehrenamtliches Engagement in Wort und Tat auszeichnet. Der Startschuss fällt am 25. Mai, die Bewerbungsfrist endet am 20. August.

Zum achten Mal zeichnen ZDF.umwelt und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) freiwillig im Naturschutz Aktive aus: Am Wettbewerb “Mensch und Natur” (muna) können sich bis zum 20. August Einzelpersonen und Gruppen beteiligen, die in ihrer Freizeit mit Tatkraft und pfiffigen Ideen zum Erhalt der Natur beitragen oder die in der Öffentlichkeit Naturschutzthemen erfolgreich kommunizieren. Der Preis wird in fünf Kategorien vergeben. “Der muna-Wettbewerb motiviert die Preisträger, in ihrem Bemühen um den Schutz einer intakten Natur nicht nachzulassen, und animiert andere, ihnen nachzueifern”, erläutert DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde die Idee des Preises. Der Startschuss für den mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Preis fällt am Sonntag, 25. Mai, um 13.23 Uhr in der Sendung ZDF.umwelt.

Seit Jahren mache sich ein rückläufiges Interesse an freiwilliger aktiver Mitarbeit im Naturschutz bemerkbar. “Die ‘muna’ ist eine hervorragende Plattform, die Menschen stark zu machen, die aus freien Stücken der Natur helfen”, so Brickwedde. Denn ehrenamtliches Engagement sei eine wichtige und notwendige Säule im Naturschutz. Über 1.300 Teilnehmer haben seit 2001 mit beispielhaften Ideen und viel Ausdauer ihr Engagement für Natur und Umwelt unter Beweis gestellt. Fünf von ihnen zeichnen ZDF und DBU jedes Jahr aus: in den Kategorien “Nachhaltigkeit”, “Idee und Innovation”, “Umweltinformation und -kommunikation”, “Kinder- und Jugendpreis” und “Lebensaufgabe Natur”.

Die muna in der Kategorie “Kinder- und Jugendpreis” räumten 2007 Sigrun Zobel und ihre Mitstreiter aus Herten ab: Seit 1996 setzt sie sich mit ihrem Team dafür ein, dass ein 18.000 Quadratmeter großer ehemaliger Zechenparkplatz in einen Naturerlebnisgarten von Kindern für Kinder umgestaltet wird. Den jährlich etwa 6.000 Interessierten, die diesen Naturerlebnisraum des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) aufsuchen, bieten Zobel & Co. eine Fülle verschiedener Veranstaltungen und Programme in der Umweltpädagogik. Sie entwickelten auch ein Projekt zur barrierefreien Körper- und Sinneserfahrung in der Natur für Kinder mit motorischen Benachteiligungen oder psychischen Auffälligkeiten.

Die muna 2007 in der Kategorie “Nachhaltigkeit” erhielten Jürgen Röper, Dietmar Wonneberger, Klaus-Dieter Lüken und weitere aktive Mitglieder der im niedersächsischen Hambergen ansässigen Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (NABU): Sie haben eine Patenschaft der Kooperativen Gesamtschule Hambergen für das Heilsmoor ins Leben gerufen, um diesen Lebensraum mit umfassenden Maßnahmen zu erhalten. Bei den regelmäßigen Arbeitseinsätzen im Moor packen die Schüler tatkräftig mit an - nicht ohne entsprechendes Wissen, denn im Vorfeld ist das Thema Moor fester Bestandteil des Schulunterrichts.

Weitere muna-Preisträger des Vorjahres sind das Team von Eurotope.net rund um den ehrenamtlichen Web-Administrator Michael Huettner, die Jugendabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren Moisburg und Hollenstedt mit der BUND-Ortsgruppe Regesbostel sowie Dr. Hans-Jürgen Stork, ehemaliger Vorsitzender des Berliner NABU.

Interessierte können sich im Internet unter www.dbu.de/muna und unter www.zdf.de informieren. Bewerbungen per Post an: ZDF.umwelt, Stichwort “muna”, 55100 Mainz. Einsendeschluss ist der 20. August 2008.

Ich habe diese Nachricht gelesen und sofort an unseren Förster Dietmar Gottfriedsen (Gute Nachricht von letzter Woche) weitergeleitet! Ich finde, er hat diesen Preis schon jetzt verdient. Sagt es weiter!

Übrigens, was wir mit den positiven Reportern bewirken können: Das Projekt “Aktion Eichhörnchen” macht langsam die Runde. Schaut mal hier, was ich gefunden habe: Forum von “IVY - Lifestyle für eine bessere Welt”

So viele gute Nachrichten auf einen Schlag. Es tut sich was im Denken und Handeln. Nun müssen die prämiert werden, die vorbildlich vorausgehen!

