Archive for Februar 2008
Ambulant geht vor stationär: Familienbegleitung im Kinderhospiz
Sabine findet die Nachricht:
Die BJÖRN SCHULZ STIFTUNG hat bereits über 200 ehrenamtliche Familienbegleiter im Kinderhospiz Sonnenhof ausbildet. Sie bieten den Familien eine individuelle, unbürokratische und kostenlose Hilfe! “Ausgebildete ehrenamtliche Familienbegleiter helfen seit vielen Jahren Familien mit schwerst- und unheilbar kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen individuell nach deren Bedürfnissen. Sie wollen eine liebevolle Unterstützung sein und Leid teilen - sie schenken Zeit!” Die Familienbegeiter entlasten die Familien im täglichen Leben, sind Freund für den jungen Patienten und begleiten bei Behördengängen oder Arztbesuchen, betreuen Geschwisterkinder, sind Gesprächspartner für alle Familienmitglieder und arbeiten eng mit den Ärzten, Pflegediensten und vor allem den Angehörigen zusammen.
Das ganzheitliche Konzept ist auf die Bedürfnisse der jungen schwerst- und unheilbar Kranken und ihrer Familien abgestimmt. Es bietet intensive menschliche Zuwendung in Ergänzung zur bestehenden professionellen Pflege und Schmerztherapie und sie tragen dazu bei, den kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Familien eine möglichst hohe Lebensqualität auch in der letzten Lebenszeit zu ermöglichen. Das Projekt Familienbegleiter ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem wurde die Björn Schulz Stiftung für ihre Familienarbeit als startsocial-Bundessieger 2001 geehrt, außerdem wurde ihr der jfsb-Projektpreis 2004 der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin verliehen.
Ich persönlich hoffe bald einen Kurs belegen zu können und so meinem Traum in einem Hospiz zu arbeiten einen Schritt näher zu sein.
Quelle: Kinderhospiz Sonnenhof, Berlin
Wer und wie engagiert ihr euch???
Add comment Februar 19, 2008
Liberaler Ruck im deutschen Katholizismus
Kerstin findet die Nachricht:
“Für Katholiken wäre es eine Revolution: Robert Zollitsch, der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, denkt über ein Ende des Zölibats nach. Dass Priester ehelos leben, sei “nicht theologisch notwendig”, sagt er im SPIEGEL - und lässt Sympathie für SPD und Grüne erkennen.” Auf Spiegel online heißt es weiter: Erst wenige Tage im Amt - und schon wagt er sich an ein Mammut-Projekt: Der Freiburger Erzbischof und neugewählte Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, spricht sich “gegen Denkverbote” beim Thema Zölibat aus. Im Gespräch mit dem SPIEGEL sagt der 69-Jährige, die Verbindung zwischen Priestertum und Ehelosigkeit sei “nicht theologisch notwendig”. Für die katholische Kirche bedeutet diese Aussage eine radikale Abkehr von der bisherigen Praxis. Das ist auch Zollitsch bewusst: Ein Abschied vom Zölibat “wäre eine Revolution, bei der ein Teil der Kirche nicht mitginge”, sagt er. Nötig wäre dafür ein Konzil, weil in das innere Leben der gesamten Kirche eingegriffen werden würde. Zugleich spricht sich Zollitsch für die Öffnung seiner Kirche für neue gesellschaftliche Milieus aus…
Nach einer skeptischen Beobachtung der Wahlen um einen Nachfoger von Kardinal Lehmann habe ich diese Nachricht als überaus positiv empfunden. Schafft es die Katholische Kirche ausgerechnet durch einen fast 70-Jährigen Kardinal einen neuen Ruck durch das katholische Lager der Christen zu ziehen? Es würde mir die Kirche als favourisierte Institution nicht zurück bringen, aber gut täte es ihr, ihrem Ruf und den jungen Kardinälen, die die großartige Chance haben, in Zukunft ihre eigene “Zunft” zu revolutionieren. Danke Herr Zollitsch, können Sie nicht mal mit Herrn Ratzinger sprechen?
