Archive for April 2008

Deutschland 3. beliebtestes Reiseziel Europas

Andi findet die Nachricht:

Deutschland gehört zu den beliebtesten Reisezielen Europas

Deutschland ist nach Spanien und Frankreich das beliebteste Reiseziel der Europäer.

Die meisten Besucher aus Europa kamen aus den Niederlanden. Die Deutsche Zentrale für Tourismus zählte im vergangenen Jahr rund 55 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland. Die Gesamtzahl der Übernachtungen übertraf sogar die Bilanz des Fußball-WM-Jahres 2006. Trotz des teuren Euros reisten auch knapp fünf Millionen US-Amerikaner nach Deutschland - nach den Niederlanden mit neun Millionen der zweit höchste Anteil ausländischer Touristen hier.

Als ich diese Nachricht gehört habe, musste ich direkt an Kerstins Beitrag denken, wo es hieß, Deutschland genießt das höchste Ansehen Europas. Er passt einfach dazu.

Zur Fußball Weltmeisterschaft im Jahr 2006 hatten wir ja das Motto “Die Welt zu Gast bei Freunden” und ich glaube das zeigt einmal dieser Beitrag, dass die Menschen gerne nach Deutschland kommen. Durch meine Arbeit habe ich viel mit Touristen zu tun und die sind wirklich fast alle gut gelaunt und man kann dabei fast immer nur denken, dass sie sich in Deutschland wohl fühlen. Ich finde es schön, dass sich das Motto von damals immer noch so wiederspiegelt.

Ich habe mir selber schon öfters vorgenommen, Deutschland ein wenig besser kennen zu lernen und auch die nächsten Urlaube in Deutschland zu verbringen. Jetzt habe ich ja auch die Bestätigung, es muss ja doch irgendwas dran sein, wenn soviele Touristen zu uns kommen.

Wenn jemand einen Geheimtipp hat, wo man super Urlaub machen kann, dann raus mit der Sprache.

Quelle: WDR2


1 comment April 28, 2008

Unterstützenswert und eine echte Alternative zur Olympiade: die waswirtun-Spiele 2008!

Kerstin findet die Nachricht:

Clemens - Mitreporter der guten Nachrichten und Betreiber der Internetseite waswirtun.de hat eine, wie ich finde, lobenswerte Idee für eine Aktion entwickelt, die noch Unterstützer sucht. Er möchte allen Menschen, denen „dort dabei sein nicht mehr alles ist”, eine Alternative bieten:
Wer im Zeitraum vom 08.-24. August 2008 eine sportliche, kulturelle Veranstaltung, verbunden mit olympischem Geist und der Unterstützung eines gemeinnützigen Projekts plant - wird offiziell in den Veranstaltungkalender der ersten “waswirtun-Spiele” aufgenommen.

Als Ausgangsgedanken schreibt Clemens auf waswirtun.de:

“Olympismus ist eine Lebensphilosophie, die gleichsam die Bildung von Körper und Geist anstrebt. In der Verbindung des Sports mit Kultur und Erziehung soll ein Lebensstil entwickelt werden, der Freude an der Leistung mit dem erzieherischen Wert des guten Beispiels und dem Respekt vor universalen und fundamentalen ethischen Prinzipien verbindet.” (nach Pierre de Coubertin, Olympische Charta)

In diesem Sinne: Weitersagen! Wäre doch super, wenn Clemens Idee wahr wird, und es ein echtes kulturell, sportlich, gemeinnütziges Parallelprogramm zu den Olympischen Spielen geben könnte!

!! An alle Berlinnerinnen und Berliner !!:

Wie wäre es mit einem Beachvolleyball-Turnier im Volkspark Friedrichshain? Für jeden Punkt, der erzielt wird, spendet das Team ein paar Euro. Den Erlös geben wir an die Rollstuhlbasketballer der alba-rollis! Und unser Georg macht mit poetryclub ein Openair-Benefiz-Konzert? Wer ist dabei??