Quelle: www.dbu.de


Add comment Mai 24, 2008

Raus aus dem Arbeitsalltag II - Klosterbesuch oder Sabbatical?

Jule findet die Nachricht:

Religion scheint sich in den letzten Jahren im Aufwind zu befinden. Auch wenn die großen Kirchen über Kirchenaustritte klagen, hat die Suche nach Spiritualität Hochkonjunktur. Die Menschen suchen einerseits nach Sinngebung, andererseits nach Erholung von dem von vielen so empfundenen stressigen Alltag. Und diese Tendenz schlägt sich dann doch merklich nieder: Ein mehrtägiger Besuch im Kloster erfreut sich wachsender Beliebtheit. Einer bundesweiten Umfrage der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) zufolge hat sich die Besucherzahl bei 40 Prozent der etwa 300 befragten Klöster in den vergangenen fünf Jahren erhöht. In jedem zweiten Kloster blieb das Interesse unverändert, jedes zehnte verzeichnete rückläufige Zahlen. Die Gründe für einen Besuch im Kloster liegen nach Angaben der Befragten vor allem in der «geistlichen Erfahrung» (39 Prozent) und einer «Auszeit vom Alltag».

Überraschend zeigte sich in der am Dienstag vorgestellten Studie der DOK, dass immerhin 25 Prozent der Klosterbesucher unter 30 Jahren alt seien. Das kann natürlich nicht über die Nachwuchsprobleme der rund 2200 Klöster in Deutschland hinwegtäuschen. Aber es bleibt spannend, welche neuen Impulse der derzeitige Katholikentag in Osnabrück bringt. Wenn man sich den Denkanstößen des Freiburger Erzbischofs Zollitsch anschließen wird, könnte in Zukunft ein neuer Wind in den Klöstern und Gemeinden wehen.

Eine andere Art der Auszeit ist das sogenannte Sabbatjahr oder Sabbatical. Eine solche mehrmonatige bis mehrjährige, meist unbezahlte Auszeit vom Job bietet beispielsweise der Energiekonzrn “RWE” seinen Mitarbeitern an. Seit 2006 gibt es diese Möglichkeit mit garantierter Rückkehr an den Arbeitsplatz. Bis zu zwei Jahren können Beschäftigte dem Betrieb fernbleiben. Sie können diese Zeit auch in mehrere Abschnitte aufteilen. An einen besonderen Zweck ist diese Auszeit nicht gebunden, erklärt Sabine Nicks, die zuständige Referentin. Die Personaldecke der entsprechenden Abteilung muss eine solche Freistellung natürlich hergeben. Sind bereits mehrere Kolleginnen und Kollegen in Elternzeit, wird es schwierig eine weitere Person zu entbehren. In solchen Fällen, so Sabine Nicks, ist ein Sabbatical Abstimmungssache. Plötzlich erkrankte Angehörige haben dann eine höhere Priorität, als das Bedürfnis, sich für mehrere Monate zur Meditation nach Indien zurückzuziehen. Für den Energiekonzern “RWE” aber zum Beispiel auch für das Chemieunternehmen “Henkel” aus Düsseldorf birgt die befristete Freistellung ihrer Angestellten ganz handfeste Vorteile.

“Wir möchten unsere Mitarbeiter unterstützen, wenn sie in Pflegeverantwortung oder Kinderbetreuungsverantwortung kommen, sie nicht im Regen stehen lassen, möchten ihnen Maßnahmen anbieten und insofern nutzen wir, dass die Mitarbeiter ihre Motivation erhalten, dass sie in Ruhe weiterarbeiten können, anschließend und nicht in Panik verfallen, weil sie immer denken, oh, ich muss meine Eltern pflegen, ich muss meine Kinder betreuen und weiß nicht, wie ich das managen soll.”

Die Sabbaticals, so Anke Meier, Diversity Managerin bei “Henkel”, seien ein ausgezeichnetes Mittel um Mitarbeiter nicht nur an das Unternehmen zu binden, sondern sich auch ihrer Loyalität zu versichern.

Übrigens ist ein Sabbatical nicht nur der Privatwirtschaft offen, im öffentlichen Dienst heißt es zwar “nur” Sonderurlaub, aber auch hier gibt es gute Ideen. Beispielsweise gibt es für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in NRW die Möglichkeit, einige Jahre voll zu arbeiten, aber nur 75 Prozent des Lohns zu bekommen. Dann kann man sich bis zu einem Jahr freistellen lassen, wobei der Lohn weitergezahlt wird. Von den 420.000 Beschäftigten des Landes NRW befinden sich aktuell etwas weniger als 10.000 in einem Sabbatical.