Frage an alle: Wie schätzt Ihr die Zukunft der katholischen Kirche ein? Wird sie an Bedeutung gewinnen oder verlieren?
1 comment Februar 18, 2008
Kicken unterm Kopftuch
Kerstin findet die Nachricht:
Im Rahmen der Berlinale wurden am Donnerstag, 14. Februar 2008, zum 22. Mal die TEDDY Awards verliehen. “Football under Cover” von David Assmann und Ayat Najafi erhielt den TEDDY für den besten Dokumentarfilm. Dem Gewinnerfilm gelingt es sehr filmisch und unglaublich fesselnd, auf subtile und humorvolle Weise die Geschlechterrollen im Sport in islamischen Gesellschaften zu zeigen”, heißt es in der Jurybegründung. Die Produktion der Flying Moon Filmproduktion GmbH mit rbb und ARTE erhielt außerdem den Publikumspreis. Der weltweit wichtigste schwul-lesbische Filmpreis zeichnet jeweils einen Kurz-, Dokumentar- und Spielfilm aus. Zum zweiten Mal wurde auch ein Publikumspreis vergeben.
6 comments Februar 16, 2008
Übermorgen könnt’ spitze werden
Verena findet die Nachricht:
Über die heutige gute Nachricht bin ich überraschend beim Versuch der Wochenendplanung gestolpert. Man könnte unter Umständen annehmen ich sei zu spät mit dieser Meldung, da sie für viele Städte in der Tat etwas spät kommt, positiv betrachtet (und nur positiv zählt! :-)) jedoch komme ich damit vielleicht für die ein oder andere Stadt (Saarbrücken, Karlsruhe, Dortmund, Stuttgart, München…) gerade rechtzeitig. Ab kommenden Donnerstag findet in Marburg und einigen anderen deutschen Städten das Filmfestival “Übermorgen” der Aktion Mensch statt.
Die Filmbeiträge und Vorträge beschäftigen sich damit, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Einerseits geht es um aktuelle Wahlentscheidungen, mehr noch aber um Vorstellungen über das Morgen. “Wer Zukunft mitgestalten möchte, sollte sich mit herrschenden Utopien, Träumen und Weltentwürfen auseinandersetzen. Denn Utopien fordern Veränderung und sind immer als kritischer Gegenentwurf zur bestehenden Welt zu verstehen: Entweder behaupten sie, die Welt könne besser werden, oder sie zeichnen ein bedrohliches Szenario und warnen vor gefährlichen Entwicklungen. In beiden Fällen fordern sie zum Engagement heraus: Sei es, um der idealen Welt näher zu kommen, oder um das Schlimmste zu verhindern.”
Eine gute Aktion, weil sich dort die Filmemacher bemühen, “die Welt aus ungewöhnlichen Perspektiven neu zu sehen und zu diskutieren” - wie es auf der Website heißt.
Klingt doch gut die Idee, ein paar Dinge mal von einer anderen Seite zu betrachten. Oder?
2 comments Februar 12, 2008
10 Jahre Lichtblicke
Andi findet die Nachricht:
Jedes Jahr vor Weihnachten wird überall im Radio und Fernsehen für Spenden geworben, um Kinder und hilfebedürftige Menschen zu unterstützen. Eine dieser Spendenaktionen möchte ich gerne hervorheben - sie ist 10 Jahre alt geworden und beweist, dass Hilfe vor der Haustüre anfängt: Es ist die “Lichtblicke Aktion” der NRW Lokalradios.
“Lichtblicke” sammelt Spenden und leitet sie an Kinder und Familien aus Nordrhein-Westfalen weiter, die ungewollt in finanzielle Not gekommen sind, oder sich teure Behandlungen bei Krankheiten einfach nicht leisten können. Für diese Menschen ist die Aktion “Lichtblicke” vor 10 Jahren ins Leben gerufen worden.