Linktipp: www.waswirtun.de


10 comments April 24, 2008

Sympathisch: Handgemalte Kunst für die Hosentasche!

Kerstin findet die Nachricht:

Ich habe vor einigen Wochen auf utopia.de Nora von der Decken kennengelernt. Nora ist Künstlerin aus Kassel und macht völlig unkonventionelle Dinge, die dazu geführt haben, mich als bislang weniger Kunst-Interesierte, für etwas wundervolles zu sensibilisieren. Ich finde dieses Engagement von ihr so schön, dass es eine positive Nachricht wert ist und ich gerne auf diesen positiven Menschen aufmerksam machen möchte!

Nora malt kleine quadratische Bilder, die alle zusammen ein großes Bild ergeben. Diese kleinen Bilder gibt sie Freunden mit auf Reisen oder klebt sie selbst an den unterschiedlichsten Orten fest: Fensterscheibe, Bankautomat, Türrahmen, Wand… auf der Rückseite der Bilder ist immer der Name des Bildes, seine Nummer und ein kleiner Text, dass es dieses Bild nur ein einziges Mal gibt, und das es sich freut nun einen Besitzer gefunden zu haben. Nora streut also mit ihren Mannaputs - so heißen die kleinen Bilder - Kunst in die Welt, ohne zu wissen, wo die Bilder landen und wem sie gehören. Das einzige, was sie weiß: Kunst wird durch diese Aktion greibar!

Mannput

Ich habe Nora per Email interviewt. Hier ein Auszug daraus:

Nora, hast du schon einmal Feedback von jemanden erhalten, der eines der mannaput-Bilder mitgenommen hat?

Ich habe viele Reaktionen auf die mannaputs bekommen und eine hat mich sehr berührt. Eine Frau aus Hamburg hat in einem der documenta Gebäude eines gefunden und wusste sofort, dass es was anderes ist. Sie schrieb, sie traue sich normalerweise nicht zu atmen in solchen Ausstellungen und ihr Mann
sagte ,er würde sie auch wegen Kunstraub im Gefängnis besuchen. Sie hat es von der Wand gepopelt und dann erfahren, daß das Bild sich bei ihr bedankt. Sie hat mich dann später besucht und mir erzählt, dass “MAMMA 433″ etwas ganz entscheidendes in ihrem Leben bewirkt hat.

Was möchtest du mit deinen Bildern aussagen/vermitteln?

Ich möchte nichts Bestimmtes aussagen. Meine Bilder beantworten mir die Fragen die meine Seele an die Welt hat in einer Weise, die mit Worten nicht zu sagen sind. Im oben genannten Beispiel haben sie etwas transportiert was nicht draufsteht, das können sie wohl.

Nutze diesen Platz, um auf deine Kunst aufmerksam zu machen. Was ist deine Botschaft an alle Kulturbanausen dieser Welt!

„Ich verschenke Kunst. Die Kunst ist sogar auf alte Photos gemalt, wovon ich übrigens viele brauche. Also wenn Ihr mal welche wegschmeissen wollt, lieber mir schicken. Wenn Ihr mal irgendwo in der U-Bahn oder auf dem Klo, im Museum, in der Bar oder irgendwo, ein kleines 8×8cm grosses Bildchen seht, dann könnt Ihr es abnehmen und von hinten anschauen. Da werdet Ihr erfahren, daß es sich freut, daß Ihr es genommen habt und daß es jetzt an Euch liegt was weiter mit ihm geschieht. Also Augen auf im täglichen Hamsterrad, sie sind in der ganzen Welt zu finden, genauer in bisher 40 Ländern und es werden täglich mehr. Sie gehören immer nur dem der sie gerade in der Hand hält, kaufen kann man sie nicht.”

Ich finde es eine wunderschöne Idee. Jeden Tag stolpern wir alle über Flyer und Poster, Müll und Dreck - hetzen durch die Gegend. Noras kleine Bilder tragen dazu bei, einmal genauer hinzusehen, für einen Moment innezuhalten und sich darüber zu freuen, dass man ein selbstgemaltes Unikat gefunden hat. Ich finde dieses Engagement von Nora unterstützenswert. Schön, dass es Menschen wie sie gibt, die selbstlos und unkommerziell etwas Gutes in die Welt senden! Los gehts: Lasst uns mannaputs suchen!