Quelle: Klosterbesuche: Mitteldeutsche Zeitung online

Quelle:  Sabbatical: Deutschlandfunk, Sendung Campus & Karriere vom 3.5.2008


Add comment Mai 22, 2008

Raus aus dem Arbeitsalltag und rein ins wahre Leben!

Kerstin findet die Nachricht:

Unternehmen fördern das soziale Engagement ihrer Mitarbeiter, um selbst davon zu profitieren

In der Berliner Zeitung habe ich folgenden Artikel gefunden:

Als Bernd Schulz im Oktober vergangenen Jahres zur Arbeit fuhr, dachte er: Ich muss mal was anderes machen, ich will mehr mit Kindern arbeiten. Am selben Tag fand der Personaleinsatzplaner eine Nachricht seines Arbeitgebers im PC, der mitteilte, alle Mitarbeiter könnten sich bis zu drei Monate freistellen lassen, um an einem humanitären Hilfseinsatz oder in einem sozialen Projekt mitzuarbeiten - bei voller Weiterzahlung des Gehalts. „Da hat es gekribbelt und ich dachte: Das ist genau das, was ich will”, sagt der 43-Jährige. „Zwei Tage später habe ich mich beworben.”

Am 1. Februar 2008 wechselte Bernd Schulz seinen Arbeitsplatz. Für drei Monate. Statt bei Vodafone im Callcenter Mitarbeiter einzuteilen oder Urlaubsanträge zu bearbeiten, ging er täglich ins Büro des „Berliner Herz”. Für das ambulante Kinderhospiz arbeitete er bereits seit knapp einem Jahr als ehrenamtlicher Familienbegleiter, zuvor engagierte er sich jahrelang bei der Björn-Schulz-Stiftung, die das Kinderhospiz Sonnenhof betreibt - alles in seiner Freizeit. Jetzt hatte er viel mehr Zeit, sich um schwer kranke Kinder und Jugendliche zu kümmern.

(…) Vodafone-Sprecherin Anka Vollmann erklärt, mit solchen Programmen wolle man das Engagement der Mitarbeiter anerkennen, sie enger ans Unternehmen binden und besser motivieren. Auch andere Firmen unterstützen Mitarbeiter, die sich für die Allgemeinheit engagieren. Bei der Berliner Bank gibt es zum Beispiel die „Initiative plus”. Dort kann sich jeder Mitarbeiter einmal im Jahr einen ganzen Tag lang in seiner Freizeit ehrenamtlich engagieren. Die Organisation, die er unterstützt, erhält von der Bank 500 Euro. Ähnliche Programme haben Bayer Schering und die Gasag. Die Skandia Versicherung schickt demnächst Manager für drei Tage ins ambulante Kinderhospiz Berliner Herz. Siemens entsendet Führungskräfte zu eintägigen Hilfseinsätzen; ehrenamtlich tätige Mitarbeiter werden mit Geld- und Sachmitteln unterstützt, im Einzelfall auch freigestellt. Die Post hat ein eigenes Team aus freiwilligen Mitarbeitern, die im Katastrophenfall mit Logistik helfen und dafür bei Weiterzahlung des Gehalts freigestellt werden. Wer sich beim Technischen Hilfswerk oder bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert und bei der BVG arbeitet, wird ebenfalls zeitweise freigestellt und bekommt weiter sein Gehalt.

Und nun der wirklich positive Absatz:

Ob sich die Freistellung von Bernd Schulz für seinen Arbeitgeber rechnet, ist fraglich. „Für mich hat sich herauskristallisiert, dass ich langfristig beruflich einen anderen Weg gehen will”, sagt Schulz. Er wolle ein eigenes Hospiz gründen. Ob er dann weiter im Callcenter arbeiten wird, wisse er noch nicht.

Ich habe den Artikel gelesen und dachte. “Super”! Endlich merken Unternehmen, dass Ihre Arbeitnehmer den Druck der rationalen Arbeitswelt nicht mehr einfach so kompensieren können. Mit PC´s und Druckern läßt sich so schwer reden. Dass die Unternehmen durch die Förderung von Engagement eine engere Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen erzielen möchten, ist bedauerlich, aber legitim. Wundervoll hingegen ist, dass die Menschen einfach merken, dass das Arbeitsleben, so wie es heute leider ist, nicht mehr glücklich macht, dass es nicht mehr Werte wie Geld und Ruhm sind, die einen morgens zum Aufstehen mobilisieren. Es geht uns allen wieder mehr um das menschliche, um das Miteinander, das helfen und zuhören, anpacken und beistehen. Ich hoffe, das es bald einen kräftigen Ruck gibt…. und das Sozialsystem endlich finanziell besser gefördert und unterstützt wird. Und das die Arbeit in Hospizen und Kinderheimen so attraktiv ist wie ein Managerjob bei einem Global Player. Denn das ist unsere Zukunft!