Unter der Schirmherrschaft der Frau des jeweiligen Nordrhein-Westfälischen Ministerpräsidenten und von einem 19 köpfigen Beirat werden die Spendengelder gesammelt, die Anträge auf Unterstützung gelesen und dann die Gelder verteilt.
Von den 3000 Anträgen im Jahr 2006/2007 wurden 2750 Anträge finanziell unterstütz. 12 Millionen Euro Spendengelder sind in den letzten 10 Jahren gesammelt worden und dieses Geld wurde auf mehr als 80.000 hilfebedürftige Menschen in NRW verteilt.
Ich finde das schon eine beeindruckende, aber auch erschreckende Zahl, dass es in unserem Land soviele Menschen gibt, die sich an solche Initiativen wenden müssen, da sie dringend auf Hilfe angewiesen sind.
Seit Oktober haben wieder unzählige Menschen Spendengelder in Höhe von 2.487.481,31 Euro gespendet und es werden bestimmt noch mehr werden.
Quelle: Lichtblicke.de
2 comments Februar 11, 2008
Aktenzeichen XY… 1570 Fälle gelöst!
Kerstin findet die Nachricht:
In 40 Jahren Sendegeschichte sind bei “Aktenzeichen XY ungelöst” 3750 Fälle auf den Tisch in dem Studio mit dem Charme eines freudlosen Polizeireviers gelandet. Davon können mit Hilfe der Sendung 1570 gelöst werden - macht eine Erfolgsquote von 42 Prozent.
Auf Spiegel online heißt es:
“Noch weiß Gerlinde H. nicht, dass es ihr letzter Arbeitstag sein wird”, dröntt eine Stimme aus dem Off. Hölzerne Laienschauspieler agieren in einer Kulisse, die in Gelsenkirchener Barock gehalten ist, maskierte Männer nuscheln durch schwarze Sturmhauben: An Spiel-Szenen wie diese ergötzt sich das Fernsehpublikum Ende der sechziger Jahre bei “Aktenzeichen XY … ungelöst”, der ersten Reality-Sendung im deutschen TV. Einmal im Monat, freitags um 20.15 Uhr, geht die Nation auf Verbrecher-Jagd.
Und das seit 40 Jahren! Ich erinnere mich noch genau: Als kleines Kind, den Schlafanzug schon an, schauen wir Freitag Abend Aktenzeichen XY ungelöst. Eigentlich will ich es nicht sehen, weil es so gruselig ist, aber irgendwie ist es auch besser als jeder Film - es packt einen so. Heute, gute 15-18 Jahre später, denke ich: Wow, was für eine Sendung, die durch Hilfe der Zuschauer 42% schon nahezu verjährter Straftaten aufdecken konnte. Zivilgesellschaftliches Engagement durch Glotze? Ein bisschen. Der Spiegel hat einen schönen Artikel über den Ober-Ganoven, “Ede Zimmermann” geschrieben.
2 comments Februar 9, 2008
Mit der Rikscha durch Südostasien
Kerstin findet die Nachricht:
Thomas Bauer, Publizist und Mitarbeiter des Goethe-Instituts, radelt mit einer Rikscha quer durch Südostasien. Auf seiner Reise von Vietnam nach Singapur besucht er mögliche neue Partner für das internationale Seennetzwerk “Living Lakes” - eine Umweltinitiative, die sich für den Schutz der Trinkwasserreserven einsetzt.