Übrigens. für alle Berlinerinnern & Berliner: Ein ähnliches Projekt gibt es aktuell auch in der Galerie Degenhartt - die Ausstellung heißt “Ausgesetzte Bilder!”

Linktipp: Webseite von Nora von der Decken

Filmtipp: Nora verteilt ihre Bilder auf der documenta in Kassel

Linktipp: Galerie Degenhartt


9 comments April 23, 2008

Oma, du kriegst noch viereckige Augen - oder - Senioren zocken Nintendo

Verena findet die Nachricht:

Wer schonmal in einem Seniorenheim war, weiß dass dort häufig gähnende Langeweile herrscht.

Das machte mir immer ein wenig Angst. Was, wenn meine Augen irgendwann zu schwach sind zum Zeitung lesen, Hörbücher zu schnell vorgelesen werden und ich sicherlich keine Lust auf Bastelstunden habe? Wie soll ich meinen Lebensabend geniessen, ohne wenigstens ab und an mal Fussi zu zocken, Federball zu spielen oder beim Basketball die Aggressionen rauszuschwitzen?

Daher hat mich ein kurzer Fernsehbericht über zwei Studenten mit einer eigentlich naheliegenden und dennoch genialen Idee sehr begeistert. Die beiden Jungs klappern die Seniorenheime der Umgebung mit ihrer Nintendo Wii ab und spielen mit den älteren Herrschaften wahlweise Tennis, sie boxen oder werfen virtuelle Kugeln in die Bowlingbahn. Die Senioren sind begeistert. Endlich wieder sportliche Betätigung! Endlich wieder kegeln! Und das egal ob man am Stock geht, im Rollstuhl sitzt oder noch richtig fit ist.

Ich bin also beruhigt. Sicherlich wird sich diese Idee noch weiter verbreiten. Bestimmt gibt es in einigen Jahren eine große Angebotspalette speziell für ältere Menschen. Ärgerlich bloß dass mir selbst nicht die Idee gekommen ist, als ich vor ein paar Jahren gemeinsam mit meiner Oma ein Karaokeprogramm auf meinem Laptop getestet habe. “Jo, mir san mim Radl do” - singend saßen wir an ihrem Wohnzimmertisch. Eine Riesengaudi. DAS wäre doch DIE Gelegenheit gewesen!

Nun gebührt die Ehre American Association of Homes and Services for the Aging. Es begann damit, dass der Sohn eines Bewohners einer Seniorenresidenz in der nähe von Dallas seine Wii mitbrachte. Die Oldies sahen zu und wollten gleich mitmachen. Bowling war der absolute Renner für die Jungs und Mädels fortgeschrittenen Alters - einige sollen damit gleich die ganze Nacht gezockt haben.

Spitze!

Quelle: The Inquirer


5 comments April 21, 2008

Engagement nimmt zu: Wenn Firmen sich kümmern…

Lars findet die Nachricht:

Betriebsausflüge oder Firmenfeste sind eigentlich eine gute Sache: Mitarbeiter lernen sich auch außerhalb von Werkhalle und Büro kennen, Abteilungsgrenzen und Hierarchien geraten für einige Stunden in den Hintergrund, angenehme lockerere Gespräche sind möglich. Doch oft werden solche Firmenveranstaltungen auch gemieden: Kampftrinken, ödes oder gar kein Programm, Zeitverschwendung.

