Die Tanzfläche im Bauch
Kerstin erzählt einfach mal…
Vor drei Monaten wurde meine liebste Freundin transplantiert: Sie hat eine neue Lunge bekommen. Seit 3 Monaten stehe ich fast täglich an ihrem Bett, spreche ihr Mut zu, versuche sie zu motivieren – nicht aufzugeben. Und trotz der zahlreichen Rückschläge, die mit so einem existenziellen Eingriff zusammen hängen, macht sie weiter und weiter und wirkt wie ein Engel auf Erden, der unverletzbar ist.
Was ich seit 3 Monaten dabei lerne, ist so einfach und so kompliziert zugleich: Das Leben auf dieser Erde ist ein Geschenk. Manche glauben, dass es ein Geschenk Gottes, Mohammeds, Allahs oder Jehovs ist. Andere glauben, dass es mehrere Leben gibt und wir alle wiederkommen. Ganz egal, was wir glauben – eins steht für mich fest: Die Tage, die wir hier bewusst in unserem Körper auf diesem Planeten leben sind kostbar, begrenzt und endlich.
Und ganz egal, was uns passiert oder zustößt: Wenn wir an etwas glauben und wirklich kämpfen, dann werden wir es schaffen! Wir werden es schaffen!
Das Leben ist nicht negativ und kompliziert, gemein und fies. Das Leben ist ei Geschenk und darin enthalten ist für jeden von uns eine Aufgabe. Sie zu erkennen, sie anzunehmen und an ihr zu wachsen – das alleine ist Sinn und Zweck. Dafür brauchen wir kein Geld, keine optimierten Arbeitsprozesse, keine Stempelkarte und kein Eigenheim, keinen Neid, keinen Hass und keine App. Dafür brauchen wir nur eine einzige Verbindung: Und zwar die zu uns selbst! Wenn wir uns selbst spüren, fühlen und lieben – dann sehen wir ihn: Den Gott in uns, den nur wir alleine lenken und den keine Kirche je gesehen hat.
Ich widme diese Zeilen meiner liebsten Freundin Gesine. Ohne deren Kampf um Leben und Tod ich diese Erkenntnisse nicht hätte. Und ohne die ich nicht erfahren hätte, warum Freundschaften so unbezahlbar sind. Und ohne die ich meine eigene Angst vor dem Tod so nicht ein bisschen reduzieren hätte können.
Das Leben ist wundervoll und dieTanzfläche dafür ist tief in eurem Bauch
Habt ein schönes Wochenende!
Kerstin*
DANKE!
This is your life!
Kerstin resümiert:
2011 hat mir persönlich die Puste gefehlt, gute Nachrichten zu verbreiten. Aber es gab sie mal wieder: Trotz Wulff, trotz Fukushima, trotz der Zwickauer Nazizelle, trotz der vielen Dinge, die uns über die Medien als DIE eine Realität vorgeführt werden. 2011 war rasant, schnell, extrem – aber auch demokratisch, revolutionär, erfrischend und unbequem. Es ist, als spürte ich es mit der Luft im Wind: Zeiten ändern sich. Zeiten ändern mich. Und dich?
Ich bin gespannt auf 2012 und die Nachrichten, die wir lesen, hören, sehen – und selber finden. An jedem einzelnen Tag.
Euch allen schenke ich dieses positive Bild, dass ausgedruckt im Zimmer, aussagt, was wir selbst allzu oft vergessen: DU hast DEIN Leben ganz Allein in DEINER Hand!
Alles Gute für das neue Jahr!
Kerstin*
Gute Nachrichten TV (5): Wie zwei KiezGestalten ihren Kiez gestalten…
Kerstin berichtet:
Nach einem Jahr Pause bei Gute Nachrichten TV haben Kamermann Stefan und ich die positive Fahrt wieder aufgenommen und uns nach positiven Themen umgeschaut. Gestoßen sind wir auf das Projekt „Rettet die Knorrpromenade“ und den Verein KiezGestalten e.V. Zwei Berliner wollen eine historische Strasse in Berlin vor ihrem Verfall retten und geben all Ihr Herzblut und Engagement um ihren Kiez wieder „aufzupäppeln“.
Mich hat dieses Projekt so angesprochen, weil es von Berlin aus auf alle anderen Städte und Viertel übertragbar ist: Wenn Menschen sich zusammentun und gemeinsam an einer Sache arbeiten – ist so viel möglich. Und wenn wir wieder Lust auf Nachbarschaft, Gemeinschaft, Stadtgeschichte und Kiezkultur haben – dann reicht es manchmal eben nicht aus, Steuern zu zahlen – da ist jeder und jede von uns gefragt, sich mit einzubringen. Tolles Projekt und bitte: Mithelfen!
Linktipp: www.knorrpromenade.de
Grab von Rudolf Heß wurde aufgelöst
Stefan findet diese Nachricht:
Das Grab von Rudolf Heß, dem Stellvertreter Hitlers, auf dem Friedhof Wunsiedel wurde aufgelöst und ist so keine Pilgerstätte mehr für Alt- und Neonazis. Diese Nachricht steht heute in der Süddeutschen Zeitung. Die Erben von Heß wollten dem nicht zustimmen, weil sie sonst keinen Ort der Trauer mehr hätten. Erst der langjährige Landrat und Kirchenvorsteher der Gemeinde konnte die Familie überzeugen, denn auch diese wollte nicht, dass das Grab als Wallfahrtsort für die Naziszene dient.
Juli 21, 2011 at 11:13 p Stefan-A. Hoffmann Hinterlasse einen Kommentar








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