Quelle: Berliner Zeitung

Linktipp für Engagement-Willige in Berlin und München: Gute-Tat.de

Linktipp für deutschlandweite Projekt-Sucher: dieGesellschafter


2 comments Mai 20, 2008

Kunst für jedermann: DIE TAUSCHLADE

Volkmar findet die Nachricht:

Ich bin im Internet auf einen Blog gestoßen, der eine gute Sache probiert:

dieTauschlade (www.dietauschlade.wordpress.com) bietet die Möglichkeit kreativ-künstlerische Produkte (im weitesten Sinne) mit anderen zu tauschen … mit dem Ziel, eigene Kunstwerke zu verbreiten, Kreationen anderer kennen zu lernen und zu erwerben … um zu begeistern oder sich selbst inspirieren und erfreuen zu lassen!

Das Procedere ist ganz einfach:

1. Tauschobjekt auswählen (entweder live oder auf der Homepage - einfach einen Kommentar bei dem entsprechenden Inhalt abgeben und das Kunstwerk „reservieren“).

2. Eigenkreation mit ausgefülltem Anhänger einschicken / einreichen (Name des Künstlers / der KünstlerIn + Titel des Kunstwerks).

3. Tauschobjekt bekommen.

4. Sich freuen.

Ich finde, das ist eine richtig nette Idee! Passt doch zu dem Zitat: “Der Künstler ist nicht eine andere Art von Mensch, aber jeder Mensch ist eine andere Art von Künstler.”

Linktipp: www.dietauschlade.wordpress.com


Add comment Mai 20, 2008

So lauschet doch den schönen Worten: Neukölln mal anders!

Kerstin findet die Nachricht:

Aktuell finden im “Problembezirk” Berlins, Neukölln, die “Wochen der Sprache und des Lesens” statt. Vom 18. Mai bis zum 1. Juni 2008 wird der Bezirk Neukölln wieder ein Ort sein, wo gelesen, vorgelesen, musiziert, Theater gespielt, gemalt und diskutiert wird.

Das alles findet mit den unterschiedlichsten Menschen, in unterschiedlichen Sprachen und an den unterschiedlichsten Orten statt. Auf öffentlichen Plätzen, den Neuköllner Bahnhöfen der Untergrund- und Schnellbahn, in Schulen, Kitas, Cafés, Restaurants, Parks oder in Warteräumen von Arztpraxen.
Vorlese-Laien wie Profis lesen aus eigenen und fremden Werken, Kinder schaffen Gemälde, sie singen und tanzen, Jugendliche hören und machen Musik.

Über die Intention der Veranstaltung heißt es auf der Internetseite:

“Menschen ohne Sprache? So schlimm ist es noch nicht… Aber wir erleben in den verschiedensten Bereichen jeden Tag aufs Neue wie immer weniger gesprochen und die Sprache zu Schlagworten verkürzt wird.
Wir wollen deshalb auch im Jahre 2008 wieder den Reichtum unserer Sprache und die Vielfalt der Kulturen ins Blickfeld stellen. Nicht umsonst finden die zwei Wochen der Sprache und des Lesens in Neukölln statt, einem Bezirk, der unterschiedliche Kulturen und Generationen zusammenführt und dies auch an vielen Orten ausdrückt. Für 14 Tage soll das durch die geplanten Veranstaltungen näher ins Bewusstsein gebracht werden. Natürlich hoffen wir, dass von diesen zwei Wochen der Sprache und des Lesens Impulse ausgehen, die Neukölln irgendwann zum Zentrum kultureller Vielfalt machen.”

Eine gute Nachricht und ein wundervoller Ansatz, Sprachbarrieren kreativ zu begegnen und Integration aktiv zu fördern. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Modell auch in anderen Städten Früchte tragen kann… also, wie immer: Weitersagen!

Stöbern auf der Internetseite www.sprachwoche-neukoelln.de lohnt sich. Hier findet man Presseberichte, Interviews mit den Initiatoren und weitere Informationen. Also, nicht für Berliner interessant!

Quelle: Berliner Morgenpost

Linktipp: Sprachwoche Neukölln

Linktipp: Audio-Interview auf Inforadio


Add comment Mai 19, 2008

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