Gemeinsam etwas Sinnvolles zu unternehmen erscheint hier als gute Alternative. Die Freiwilligen-Agentur Bremen bietet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal Projekte an, bei denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Bremer Unternehmen einen Tag lang in gemeinnützigen Einrichtungen aktiv werden und mit Kompetenz, Zeit und Mitarbeit dabei helfen, dringende Anliegen zu erfüllen. Ob beim Anlegen eines Sinnesgartens für Menschen mit Demenz, der Begleitung eines Ausfluges mit psychisch kranken Menschen oder beim Einsatz in der Natur - beim Day of Caring erhalten Mitarbeiter und Unternehmen eine Tag lang die Gelegenheit, sich für das lokale Gemeinwesen zu engagieren und zeigen damit, dass gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen mehr als nur ein Schlagwort ist.

Immer mehr Unternehmen sehen solche Einsätze als Mittel zur Personalentwicklung und Personalbindung. Gemeinsam etwas Praktisches tun verbindet weit über den Tag hinaus. Allein im letzten Jahr ist die Nachfrage stark gestiegen. Die Freiwilligen-Agentur Bremen betreute 25 Aktionen von 15 Unternehmen! Sie sieht sich als Bindeglied zwischen Institutionen und Unternehmen. Sie vermittelt nicht nur den Kontakt, sondern hilft auch bei inhaltlichen und organisatorischen Planungen.

Für mich ist dies eine positive Botschaft, weil beiden Seiten geholfen wird. Auf dem sozialen Sektor ist jede Hilfe erwünscht bzw. notwendig; und sei es nur die Streicharbeit für eine Jugendbegegnungsstätte. Von Unternehmer-Sicht schweißen gemeinsame Projekte, gerade außerhalb der Arbeitszeit zusammen; das kann sich nur positiv auf die Zusammenarbeit auch in der Firma auswirken.

Quelle: Day of caring


2 comments April 21, 2008

Kompetenz im Rollstuhl: Wenn der Wille stärker ist als die Behinderung!

Kerstin und Sabine finden die Nachricht:

Wir sind diese Woche gleich zweimal über das Thema “Menschen mit Behinderungen” gestoßen. Einmal, als eine Bekannte uns zum Rollstuhl-Basketballspiel der “Alba Rollis” einlud und einmal, als wir uns im Kino den wundervollen Film “Schmetterling und Taucherglocke” angesehen haben. Das waren gleich zwei positive Nachrichten, die einen endlich mal nicht betroffen machten, sondern eine ganz klare Botschaft mitgaben: “Hört auf mit eurem Mitleid, wir haben immer noch ein würdevolles Leben, nur weiß kaum einer, was wir alles wahrnehmen, realisieren, empfinden, vor allem aber können!”

Über den Film heißt es:

“SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE ist eine emotional bewegende und filmisch einzigartige Liebeserklärung an das Leben, eine zärtlich poetische und immer wieder überraschend heitere Hymne auf die Liebe und die Menschlichkeit, betrachtet aus der Perspektive eines einzigen Augenaufschlags …”

Jedes Wort stimmt. Da schafft es ein Mensch, der unter dem seltenen Locked-In-Syndrom leidet, durch die Kraft seines linken Auges ein ganzes Buch zu verfassen. Und das, weil er zwar die Funktionen seiner Hülle, dem Körper, verloren hat, nicht aber einen einzigen Gedanken seiner Seele. Unserem wichtigsten Gut in diesem Leben. Dieser Film hat ein so wichtiges Thema aufgegriffen und in uns Optmismus geweckt: Egal, was dir im Leben passiert - pflege deinen Willen mehr als deinen Körper.

Und auch die Rollstuhl-Basketballer von Alba Berlin beweisen es bei jedem Spiel: Das Leben mit Behinderung braucht kein Mitleid, es braucht Fans für jedes Talent, das noch vorhanden ist!

Empfehlung von uns: Film angucken und recherchieren, ob es auch in eurer Umgebung einen Behinderten-Sportverein gibt!

Linktipp: Alba Rollis

Linktipp:Kinofilm “Schmetterling und Taucherglocke”


3 comments April 19, 2008

Mehr als ein Friseur-Besuch: Wenn Dienstleistung wieder (Mehr)WERT hat!