In der Meldung auf www.social-times.de heißt es:
Der gebürtige Stuttgarter Thomas Bauer (31) hat in seinem bisherigen Leben schon einige außergewöhnliche Reisen unternommen. So reiste er 2.000 km mit einem Kajak auf der Donau bis zum Schwarzen Meer. Auf dem Jakobsweg erreichte er im Jahr 2004 von Konstanz aus innerhalb von 69 Tagen die spanische Pilgerstadt Santiago de Compostela. Am 26. Dezember 2007 startete er in Hanoi, Vietnam seine erste Südostasienreise und durchquerte bereits Laos, Kambodscha und Thailand. Zurzeit befindet er sich in Malaysia und bewältigt die letzten 1. 000 km bis Singapur. Insgesamt 4. 500 km wird Thomas Bauer am Ende seiner Reise mit der Rikscha, dem traditionellen asiatischen Gefährt, geradelt sein.
Ich finde diese Meldung positiv - im Vordergrund stegt das ungewöhnliche Engagement eines Menschen, dem es um Netzwerke und Kontakte geht, um negative Umstände ins Positive zu kehren. Bleibt zu wünschen, dass ihm viel Aufmerksamkeit zukommt und er viele Partner und Sponsoren findet.
Add comment Februar 8, 2008
1000 Gute Nachrichten
Kerstin macht die Nachricht:
Kleine Information:
Diesen Blog findet man seit heute auch über die wesentlich kürzere und prägnantere Web-Adresse:
www.1000gutenachrichten.de
Man soll Ziele formulieren, wenn man Namen sucht
Liebe grüße an alle Schon-Reporter und alle, die noch in den Startlöchern stehen!
4 comments Februar 8, 2008
Helden und Tomte ganz heldenhaft
Verena findet die Nachricht:
“Wenn zwei Freunde aufgrund ihrer Überzeugung und ihrer aufklärerischen Arbeit in die (finanzielle) Bredouille kommen und man wie wir in der glücklichen Lage ist, sie durch Musik daraus zu befreien, ist es das mindeste was man machen kann!”
…. sagt Thees Uhlmann, Sänger der Band Tomte. Zusammen mit “Wir sind Helden” gaben sie in Hamburg am Dienstag ein Konzert, um Geld für zwei befreundete Journalisten zu sammeln. Diese waren in Nigeria festgenommen worden, als sie für einen Dokumentarfilm über das soziale Ungleichgewicht recherchierten und nun auf Anwaltskosten von etwa 60000 Euro festsitzen.
Dass Tomte und Wir sind Helden zusammen ein Konzert geben, ist für mich erstmal generell eine gute Nachricht.
Aber unabhängig davon ob man diese Bands nun mag oder nicht, halte ich das Ganze für eine tolle Aktion, um auf die Situation in Nigeria und die Beschneidung von Pressefreiheit aufmerksam zu machen und Freunde oder Bekannte in ihrem Engagement zu unterstützen.
Und wen das noch interessiert: Judith Holofernes’ Interview zur Aktion
1 comment Februar 7, 2008
50 Jahre Legosteine
Andi findet die Nachricht:
Bunte Steine über 50 Jahre ein Renner.
Wenn man überlegt, dass Lego ein Spielzeug ist, mit denen 3 Generationen einer Familie groß geworden ist, finde ich das doch echt super. Das ist zum Beispiel ein Punkt, wo man sich eigentlich denken kann, man wird nie wirklich erwachsen werden. Ich selber habe mich erwischt, dass ich vor noch gar nicht so langer Zeit mit meinem Patenkind angefangen habe mit den kleinen Klötzchen ein wenig zu basteln. Wer kennt es nicht, wenn man aus den kleinen Steinchen anfängt einen Turm zu bauen, der möglichst stabil stehen soll und vorallem nicht umkippen darf?
Auch heute werden jährlich noch 15 Milliarden Steine hergestellt. Wahnsinn.
Als ich diesen Bericht gehört habe, dachte ich mir, da hat der Hr. Christiansen mal was richtig gutes erfunden.
Ich sage nur Herzlichen Glückwunsch und Danke Lego!
Quelle: ZDF Heute Nachrichten
3 comments Februar 4, 2008