Lars findet die Nachricht:

Vielleicht bin ich der Einzige, der solch ein Erlebnis hatte, über das es zu schmunzeln wert ist. Vielleicht gibt es da draußen aber auch noch andere, die sich kopfnickend zurücklehnen und genau wissen, was ich mit dem Folgenden zum Ausdruck bringen möchte. Bislang blieb es das Geheimnis meiner Erinnerung - noch habe ich mich nie getraut, darüber mit meinen Mitmenschen in den kommunikativen Austausch zu treten. Das folgende Erlebnis persönlich positiv und motiviert durch Kerstin´s Artikel über den Schaffner, der keiner ist…

Es war im Jahre 2005, als ich vor der Grundsatzentscheidung stand: Friseur oder Haarschneidemaschine? Ich hatte mich damals für Letzteres entschieden und meine damals noch in Sachen Haarpflege unsichere Frau dazu verdonnert: Hier… schneide mir die Haare (bitte)! J Ich weiß es noch wie heute. Es war im Urlaub in einem Ferienhaus in Dänemark. Das Risiko des Haarverschnitts war also optimal minimiert, denn ich war ja nicht zu Hause, nicht im Alltag, nicht diesem westeuropäischen Gestylt-Sein-Druck ausgesetzt. Wer jemals Urlaub in Dänemark gemacht hat, weiß, was ich meine (Stichwort Jogginghose).

Und so kam es, dass ich drei Jahre lang nicht einen einzigen meiner Füße in einen Friseursalon gesetzt habe. Die Zeit verging wie im Fluge und mit jedem Tag wuchs meine Unzufriedenheit gegenüber meiner sich verändernden Haarpracht oberhalb der Stirn. Die Gesamtmenge nahm ab, jeder einzelne Wirbel wurde zum kreisenden Problem. Meine Frau, schulterzuckend mit der dumpf-summend-tönenden Haarschneidemaschine neben mir stehend, wusste auch keinen Rat mehr. War es tatsächlich wieder an der Zeit, tief in seine Geldbörse zu greifen und einen Friseur aufzusuchen? Die Meinungen meiner Familie, speziell meiner jugendlich heranwachsenden Kinder, gingen zwar auseinander, aber alle in Richtung Coiffeur.

Wer ebenfalls zu den Keinen-Stammfriseur-Haber gehört und noch nie einen Haarpfleger seines Vertrauens gesucht hat, weiß, was gemeint ist, wenn der Volksmund zusagen pflegt: Friseure gibt es wie Ferienhäuser in Dänemark. Nach wochenlanger Recherche im Bremer Internet wagte ich es, einem mir unbekannten Friseur mein Vertrauen zu schenken und vereinbarte einen Termin an einem Freitag Nachmittag. Im Ernstfall läge ja ein Wochenende dazwischen, bevor man wieder unter die Leute tritt. Jedoch blieb die innere Unsicherheit, ob die Wahl wohl richtig war?!

Nach fast drei Jahren betrat ich also zum ersten Mal wieder einen Friseur-Salon. (more…)


7 comments April 18, 2008

Taugt der Pauker? Wenn Schüler ihre Lehrer selbst einstellen!

Kerstin findet die Nachricht:

In der WDR-Sendung “echtzeit” vom 13.04.2008 bin ich über diesen Beitrag gestoßen:

Abi im Alleingang. Wir machen Schule!

“Sie haben sich im vergangenen Jahr von ihrer Schule abgemeldet und ein eigenes Projekt gegründet, quasi eine eigene Schule. Die zehn Freiburger Schüler haben ein Ziel: Sie wollen sich selbst den Stoff fürs Abitur beibringen. Diese Woche schreiben sie ihre erste Prüfung. Nun wird sich zeigen, ob ihr Experiment erfolgreich war. Diskussionen um Schulreformen, G8, kürzere Schulzeit und überlastete Schüler – fast jeder glaubt, dass an unserem Schulsystem vieles marode ist und es an allen Ecken und Enden bröckelt. Und bislang bleibt es meist beim Reden darüber. Niemand handelt wirklich, so empfinden es viele Schüler. Ganz anders dagegen Alwin, Lena und ihre acht Stufenkollegen aus Freiburg. Tausende Schüler haben schon mit dem Gedanken gespielt: Wie wäre es, wenn wir unser eigenes Ding machen? Die zehn Freiburger haben diese Idee zur Realität gemacht. Damit sind sie die Ersten. Helden? Idealisten? Spinner?”

Definitiv Helden, Visionäre und Utopisten. Toll. Schüler, die selbst das Zepter in die Hand nehmen, weil sie aus erster Quelle wissen, wo die Schulen Nachholbedarf haben. Zudem wissen 18-Jährige in der Regel schon ganz gut, wie sie ticken, lernen und was sie an Methoden interessiert. Beste Voraussetzungen fürs “Selbstständig werden!

“Möglich ist dieser Abi-Alleingang durch die so genannten „schulfremden Prüfungen“. Eigentlich sollen damit Berufstätige eine Chance aufs Abitur bekommen – an Systemausbrecher, wie die Freiburger Schüler, hatten die baden-württembergischen Ministerien wohl kaum gedacht, als sie diese Möglichkeit schufen. So raten sie heute auch vom Weg der Freiburger Schulausbrecher ab. Doch sollte das Experiment glücken, dann wird die Diskussionen neu entfacht (…) Den Staat kosten Alwin, Lena und ihre acht Mitstreiter auf jeden Fall nichts. Die Schüler finanzieren ihr Projekt selbst: Dank Zuschüssen von Eltern und Spenden von Unternehmen. (…)”

Sehr schön. Ein Gesetztes-Eigentor, welches schlaue junge Menschen zu nutzen wissen. Klar, das jetzt wieder Panik ausbricht und alles mies geredet wird: Bleibt den jungen Menschen zu wünschen, dass Sie ihr Abi schaffen und einen tollen Job oder Studiumsplatz finden, der zu ihnen passt und der sie glücklich macht. Ganz nebenbei stärken Sie durch ihr Projekt das Selbstwertgefühl ausgewählter Lehrer, die fachlich ware Glücksgriffe sind, im maroden deutschen Schulsystem aber völlig untergehen. Eine wirklich gute Nachricht aus Freiburg!

Ich wünschte, so etwas hätte es zu meinem Abi schon gegeben. Endlich mal eine Chance für mündige Schüler, selbstbestimmt zu lernen und mit ihrem eigenen Weg ans große Ziel zu kommen!

Quelle: WDR echtzeit Beitragstext

Linktipp: WDR echtzeit “Wir machen Schule” - Beitrag im Netz ansehen!


4 comments April 16, 2008

Wenn´s ums Geld geht: Erkenntnisse für alle!

Wilfried findet die Nachricht :

Hannover (ots) - Bis zum 02. Juni hat man Zeit seine Steuererklärung 07 einzureichen. Doch wer schafft den Weg durch den Paragrafen Dschungel? Wer kennt sich aus mit der Pendlerpauschale, Arbeitszimmer, Spenden und gemeinnütziger Mitwirkung in einem Verein? Der Gang zu einem Steuerberater ist oft mit hohen Kosten verbunden. Und kann man diese eigentlich auch steuerlich geltend machen?

Jetzt gibt es erstmalig in Deutschland professionelle Hilfe für jedermann: Bei www.frag-einen-steuerprofi.de kann man Fragen stellen, die von einem Steuerberater beantwortet werden. Der Fragesteller entscheidet selbst vorab, wie viel er für eine Antwort zahlen möchte. Alle Antworten werden jedem Internetnutzer öffentlich gemacht, sodass alle steuerpflichtigen Bürger von dem einmaligen Service profitieren.

Rechtsanwalt Michael Friedmann, Mitbetreiber der Beratungsseite: “Besonders erfreulich ist, dass die Steuerberaterkammer München nach intensiver Prüfung keine Bedenken gegen diese Form der Beratung im Internet hat.”

Um die hohe Qualität der Antworten zu gewährleisten, muss sich jeder interessierte Steuerberater akkreditieren und einen amtlichen Nachweis der Zulassung vorweisen. Bei den zurzeit insgesamt 81.437 gemeldeten Steuerberatern in Deutschland (Quelle: Bundessteuerberaterkammer) ist das Interesse groß, gegen eine vorher vereinbarte Gebühr, die Fragen der Internetnutzer zu beantworten.

In meinen Augen bietet dieser Internetservice bietet einen echten Mehrwert für alle, die ihn nutzen - insbesondere für die Nutzer, die noch den Weg zu einem Steuerberater (z.B. aus Kostengründen) scheuen. Eine gute Nachricht, oder?
Linktipp: www.frag-einen-steuerprofi.de

Quelle: ots


Add comment April 15, 2008

Gute Laune mit dem Schaffner, der keiner ist

Kerstin findet die Nachricht:

Wir haben bislang nur wenige ganz persönliche schöne Geschichten hier. Darum möchte ich mitteilen, was mir grade den Tag versüst hat…

In den vergangen drei Jahren ist mir in Berlin immer wieder ein psychisch doch sehr kranker Mensch aufgefallen, der die Ubahn-Linie “U2″ zu seinem “Arbeitsplatz” gemacht hat. “Einsteigen bitte. Zurückbleiben bitte” hat er immer gesagt. Das kam immer gut an. Die Menschen mussten schmunzeln. Nach meinem Umug weg von der U2-Strecke und hin zur M10 Strecke habe ich “ihn” nie wieder gesehen. Erst vor einer Woche, als ich mit der U2 am “Rosa-Luxemburg-Platz” anhielt , musste ich noch an ihn denken. Das war schließlich seine Strecke. Da ist er immer eingestiegen. Als ich einen Tisch vor zwei Jahren in der Bahn transportiert hatte, gab er mir sogar einmal ein Knöllchen, dass ich unterschreiben musste. Das habe ich nie vergessen, muss noch heute drüber schmunzeln.

Nun komme ich von der Arbeit und ich habe ihn wiedergesehen. In meiner M10 ist er nun - der Schaffner, der keiner ist. “Nächste Station - Landsberger Allee. Übergang zu den Metrolinien M4, M5 und M6. Es besteht direkter Übergang zum Volkspark Friedrichshain. Bitte Vorsicht beim Aussteigen. Die Autos haben Vorfahrt und nehmen keine Rücksicht”. Als ich das hörte, ging mein Herz auf. Er war in seinen Ansagen an jeder Station zwei bis drei Sekunden schneller als die anonyme Dame der elektronischen Ansage. Er freut sich wie ein kleines Kind, wenn die nächste Ansage kommt. Er hat einer jungen Frau beim Ticket ziehen geholfen, damit sie ihren Säugling festhalten kann und alles genau beobachtet. Als er an meiner Station - dem “Arnswalder Platz” sagte: “Nächste Station: Arnswalder Platz. Bitte Vorsicht: Dies ist ein kinderreicher Bezirk. Passen Sie auf die Kleinsten auf” musste ich lachen, während ich aufstand. Es ging mir richtig ans Herz, wie rührend er sich Gedanken macht. Er fragte mich: “Was gibt es denn da zu lachen, junge Dame?” Und ich sagte: “Sie sind der erste an diesem Tag, der mir richtige Freude bereitet”. Dann bin ich ausgestiegen.

Ich freue mich, dass er noch lebt, in keiner geschlossenen Anstalt ist und hoffentlich nun wieder öfters “mein” Schaffner in der Straßenbahn ist. Schön, wenn seelisch, psychisch oder geistig gestörte Menschen ihren Platz in ihrem Alltag finden und wieder etwas wert sind: Die Menschen in der Bahn haben heute alle ihre Bücher niedergelegt und über den Schaffner, der keiner ist, geschmunzelt.

Eine gute Nachricht. Ganz persönlich.


9 comments April 15, 2008

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